Gestalten & Dekorieren

Alles kann, nichts muss …

Korb voller Tulpen

Entspannte Ostern

In einem bekannten Musikmagazin wurde Ostern einmal als „die langweilige kleine Schwester von Weihnachten” bezeichnet. Diese Feiertage seien weder großartig besinnlich noch musikalisch zelebrierbar … wer nicht gerade Verdis Requiem auflegen möchte, würde im Plattenschrank oder bei Streaming-Anbietern wohl nur mit viel Mühe passende Songs zum Fest finden. Das ist sicher wahr! Denn auch wenn Ostern im Jahreskalender der Christen das wichtigste Datum ist und das lange Wochenende traditionell gerne für Familientreffen genutzt wird, fällt vermutlich den wenigsten spontan ein Rock- oder Pop-Hit ein, der sich mit dem Thema beschäftigt. Das mag einerseits verwirren, andererseits ist es aber nicht verwunderlich, denn anders als Weihnachten sind die Ostertage bei den Menschen heute nicht mehr so stark emotional aufgeladen. Auch gibt es jenseits der Gottesdienste hierzulande im privaten Rahmen nur wenige Rituale, wie die Tage üblicherweise begangen werden. Hase mit Tulpe

Klar, wer kleine Kinder hat, färbt mit ihnen vielleicht Eier und versteckt sie im Garten, und in manchen Regionen gehört auch das Treffen mit Freunden am Osterfeuer dazu … aber im Großen und Ganzen gestaltet doch jeder die Zeit so, wie er möchte. Und vielleicht ist genau das das Schöne an Ostern. Man kann die Feiertage einfach genießen ohne ein enges Korsett aus Traditionen und Verpflichtungen. Wer seinen Lieben etwas schenken möchte, tut das – einen festen Bescherungstermin gibt es aber nicht. Der klassische Sonntagsbraten ist ebenso eine Option wie die Pizza aus dem Karton, man kann es sich in der Frühlingssonne auf dem Balkon gemütlich machen, im Park joggen gehen oder doch lieber zum Binge Watching auf Sofa zurückzuziehen …

Laissez-faire und farbenfroh

Gelb

Auch in Puncto Dekoration gehen die meisten Menschen die Feiertage relativ entspannt an. Überladener Prunk ist jetzt nicht angesagt. Neben Eiern haben vor allem lustige Küken-, Lämmer- und Hasen-Figuren Hochsaison. Und natürlich dürfen im Frühling frische Blumen nicht fehlen. Besonders beliebt zu Ostern sind Tulpen – und das liegt nicht nur an ihrer eiförmigen Blüte. Denn was den Farbenreichtum angeht, können sie es mit den bunten Ostereiern auf jeden Fall aufnehmen: Von zarten Pastelltönen über leuchtendes Rot und Gelb bis hin zu Dunkelviolett reicht die Palette. Sogar Exemplare mit mehrfarbigen Blütenblättern sind erhältlich. Wer möchte, mischt verschiedene Sorten einfach kunterbunt durcheinander. Keine Angst: Egal, für welche Farbkombinationen man sich entscheidet, das Ergebnis wird garantiert gut aussehen. Auch mit anderen Schnittblumen lassen sich die unkomplizierten Tulpen leicht zu einem Osterstrauß verarbeiten. Floristische Kenntnisse sind dafür nicht erforderlich! Hervorragend als Vasenpartner eignen sich beispielsweise Ranunkeln oder die Zweige frühlingsblühender Gehölze wie Forsythien und Weidenkätzen. Werden die Sträuße locker arrangiert und haben die Tulpen ausreichend Platz, biegen und winden sie sich mit der Zeit elegant in alle Richtungen. Diese laissez-faire Haltung spiegelt die entspannten Ostertage perfekt wider. Weitere Informationen gibt’s unter: www.tulpenzeit.de

Bühne frei für Tulpen und ihre Schwestern

Recentered Stage

Recentered Stage

Es wirkt, als wäre jemand mit einem Baukasten spielerisch ans Werk gegangen: Geometrische Formen, klare Linien, einfarbige Flächen und grafische Drucke bestimmen das Bild. Bei der Farbauswahl ist man alles andere als zurückhaltend. Neben weicheren Pastellschattierungen sind es vor allem kräftige Töne wie Gelb, Orange, Terra, Blau und Violett, die vorherrschen. Diese werden so angeordnet, dass der Gesamteindruck trotz zum Teil sehr starker Gegensätze dennoch stimmig bleibt. Colour Blocking heißt hier das Zauberwort! Letztendlich erinnert eine solche Gestaltung etwas an eine Theaterinszenierung, weshalb diesem aktuellen Stiltrend auch der Name “Recentered Stage” zugedacht wurde, was sich mit “Neu zentrierte Bühne” übersetzen lässt.

