Geschichte im Garten

Alte Narzissen verbreiten Vintage-Charme

Dichternarzisse 'Actaea'

Seit 1560 blühen Narzissen in europäischen Gärten. Ebenso lange werden ihre Zwiebeln von leidenschaftlichen Gärtnern kultiviert und neue Sorten gezüchtet: Mittlerweile gibt es rund 24.000 Kulturformen. Doch längst nicht alle Narzissen der letzten 460 Jahre sind auch auf dem Markt erhältlich. „Ein Grund dafür ist, dass Narzissen ebenso aktuellen Trends unterworfen sind wie die Mode”, weiß Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Mal sind die eher gefüllt blühenden Sorten en vogue, mal finden eher kleinkronige Narzissen reißenden Absatz. Die beliebten Zwiebeln werden dann natürlich vermehrt angeboten und ähnliche Sorten gezüchtet, um der Nachfrage gerecht zu werden. Dadurch verschwinden zwangsläufig aber auch immer wieder Narzissen aus dem Angebot, auch weil viele Gartencenter nur ein begrenztes Sortiment anbieten können.”

Narzisse 'Von Sion'

Der Blumenzwiebelgärtner und -züchter Carlos van der Veek ist leidenschaftlicher Narzissensammler. Mehr als 2.000 verschiedene Sorten wachsen auf seinem Mutterpflanzenfeld im nordholländischen Burgerbrug. Seine Begeisterung für die Frühjahrsblüher hat der Spezialist von seinem Vater geerbt: Karel van der Veek war der berühmteste Narzissenzüchter der Niederlande und begann schon Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts mit dem Anpflanzen außergewöhnlicher Arten und Sorten. „Von da an hatten befreundete Züchter stets besondere Blumenzwiebeln als Geschenk im Gepäck, wenn sie meinen Vater besuchten”, erinnert sich van der Veek, der die eindrucksvolle Kollektion erbte. „Viele dieser Narzissen waren bereits über 100 Jahre alt und zählen damit zu den historischen Narzissen. Im Laufe der Jahre habe ich diese alten Zwiebelpflanzen immer mehr schätzen gelernt und sie zusammenzutragen und zu erhalten ist für mich mehr als ein Hobby geworden.”

Narzisse 'Rose of May'

Der Sammelleidenschaft solcher „Verrückten” wie Karel und Carlos van der Veek ist es zu verdanken, dass ein Großteil der älteren Narzissen für Gartenbesitzer heute noch erhältlich ist. „Lange Zeit waren historische Narzissen eher unmodern, das ändert sich aber gerade. Wildanmutende Blüten werden immer beliebter und die Nachfrage steigt.” Im Webshop des Niederländers findet man eine Vielzahl alter Sorten. Die beliebteste sei die ‘Firebrand‘, die bereits 1897 offiziell registriert wurde und mit schneeweißer Blüte und orange-gelbfarbener Nebenkrone beeindruckt. Etwas jünger ist die ‘Actaea‘, eine elegante Dichternarzisse mit ähnlichen Farben. „Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sie blühen sehe, denn durch einen Virusbefall drohte diese Blumenzwiebeln einmal ganz aus der Kultur zu verschwinden. Zum Glück konnte der Virus im Labor bekämpft werden und dadurch diese Schönheit ein Comeback feiern.”

Narzisse 'Golden Spur'

Die wohl älteste Narzisse im breiten Sortiment von van der Veek ist die ‘Von Sion‘, die offiziell Narzissus telamonius plenus heißt. Schon seit vier Jahrhunderten trägt sie jedoch landläufig den Namen des Flamen, der sie 1620 als erster beschrieb. „Diese uralte Narzisse kann absolut mit den neuen Züchtungen mithalten: Im Garten ist sie unverwüstlich und beeindruckt mit einer interessant gefüllten Blüte. Auf meinem Grundstück blüht die ‘Von Sion‘ bereits seit 25 Jahren.” Für Pflanzenfreunde mit einem Hang zur Extravaganz ist die ‘Rip van Winkle‘ aus dem Jahr 1884 zu empfehlen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handele sich bei ihr gar nicht um eine Narzisse, sondern um einen gewöhnlichen Löwenzahn. Auch die ‘Rose of May‘ stiftet hin und wieder Verwirrung: Sie wirkt wie eine kleine, elegante, weiße Rose. „Wer sich die typische Narzissenform mit eindrucksvoller Nebenkrone wünscht, dem rate ich zu der 134 Jahre alten ‘Golden Spur‘. Sie verwildert wirklich gut und bereitet jahrelang Freude”, betont van der Veek. Das gesamte Sortiment des Blumenzwiebelexperten ist auf www.fluwel.de bestellbar.

