Pflanzzeit Frühling

Jetzt aber schnell!

Lastminute zum Sommergarten

Dahlie 'Sunshine'

Wer sich schon bald über einen blühenden und duftenden Sommergarten freuen möchte, sollte sich beeilen. Denn die Eisheiligen stehen kurz bevor und läuten die Gartensaison für Sommerblumen wie Dahlien, Zantedeschia oder Nerinen ein. Für diejenigen, die nicht etwa Zwiebeln und Knollen im Gartenhaus oder Keller überwintert haben, bedeutet das: Jetzt ins Internet und bestellen, denn die Pflanzen sind nur noch für kurze Zeit erhältlich!

Die Tage der Eisheiligen sind nach dem 15. Mai vorbei. Danach können alle nicht winterharten Sommerpflanzen in den Garten gebracht und gepflanzt werden. Dabei steht der eigenen Kreativität fast nichts im Wege: Man kann sich auf eine Pflanzenart konzentrieren oder ganz unterschiedliche Pflanzen miteinander arrangieren, man kann farbenfroh mixen oder den Garten hinsichtlich eines Farbschemas gestalten.

Pompon-Dahlien

„Ich finde es beispielsweise wunderschön, verschiedene Dahlien miteinander zu kombinieren”, schwärmt Carlos van der Veek von Fluwel. „Pompondahlien neben einfach Blühenden, dazwischen einige Kaktus- und Seerosendahlien. Die Vielfalt der Dahlie ist enorm! Der besondere Charme der Dahlie liegt aber in ihrer langen Blütezeit. Von Anfang Juli bis Ende Oktober schmückt sie sich mit prächtigen Blüten.”

Puristisch, fast schon futuristisch, wirkt dagegen die Zantedeschia. Ihre aufgerollten Blütenkelche umschließen einen Kolben mit unzähligen, kleinen Blüten. Das Knollengewächs kommt besonders in großen Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon gut zur Geltung. Doch auch im Beet macht sich die Sommerpflanze einfach gut.

Zantedeschia 'Picasso'

“Vielen ist die Zantedeschia umgangssprachlich auch als ‘Zimmercalla’ bekannt”, erklärt der Blumenzwiebelexperte van der Veek. „Daher gehen einige Hobbygärtner davon aus, dass die Zantedeschia nur für Indoor geeignet ist. Dabei gibt es eine Reihe von Knollen-Zantedeschia, die hervorragende Gartenpflanzen sind und unter freiem Himmel wunderbar blühen.” Über zwanzig verschiedene Sorten bietet der Niederländer in seinem Webshop an: Zantedeschia in knalligem Rot, sonnigem Gelb, zartem Rosa oder auch schlichtem Weiß sind dort zu finden.

Auch die Blumenzwiebeln von Nerinen und Amarinen kommen nach den Eisheiligen in den Gartenboden. Hierzulande sind die eleganten Gewächse noch relativ unbekannt, da sie lange Zeit nur sehr unzuverlässig blühten. Die Nerinen, die aktuell erhältlich sind, haben sich jedoch hervorragend als Gartenpflanzen bewährt.

Nerine bowdenii 'Vesta'

„Besonders empfehlenswert sind die Amarinen – eine Kreuzung der Nerine bowdenii mit der Amaryllis belladonna”, betont van der Veek. „Wirklich robuste Pflanzen, die von Jahr zu Jahr mehr Blüten entwickeln.” Diese Neuheiten verzaubern neben ihren zarten Farben und ihrer außergewöhnlichen Form zudem mit einem zarten Schimmer und einem angenehm süßen Duft. Ihre Knollen sind noch bis Mitte Mai auf www.fluwel.de erhältlich – ebenso alle weiteren Knollen und Zwiebeln von sommerblühenden Pflanzen. Wer seinen Garten blütenreich gestalten möchte, sollte also direkt stöbern und bestellen.

Dahlien für den Topf

Jetzt Terrasse und Balkon bepflanzen

Dahlien sind imposante Sommerblumen, die von Juli bis Oktober mit einer großen Blütenpracht beeindrucken. Da sie ursprünglich aus Mexiko stammen, mögen sie es sonnig und warm und kommen erst Mitte Mai in den Gartenboden. „Eine ganze Reihe von Dahlien sind übrigens auch für die Terrasse und den Balkon geeignet”, hebt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel hervor.