Recentered Stage

Wie schon in den letzten Jahren stellt das Blumenbüro Holland auch in diesem Frühling wieder gemeinsam mit Tuinbranche Nederland, iBulb, INretail und der Agentur Nijman + Van Haaster die aktuellen Horticulture Trends vor. Auf der Grundlage der augenblicklichen Zeitgeistströmungen wurden von der Trendforscherin Aafje Nijman vier wichtige Stiltrends für den Zierpflanzensektor 2021 identifiziert: Neben “Recentered Stage” sind das “Human Touch”, “Balanced Biotope” und “Crazy Illusions”.

Geometrische Formen und Colour Blocking

Im eigenen Zuhause lassen sich die aktuellen Trends derzeit natürlich am besten mit den verschiedenen Frühlingsblumen umsetzen, die jetzt nicht nur beim Floristen, sondern auch in Supermärkten und auf Wochenmärkten angeboten werden. Vor allem Tulpen mit ihrem großen Farbspektrum gehören in jedem Fall auf “Recentered Stage”! Doch auch wenn Blüten hier die Hauptrolle spielen, führen sie doch nicht Regie: Stattdessen bestimmt das Design der Vasen – das idealerweise besonders interessante geometrische Formen aufweist – die Art des Blumenschmucks. So reichen bei manchen Gefäßen einige wenige Tulpenstiele aus, bei anderen sollte es dann schon ein ganzes Bund sein.

Recentered Stage

Ob man sich auf eine Sorte in prägnanter Farbe beschränkt oder diese mit anderen Schnittblumen mischt, ist Geschmackssache. Die Blütenblätter sollten jedoch unbedingt einen farblichen Kontrast zum Gefäß bilden. Als Vasenpartner bieten sich beispielsweise Narzissen, Schmucklilien oder Allium an, denn deren Blütenformen unterscheiden sich auffällig von den Kelchen der Tulpen. Um das Bühnenbild perfekt zu machen, platziert man möglichst mehrere verschieden geformte Vasen vor einem monochronen Hintergrund und drapiert nach Belieben andere geometrisch anmutende Gegenstände dazu. Richtet man nun noch alles auf runden Tabletts oder Tischsets an, verstärkt das den Stage-Eindruck zusätzlich. Da lässt der Applaus sicher nicht lange auf sich warten. Weitere Informationen gibt`s auf www.tulpenzeit.de

Bunte Vasenparade

Die Tulpe kann nicht nur Strauß

Vasenparade

Mit einem Bund frischer Schnittblumen kann man sich schon jetzt den Frühling ins Haus holen. Vor allem das Angebot an Tulpen ist derzeit riesig. Kein Wunder, gehören die beliebten Zwiebelgewächse doch zu den variantenreichsten Blumen der Welt: Von Dunkelviolett über Knallrot und Sonnengelb bis hin zu zarten Pastelltönen, Creme und Weiß – die Farbpalette, aus der man wählen kann, ist wirklich enorm. Manche Sorten sind sogar zwei- oder mehrfarbig. Und auch bei der Blütenform gibt es einiges zu entdecken. Neben den sogenannten Einfachen Tulpen findet man beispielsweise Lilienblütige, deren Blütenblätter nach oben spitz zulaufen, Gefüllte, die mit einer Vielzahl von Blütenblättern aufwarten, oder Papageientulpen, deren Blüten an die flatternden Flügel exotischer Vögel erinnern. Wer sich nicht entscheiden kann und es bunt mag, lässt sich beim Floristen einfach einen Strauß mit vielen unterschiedlichen Sorten zusammenstellen.