Vom Schneestolz bis zum Frühlingsstern

Unbekannte Schönheiten für den Frühjahrsgarten!

Denken wir an das Frühjahr, sehen wir Tulpen vor uns und Narzissen, Hyazinthen und Zierlauch … Sie sind so bekannt und beliebt, man könnte sie als die Pop-Stars der Blumenzwiebelwelt bezeichnen. Daneben gibt es aber auch noch weitere Frühblüher, die unsere Aufmerksamkeit verdienen. Zwar können sie nicht mit der Farben- und Formenvielfalt der Berühmtheiten mithalten, dafür verwildern sie wirklich gut, breiten sich fröhlich aus und sind ideale Beetpartner.

Chionodoxa forbesii

Aus dem Mittelmeergebiet und Kleinasien ist die Chionodoxa zu uns nach Mitteleuropa gekommen. Die kleine Zwiebelblume wird auch Schneestolz oder Schneeglanz genannt. Sehr passend, denn nach einem langen Winter sorgt sie – dicht und im großen Stil gepflanzt – schon im März für eine überwältigende Blütenpracht. „Man könnte diese kleine Zwiebelblume als das Vorprogramm des Frühjahrs bezeichnen. Es ist einfach fantastisch, wenn ihr leuchtendes Blau im Garten erscheint!”, schwärmt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Meine Favoritin ist die Chionodoxa forbesii. Ihre Blüten sind leicht nach oben gerichtet und beeindrucken mit einem etwas frischeren und tieferen Blau als die Blüten ihrer Schwestern. In der Mitte zeigt sie ein weißes Herz. Einfach schön!”

Anemone blanda 'White Splendour' mit Hyazinthen

Die Anemone blanda, auch Balkan-Windröschen genannt, ist genaugenommen keine Zwiebelpflanze, sondern ein Knollengewächs. Auch sie wird bereits im Herbst in den Boden gesetzt. Im ersten Frühling nach der Pflanzung zeigen sich ihre sternenförmigen Blüten im April, in den Jahren darauf bereits im März. „Ich empfehle besonders die Sorte ‘Blue Shades‘”, so der Niederländer. „Sie sät und breitet sich selbst aus und bildet mit der Zeit einen dichten, blau-lilafarbenen Blütenteppich.” Wer sich helle Farben wünscht, wählt die weiße ‘White Splendour‘ oder pastellblaue ‘Blue Splendour‘”. Diese Exemplare sind allerdings steril, sie vermehren sich also nicht über Samen. Fühlen sie sich an einem Standort wohl, kommen aber auch sie jahrelang wieder.

Muscari mit der Tulpe 'Suncatcher'

Die Blütendolde der Muscari erinnert entfernt an eine kleine, auf dem Kopf stehende Weinrebe. Aus diesem Grund werden diese Zwiebelpflanzen auch als Traubenhyazinthen bezeichnet. Mittlerweile gibt es sie in einer breiten Palette an Blautönen, aber auch in Weiß. Muscari verbreiten im Garten einen charakteristischen Duft und blühen zeitgleich mit Narzissen und frühen Tulpen. Eine Kombination dieser Frühjahrsblüher ist daher ideal: Schön ist beispielsweise das Zusammenspiel von blauen Muscari mit orangefarbenen Tulpen oder weißen Narzissen. „Die Blumenzwiebeln der Traubenhyazinthe kommen im Herbst circa acht Zentimeter tief in den Boden und sollten nicht zu eng zusammen gepflanzt werden, denn sie breiten sich gerne aus und brauchen dafür Platz. Ein Abstand von zehn Zentimetern ist ein guter Richtwert”, erklärt van der Veek.