Dahlie 'Jewel Pink'

„Mit einer Wuchshöhe von 50 Zentimetern ist beispielsweise die ‘Jewel Pink‘ eine der kleinsten Dahlien und eignet sich hervorragend für Balkone mit wenig Platz.” Beinahe doppelt so groß ist die Seerosendahlie ‘Karma Choc‘. Fast schwarz mit einem Hauch von Weinrot thronen ihre imposanten Blüten auf einem Meter hohen Stielen. Vor allem vor weißen Hauswänden kommen sie wunderbar zur Geltung. „Wer es außergewöhnlich mag, entscheidet sich am besten für die Kaktusdahlie ‘Mingus Randy‘”, schlägt der Niederländer vor. „Ihre Blüten sehen wirklich faszinierend aus, denn sie erinnern mit ihren eingerollten Blättern und ihrem zarten Rosa und Weiß ein wenig an Seeanemonen.”

Dahlie 'Sunshine'

Die ‘Sunshine‘ hingegen überzeugt mit schlichter Eleganz – auf den ersten Blick könnte man denken, bei ihr handele es sich um gar keine Dahlie. Denn ihre einfachen Blüten sehen so ganz anders aus, als die Blüten ihrer Schwestern. Sanft wiegen sie sich auf dünnen Stielen und lassen mit einem faszinierenden Farbverlauf von knalligem Orange zu sanftem Pastellgelb die Sonne auf der Terrasse aufgehen. Da sich auch Bienen und Hummeln über die ‘Sunshine‘ und ihre Pollen und den schmackhaften Nektar freuen, ist in der Nähe dieser Dahlie immer ein fröhliches Insektentreiben zu beobachten. Weitere Informationen und das gesamte Dahliensortiment sind auf www.fluwel.de zu finden.

Einfach dufte!

Die Ismene für den Sommergarten

Die Blüte der Ismene, botanisch Hymenocallis, erinnert ein wenig an eine Narzisse, auch ihre Zwiebeln sind denen der bekannten Frühlingszwiebelblume ähnlich. So erklärt sich auch ihre Bezeichnung als „Peruanische Narzisse”. Doch es gibt einige entscheidende Unterschiede: während die Narzisse im Herbst in den Boden kommt, ist die Pflanzzeit der sommerblühenden Ismene im Frühling – zu der Zeit, in der die Narzisse bereits fröhlich mit ihren Blütenköpfen wippt.

Hymenocallis festalis 'Zwanenburg'

Vor allem aber sind es ihre äußeren Blütenblätter, die die Ismene deutlich von anderen Blumen unterscheidet: sie sind schmal, lang und drehen sich exzentrisch nach außen. „Besonders filigran sind die Blüten der weißen Hymenocallis festalis ‘Zwanenburg‘. Sie thronen auf langen, grünen Stielen und haben ein gelb-grünes Herz”, erklärt Carlos van der Veek von Fluwel. „Die ‘Sulpher Queen‘ hingegen besticht mit fröhlichen, gelben Blüten auf stabilen Stielen, die ungefähr einen halben Meter hoch werden.”

Aus einer Zwiebel wachsen mehrere Stiele, an denen wiederrum bis zu fünf Blüten entstehen. Daher empfiehlt sich ein Pflanzabstand von circa zwanzig Zentimetern, damit sich die großen Blüten nicht in die Quere kommen. Da die Ismene aus warmen Gegenden stammt, entwickelt sie sich an einem sonnigen, windgeschützten Standort am besten. Ideal ist die Nähe der Terrasse oder der Hauswand neben der Eingangstür, denn die Exotin verströmt einen angenehmen, süßen Duft.

Hymenocallis 'Sulpher Queen'

Diese Zwiebelblumen wachsen sowohl im Kübel, als auch im Beet gut und sollten etwa zehn bis 15 Zentimeter tief in die Erde gesetzt werden. Wichtig ist, dass die feinen Wurzeln der Zwiebeln dabei nicht beschädigt werden. Da Hymenocallis nicht winterhart sind, sollten die Eisheiligen Mitte Mai abgewartet werden, bevor die Zwiebeln in den Garten kommen, denn Bodenfröste vertragen sie gar nicht. „Natürlich kann die Ismene schon jetzt im Topf vorgezogen werden”, so Blumenzwiebelspezialist van der Veek. „Pflanzt man sie anschließend direkt mit dem Topf in den Gartenboden, ist sie zudem vor Wühlmäusen geschützt.”

Weitere Informationen und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln und Knollen sind auf www.fluwel.de zu finden.

Garten-Anemonen

Der Frühling ist die beste Pflanzzeit!