Unterschiede herausarbeiten oder Gleichklang schaffen

Gleichklang

Aber nicht nur als Strauß machen die Tulpen eine gute Figur. Ein echter Hingucker ist es auch, wenn man die Stiele in mehreren schmalen und bauchigen Glas- oder Porzellangefäßen verteilt und nebeneinander platziert. Diese können völlig identisch sein oder sich auch in Größe und Aussehen deutlich unterscheiden. Interessant sieht beispielsweise ein Mix aus verschiedenen Blumenvasen aus. Dabei ist es egal, ob diese neu oder alt sind. Wer sich bei der Oma im Keller oder auf einem Flohmarkt mal umschaut, findet dort zumeist extravagant geformte Objekt aus den 1960er und 1970er Jahren. Damit ein solches Arrangement aber trotz aller Unterschiede optisch eine Einheit bildet, sollten die ausgesuchten Stücke zumindest eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: Wenn sie beispielsweise alle die gleiche Farbe haben, hat das zumeist eine edle Anmutung. Auch die Beschränkung auf eine bestimmte Farbfamilie – etwa Pastell oder unterschiedliche Grüntöne – ist sehr geschmackvoll. Bei der Kombination von bunt gemusterten Gefäßen empfiehlt es sich darauf zu achten, dass zumindest ein Farbton als „roter Faden” in jedem Dekor auftaucht. Wenn die Optik der Fundstücke allerdings insgesamt etwas zu Retro ist, kann man ihnen übrigens ganz leicht mit etwas Sprühlack ein neues, modernes Aussehen verschaffen. Auch ausgediente Glasflaschen von Smoothies, Wein oder anderen Getränken eigenen sich gut für ein Blumenarrangement mit Tulpen. Werden diese „alternativen Vasen” zusätzlich auf einem passenden Tablett arrangiert, kommen sie noch besser zur Geltung. Ihre Etiketten lassen sich in der Regel durch ein längeres Bad im warmen Wasser sehr gut ablösen.

Flaschen

Je nach Größe der ausgewählten Gefäße kann man sie nur mit einem Blütenstiel bestücken oder auch mehrere Blumen hineinstellen. Hat man sich für identische Flaschen oder Vasen entschieden, wird der Gleichklang zusätzlich betont, indem man sich auf eine einzige Tulpensorte konzentriert. Eine solche wiederkehrende Symmetrie strahlt Ruhe aus. Wesentlich lebhafter wird es, wenn man möglichst unterschiedliche Tulpenblüten in den Gefäßen verteilt und so die Vielfalt der Zwiebelblume zeigt. Natürlich lassen sich bei so einem Mehr-Vasen-Arrangement auch ganz verschiedene kurz- und langstielige Blumen miteinander mischen. Zu Tulpen passen beispielsweise ganz hervorragend andere Frühlingsboten wie Ranunkeln oder Hyazinthen, die es ebenfalls in vielen Farben gibt. Und auch frisch geschnittene Zweige frühblühender Sträucher – wie Zierkirsche oder Scheinquitte – sind ideale Vasennachbarn oder -partner. Vor allem weil ihre vielen, sehr kleinen Knospen einen schönen Kontrast zu den deutlich größeren Tulpenblüten bilden. Der Klassiker im Frühjahr ist natürlich die Kombination von Tulpen und Narzissen. Was viele nicht wissen: Gerade dabei macht das Nebeneinander mehrerer Vasen einen Sinn, denn Narzissen geben für gewöhnlich über ihre Stängel eine schleimige Substanz ins Wasser ab, die die Leitungsbahnen der Tulpen verkleben kann und sie dann schneller welken lässt.

Mit einer gewissen Auswahl an einfachen Gefäßen und einigen Frühjahrsblühern lassen sich also im Handumdrehen immer neue, wunderbare Blumendekorationen für die eigenen vier Wände kreieren. Falsch machen kann man dabei nichts und es gibt auch keine festen Regeln. Generell gilt: Einfach mal selbst ausprobieren, was zusammenpasst und was einem persönlich gefällt.

Vielfalt in Form und Farbe

Zum Jahresbeginn sind die Tulpen wieder da!

TulpenZeit

Jedes Jahr zwischen Ende März und Mitte Mai zieht die Tulpenblüte tausende Besucher in die Niederlande. So zeigt allein der berühmte Keukenhof in Lisse 32 Hektar Zwiebelblumenpracht. Und im Anbaugebiet Noordoostpolder gibt es im Frühling neben farbenprächtigen Feldern auch ein dreiwöchiges Tulpenfest. Aber nicht nur bei unseren Nachbarn im Westen sind die bunten Frühlingsboten beliebt: In der ganzen Welt werden sie mit Festivals gefeiert – beispielsweise im Park von Schloss Gavnø, einem der schönsten Rokoko-Gebäude Dänemarks, am Genfersee in der Schweiz, in Kanadas Hauptstadt Ottawa und natürlich in Istanbul, wo bereits zu Zeiten des Osmanischen Reichs die Herrscher der Blume verfallen waren.