Ipheion 'Alberto Castillo'

Ipheion - oder auch der Einblütige Frühlingsstern – ist eine der unbekanntesten frühblühenden Zwiebelpflanzen. Ursprünglich kommt sie aus Uruguay und Argentinien, wächst mittlerweile aber auch wild in Frankreich und Süd-Britannien. Hierzulande eignet sie sich hervorragend als Gartenpflanze und erfreut dort von April bis Mai. Bringt man ihre Blumenzwiebeln an einem sonnigen Fleckchen in den Boden, breitet sich die Ipheion Jahr für Jahr weiter aus. „Die größten Blüten in schöner Sternform entwickelt die weiße Sorte ‘Alberto Castillo‘”, weiß der Experte. „Ipheion ‘Rolf Fiedler‘ hat dagegen einen atemberaubenden Blauton, während sich ‘Charlotte Bishop‘ alle Mühe zu geben scheint, die Farbe des Lavendels nachzuahmen.” Weitere Informationen und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln und Knollen gibt es auf www.fluwel.de.

Rotes Gold für den Garten

Der Safran-Krokus blüht im Herbst!

Für einen Kilogramm Safran benötigt man 150.000 bis 200.000 Blüten des Safran-Krokus. Dafür braucht man ungefähr 50.000 Knollen. Die Ernte der wertvollen, roten Narben ist reine Handarbeit: Ein Pflücker schafft pro Tag ungefähr 60 bis 80 Gramm. Auch die Arbeitszeit treibt den Preis für das Gewürz in die Höhe: Der lilafarbene Krokus blüht nur wenige Wochen. So kommt es, dass ein Kilogramm Safran – fein getrocknet und in guter Qualität – an die 10.000 Euro kostet. Kein Wunder, dass es auch als „Das Rote Gold” bezeichnet wird.

Crocus sativus

Hauptanbaugebiet für den Safran-Krokus ist der Iran: Über 90 Prozent des wertvollen Gewürzes wachsen dort auf weiten Feldern. Auch in Deutschland wird das Knollengewächs für die wertvolle Ernte kultiviert. „Mit den klimatischen Bedingungen bei uns in Mitteleuropa kommt der Crocus sativus, wie der Safran-Krokus botanisch heißt, gut zurecht”, weiß Blumenzwiebel- und Knollenexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Selbst strenge Frostperioden oder Schnee sind für ihn kein Problem. Daher eignet er sich auch hervorragend als Gartenpflanze. Leider trifft man dennoch eher selten auf diese Krokusart und das, obwohl sie so bekannt ist.” Daran möchte der Niederländer etwas ändern. Seit letztem Jahr bietet er die Knollen daher auf seinem Webshop zum Bestellen an. Neben dem Crocus speciosus ist es der einzige Krokus im breiten Sortiment von van der Veek, der im Herbst blüht. Das liegt daran, dass es generell nur drei verbreitete Arten gibt, die ihre Knospen gegen Ende des Jahres öffnen. Während der Crocus speciosus nackt blüht – sein Laub zeigt sich erst im Frühling – sind die Blätter des Safran-Krokus bereits im Herbst zu sehen und bleiben sogar bis in den Juni grün. „Man sollte das Laub unbedingt so lange in Ruhe lassen. Dann können die Knollen gut wachsen”, betont van der Veek.