Einst verdrehte die Nymphe Anemona mit ihrer Schönheit dem Gott des Windes, Zephyr, den Kopf. Als Flora, die göttliche Gattin, davon erfuhr, raste sie vor Eifersucht. Kurzum verzauberte sie Anemona in eine Blume und schickte sie auf die Erde, wo sie bis heute als Anemone blüht. Da das griechische Wort „anemos” übersetzt „Wind” bedeutet, werden die zarten Blumen hierzulande auch als „Windröschen” bezeichnet. Ein anderer Erklärungsansatz zieht die Geschichte von Adonis, dem Gott der Schönheit und der Vegetation, heran. Auch hier spielt Eifersucht eine Rolle. Als Ares, der Gott des Krieges, von der Beziehung zwischen Adonis und der Liebesgöttin Aphrodite erfuhr, verwandelte er sich in einen wütenden Eber und ermordete den hübschen Jüngling. Die gefallenen Blutstropfen verwandelten sich in Adonisröschen oder auch Anemonen. Soweit zur griechischen Mythologie.

Anemone coronaria 'De Caen'

Heute sind Anemonen weltweit verbreitet. Es gibt nur einen Kontinent auf dem sie nicht wachsen: Antarktika. Rund 150 Arten umfasst die Gattung, als Gartenpflanze sind jedoch vor allem Strahlen-Anemonen (Anemone blanda) und Garten-Anemonen (Anemone coronaria) beliebt. Diese unterscheiden sich neben ihrer Blütenform besonders in ihrer Pflanz- und Blütezeit. Denn während die Knollen der im Sommer blühenden Strahlen-Anemone im Herbst in die Erde kommen, werden Garten-Anemonen am besten erst im Frühling gepflanzt. „Auch wenn in fast allen Gartenbüchern und Blogs zu lesen ist, dass die Knollen der Anemone coronaria von Herbst bis Winter in den Gartenboden gesetzt werden sollten, empfehle ich, sie erst im Frühjahr zu pflanzen”, rät Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. „Nach meiner Erfahrung entwickelt sich die Anemone dann viel besser und sorgt von Mitte Juni bis Ende August für eine farbenstarke Blütenpracht im Garten.”

Anemone coronaria 'St Brigid'

Ursprünglich stammen die Kronen-Anemonen aus Syrien und dem Libanon, wo sie bereits im April und Mai blühen. Anschließend legen sie während des gesamten Sommers eine Ruhephase ein. In dieser Zeit schrumpft die Knolle so stark, dass sie wie ein knorriges, hartes Stück Holz aussieht. Erst, wenn es wieder zu regnen beginnt, erwacht die Pflanze aus ihrem Sommerschlaf, saugt das Wasser wie ein Schwamm auf und schwillt auf die dreifache Größe an. Dann erst beginnt die Anemone wieder zu wachsen. „Aus diesem Grund kann man das Wachstum der Anemonen anregen, indem man die Knollen vor dem Einpflanzen für ein bis zwei Tage in Wasser legt”, erklärt van der Veek. „Die Knollen sollten aber erst in den Gartenboden gesetzt werden, wenn die Gefahr für Bodenfrost vorbei ist. Meist ist das Anfang bis Mitte Mai der Fall. Wer nicht so lange warten möchte, kann die Anemonen auch im Topf vorziehen.”

Garten-Anemonen kommen am besten zur Geltung, wenn man sie zu mehreren kombiniert. Aus diesem Grund bietet van der Veek auf seinem Webshop bewährte Anemonen-Mischungen an, die im Sommer in Pink, Weiß, Lila und Rot ein wahres Farbfeuerwerk entfachen. Die einfach blühenden ‘De Caen’-Hybriden sorgen beispielsweise für orientalisches Flair und erinnern mit ihren Blüten an Mohn. Die gefüllten Anemonen ‘St Brigid’ hingegen sehen fast wie Gerbera aus und beeindrucken mit pompösen Blüten. Beide Mischungen sind ideal für bienenfreundliche Gärten, denn sie bieten Pollen und Nektar. „Auf meinem Webshop sind alle insektenfreundlichen Pflanzen mit dem „Perfect for Pollinators”-Logo gekennzeichnet”, betont van der Veek. „So erkennen Hobbygärtner direkt, mit welchen Blumenzwiebeln sie den fleißigen Bestäubern etwas Gutes tun.” Weitere Informationen und das gesamte Sortiment des Niederländers sind auf www.fluwel.de zu finden.

: Der Frühling ist die beste Pflanzzeit!Der Frühling ist die beste Pflanzzeit!