efransten Tulpen

Dass die Tulpe eine solche Faszination auf die Menschen ausübt, ist kein Wunder: Mit weit über 4.000 unterschiedlichen Arten und Sorten gehört sie heute zu den variantenreichsten Blumen der Welt. Schon ihre breite Farbenpalette ist beeindruckend: Es gibt sie von Dunkelviolett über leuchtend Rot, Gelb oder Orange bis hin zu zarten Pastelltönen und Weiß. Manche sind zwei-, andere mehrfarbig mit interessanten Musterungen. Darüber hinaus haben die Zwiebelgewächse in Puncto Blütenform einiges zu bieten: Neben den sogenannten Einfachen Tulpen gibt es beispielsweise auch Gefüllte, die mit ihrer Vielzahl an Blütenblättern an Pfingstrosen erinnern. Lilienblütige Tulpen haben dagegen schlanke, nach oben spitz zulaufende Blüten, bei Gefransten Tulpen sind die Blütenränder gezackt. Besonders exotisch kommen die Papagei-Tulpen daher: Ihre eigenwilligen, mehrfarbigen Blütenblätter ähneln den bunten Flügeln flatternder Vögel.

Gefüllte Tulpen

Um die Vielfalt der Tulpen bestaunen zu können, muss man im Frühjahr übrigens nicht unbedingt zu einem der vielen Festivals reisen. Ein Besuch beim Floristen reicht völlig aus. Schon bevor die ersten Exemplare draußen wachsen, halten die bunten Schönheiten Einzug in die Blumenläden. Aber aufgepasst: Anders als viele andere Schnittblumen gibt es sie nur während eines begrenzten Zeitraums im Jahr. Vom Winter bis etwa Mitte Mai reicht die Saison. Also begeben Sie sich am besten direkt auf Entdeckungstour. Weitere Informationen gibt’s auf: www.tulpenzeit.de

Have yourself a merry little Xmas

Tulpenstrauß zur Weihnachtszeit

Frische Tulpen zum Fest

An den Weihnachtsfeiertagen soll in der Regel alles opulent und festlich sein. Raffinierte, mehrgängige Menüs werden serviert, der Tischschmuck ist aufwändig arrangiert, am Christbaum funkeln Unmengen von Kugeln, Sternen und Lichtern und auch sonst finden sich zahlreiche glitzernde Deko-Elemente in der ganzen Wohnung. Ein Tipp für alle, die sich bei all dem Glanz nach ein bisschen mehr Natürlichkeit und Frische sehnen: Gönnen Sie sich zum Fest einen Strauß mit echten Blumen! Wie wäre es beispielsweise mit einem großen Bund Tulpen?

Tulpenstrauß zur Weihnachtszeit

Auch wenn die eigentliche Tulpensaison ganz offiziell erst im Januar beginnt, kommen einige Sorten schon im Dezember in den Handel. Gerade jetzt, wenn es draußen in der Natur eher trist und grau ist, begeistern diese ersten Frühlingsboten mit ihrem Farbenreichtum. Es gibt kaum eine Nuance, die die Blüten der Zwiebelblumen nicht bieten. Im Advent sind vor allem warme Töne wie ein kräftiges Rot oder ein dunkles Violett beliebt, aber auch das klassische Schneeweiß und zarte Pastellfarben passen gut in die Vorweihnachtszeit.

Tulpenstrauß zur Weihnachtszeit

Wer möchte, kann den Schnittblumen in der kalten Jahreszeit Tannengrün oder beerentragende Ilexzweige als Vasenpartner zur Seite stellen. Das gibt dem Strauß einen weihnachtlichen Touch. Notwendig ist das allerdings nicht! Die Tulpenblüten wirken auch für sich allein und brauchen nicht unbedingt Unterstützung. Ganz im Gegenteil: Gerade in einer Zeit, in der vieles eh schon so überladen ist, wird ein schlichtes, einfarbiges Bund Tulpen garantiert zum Hingucker in den eigenen vier Wänden. Mit einem solchen Strauß liegt man übrigens auch als Mitbringsel zu einer Adventskaffee-Einladung oder zum Abendessen auf jeden Fall immer richtig.

Weitere Infos zu Zwiebelblumen gibt’s unter: www.tulpenzeit.de