Safran-Krokus

Pflanzzeit für den Crocus speciosus ist der frühe Herbst. Daher werden die Knollen auch nur bis Mitte Oktober geliefert und müssen anschließend schleunigst in die Erde. Denn kurz darauf zeigt sich bereits der Austrieb. Aus diesem Grund bietet van der Veek den Safran-Krokus bereits jetzt zum Bestellen an. Geliefert wird aber erst zu richtigen Pflanzzeit Ende September. „Es gibt zwei Dinge, auf die man beim Crocus speciosus unbedingt achten sollte”, betont der Experte. „Erstens: Nur dicke Knollen pflanzen! Ich sehe immer wieder welche mit einem Umfang von 7/8 und 8/9 Zentimetern. Das ist aber viel zu klein. Diese Knollen werden nur kleine Blüten hervorbringen – wenn überhaupt. Ich persönlich biete ausschließlich dicke Knollen an, damit meine Kunden von Anfang an Freude an eindrucksvollen Blüten haben. Zweitens: Gönnen Sie dem Safran Sonne satt. Es kann ihm gar nicht warm genug sein. Steht er zu schattig, blüht er sehr wahrscheinlich nur einmal. Das Jahr darauf wird man vergeblich auf die Knospen warten.”

Natürlich können Gartenbesitzer keine große Safran-Ernte erwarten, wenn sie den berühmten Krokus pflanzen. Dafür wären schlicht zu viele Blüten nötig. Es lohnt sich trotzdem, ihm eine prominente Stelle zu geben. Denn zu einer Zeit, in der sich die Gartensaison dem Ende neigt, bringt der Crocus speciosus mit seinem Lila noch einmal intensive Farbe in den Garten: Von Mitte Oktober bis Ende November reicht seine Blütezeit. Auch die Narben sind dann „reif” und können geerntet werden. Mehrere Mahlzeiten lassen sich damit zwar nicht veredeln, aber zum Probieren reicht es allemal. Es empfiehlt sich jedoch, für die Kostprobe einen Tag zu wählen, an dem man nicht verabredet ist oder einen Termin hat: Der Safran färbt die Zunge für mindestens eine Stunde rot! Weitere Infos und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln und Knollen gibt es auf www.fluwel.de.

Blau, blau, blau… blüht der Frühling

Royales Flair mit Zwiebelpflanzen

Schon seit Jahrhunderten sind wir Menschen von blauen Blüten fasziniert. Vielleicht, weil man ein sattes, tiefes Blau eher selten in der Natur entdeckt – meist bewegt es sich sehr nah am Lila, manchmal wirkt es schon eher weiß.

Muscari armeniacum

Doch es gibt sie, die Blaublüter unter den Pflanzen und gerade der Frühling trumpft mit einer ganzen Reihe auf.

„Den ersten Platz unter den blauen Zwiebelpflanzen belegt definitiv die Scilla siberica“, weiß Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Ich kenne keine andere Pflanze mit solch einer intensiven Farbe. Zusammen mit weißen Tulpen oder gelben Narzissen kommt das Blau des Sibirischen Blausterns übrigens noch eindrucksvoller zur Geltung.” Generell empfiehlt es sich, blaue Blüten mit Pflanzen in hellen Tönen zu kombinieren. Diese bilden einen schönen, ruhigen Rahmen und heben das Blau noch besser hervor.

So macht sich die Traubenhyazinthe, Muscari armeniacum, beispielsweise wunderbar im Zusammenspiel mit rosafarbenen Tulpen.

Hyazinthe 'Blue Jackett' mit Anemone blanda 'White Splendour'

Die Hyazinthe ‘Blue Jackett‘ – deren Blüten je nach Lichteinfall mal Dunkelblau, mal Tieflila scheinen – ist eine ideale Pflanzpartnerin für die weiße Anemone blanda ‘White Splendour‘. Da die Hyazinthe herrlich duftet, empfiehlt es sich, ihre Blumenzwiebeln in der Nähe der Terrasse oder neben dem Hauseingang zu pflanzen. Dort kann man ihr zartes Parfum wunderbar genießen. „Auch die Iris reticulata ‘Harmony‘ blüht am besten in Sichtweite des Hauses – ganz gleich, ob im Beet oder im Topf”, rät van der Veek. „Denn diese Mini-Iris wird nur maximal zehn Zentimeter hoch und steht schon in voller Blüte, wenn das Leben im Garten noch gar nicht richtig begonnen hat.” Gepflanzt werden die Blumenzwiebeln im Herbst. Bestellt werden können sie schon jetzt. Weitere Informationen und ein breites Sortiment gibt es auf www.fluwel.de.