Blumenveredlung Frauensache?

Kitty de Jongs Leidenschaft für zarte Gewächse

Kitty de Jong

Man müsste meinen, Blumen seien vor allem ein Frauending. Denn es gibt kaum eine Frau, die sie nicht mag. Umso verwunderter darf man sein, wenn man sich die professionelle gärtnerische Realität ansieht. Bevor man in der Welt der Züchtung und Veredlung auf das weibliche Geschlecht trifft, muss man lange suchen. Im niederländischen Roelofarensveen wird man jedoch fündig: Mit viel Enthusiasmus kreuzt, vermehrt und kultiviert Kitty de Jong hier in ihrer eigenen Gärtnerei die Pflanzen. So ungewöhnlich es ist, in dieser Branche eine Frau zu finden, so ungewöhnlich sind auch ihre Kulturen. Kitty de Jong befasst sich mit ganz speziellen Zwiebelblumen: den Nerinen und Amarinen.

Kees de Jong und Kitty de Jong

Vor allem die Amarinen sind eine Spezialität des Betriebes. Kittys Vater Kees de Jong hat sie vor zwanzig Jahren gemeinsam mit seinem Kollegen, Bas van Keulen, erstmals gezüchtet. Den beiden begeisterten Gärtnern gelang damals die Kreuzung der Amaryllis belladonna mit der Nerine bowdenii. Das war so sensationell, dass mit dieser Kreuzung eine neue Gattung innerhalb der Amaryllidaceae begründet wurde, die Amarine. „Der größte Markt für die beiden Zwiebelblumen lag schon immer in Japan. Dort sind sie sehr populär und werden vor allem als Schnittblumen in Brautsträußen verarbeitete”, erzählt Kitty de Jong und fügt stolz hinzu: „Als König Willem Alexander und Königin Maxima 2014 zum Staatsbesuch nach Asien flogen, haben sie 50 Zwiebeln der Sorte Amarine tubergenii ‘Tomoko’ als Geschenk für die kaiserlichen Gärten in Japan mitgenommen. Aus unserer Gärtnerei!”

Kitty de Jong

Vor sieben Jahren übernahm Kitty de Jong den Betrieb des Vaters, stellte das Sortiment etwas um und konzentrierte sich vor allem auf die Spezialitäten und Kulturen, die ihre ganze Leidenschaft sind. „Ich finde Nerinen und Amarinen einfach unglaublich schön. Sie duften herrlich, sind zart und doch stark. Ab dem späten Sommer blühen sie buchstäblich aus dem Herzen der Zwiebel. Durch unsere langjährige Züchtungsarbeit – bei der immer nur die Pflanzen mit den besten Eigenschaften selektiert werden – sind die Zwiebelblumen heute winterhart und in jedem Herbstgarten eine Zier. Es braucht allerdings immer seine Zeit, bis eine neue Sorte reif für den Markt ist. Zehne Jahre kann das schon einmal dauern”, berichtet de Jong. Ihr Traum ist eine weiße Amarine, die gibt es bisher noch nicht. Wer die Gärtnerin kennenlernt, ahnt, das könnte ihr gelingen.

Nerine 'Mr John'

Gepflanzt werden die Zwiebeln der Nerinen und Amarinen im April. Sie kommen mit allen Böden zurecht, sollten aber flach, nur wenige Zentimeter unter die Erde gesetzt werden, so dass die Nase hervorschaut. Damit sie gut wuzeln, müssen sie in den ersten Wochen feucht gehalten werden. Kitty de Jong empfiehlt eine lockere Pflanzung am besten im Staudenbeet. Im Laufe der Jahre würden sich die Zwiebelblumen dann selbst vermehren und immer schöner werden.

Auch Carlos van der Veek vom Blumenzwiebel-Webshop Fluwel hat am Sortiment von de Jong Gefallen gefunden. 16 verschiedene Nerinen- und Amarinen-Sorten haben de Jong und er gemeinsam für die anspruchsvollen Kunden ausgewählt. „Die Nerinenblüte ist das große Finale im Blumenzwiebeljahr – der Gutenachtkuss des Gartens, bevor er in den Winterschlaf fällt”, schwärmt van der Veek „Es sind herrlich lockere Blüten, die auf schlanken Stielen fröhlich glänzen und mit ihren frischen, rosaroten Farbtönen im Herbstlicht funkeln. In der Sonne sieht es manchmal so aus, als wären sie mit Silberpuder bestreut.” Weitere Informationen unter www.fluwel.de.