Schon im Herbst pflanzen

Diese Lilie will früh in die Erde!

Lilium martagon 'Claude Shride'

Lilien kommen ab Mitte Januar in den Boden … zumindest die meisten Arten – nicht aber die Lilium martagon. Ihre Zwiebeln möchten schon im Herbst gepflanzt werden. Nur dann haben sie ausreichend Zeit zum Wurzeln und Austreiben. Denn anders als ihre Schwestern, die in der Regel erst ab Mitte Juli blühen, bringt die Lilium martagon bereits im Juni Farbe in den Garten.

Die Lilium martagon ist die am weitesten verbreitete Wildart der Lilien. Auch heute noch wächst sie frei in der Natur und findet sich in Teilen Europas sowie Asiens – sogar in Deutschland ist sie heimisch, unter anderem im Schwarzwald und den Allgäuer Alpen. Da ihr Vorkommen jedoch stark zurückgeht, steht sie hierzulande mittlerweile unter Naturschutz. Die Bezeichnung „martagon” leitet sich vom Wort „martagan” ab, eine im 15. Jahrhundert moderne Art des türkischen Turbans.

Lilium martagon 'Sunny Morning'

Der Grund: Die Blütenblätter der Lilium martagon sind stark nach hinten gebogen und erinnern mit ihrer Form an die charakteristische Kopfbedeckung.Aus diesem Grund hat sich auch die Bezeichnung als Türkenbundlilie eingebürgert. „Die echte Species Lilium martagon ist nur mühsam zu vermehren und daher für Gartenbesitzer kaum erhältlich”, weiß Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. „Glücklicherweise gibt es einige Hybriden auf dem Markt, die gut zu kultivieren sind. Sie gedeihen im Garten wirklich ausgezeichnet und wachsen zu starken, blütenreichen Pflanzen heran: Je nach Sorte beeindrucken sie mit bis zu 30 Blüten an einem Stiel!”

Im August – nach ihrer Blüte im Juni und Juli – holen die Blumenzwiebelgärtner die Zwiebeln der Lilium martagon aus dem Boden.

Lilium martagon 'Pink Morning'

Da sie nackt sind, also keine schützende Außenhaut besitzen, sind sie sehr empfindlich und trocknen an der Luft schnell aus. Daher müssen sie im Anschluss so schnell wie möglich wieder in die Erde gebracht werden. „Das trifft auch auf ihre Schwestern zu”, erklärt der Niederländer. „Da diese aber später blühen und somit auch später gerodet werden, verschiebt sich auch ihre Pflanzung nach hinten. Ihre Zwiebeln verschicken wir daher erst im Januar. Die der Lilium martagon machen sich dagegen schon ab Ende September auf den Weg zu unseren Kunden.”

Gepflanzt wird die Türkenbundlilie im Herbst – ab Anfang Oktober ist ideal. „Auch wenn in vielen Artikeln und Ratgebern steht, dass die Lilium martagon bis März in die Erde gebracht werden kann, rate ich davon eindringlich ab”, betont van der Veek. „Mit jedem Monat, den die ungeschützte Zwiebel an der Luft ist, leidet die Qualität der Pflanze.”

Lilium martagon 'Sunny Morning'

Am besten wählt man für die Lilium martagon einen Platz im leichten Schatten zwischen Stauden. An den Boden stellt die Wildart keine besonderen Ansprüche. Ihre Zwiebeln werden so tief gepflanzt, dass sie mit mindestens zehn Zentimetern Erde bedeckt sind. Bei Bedarf zieht sich die Pflanze mit ihren sogenannten Zugwurzeln, die sich unterhalb der Zwiebel befinden, anschließend noch tiefer in den Boden. „An einem guten Standort verhält sich die Türkenbundlilie übrigens auch wie eine Staude”, hebt der Experte hervor. „Lässt man sie in Ruhe, kommt sie Jahr für Jahr in aller Pracht wieder.” Weitere Informationen und ein großes Sortiment von Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.