Die Lilie im Garten

Schlicht, elegant, extravagant!

Nur selten ist eine Pflanze so faszinierend, vielfältig und schön, dass sie die Menschen rund um den Globus und durch die Jahrtausende hindurch in ihren Bann zieht. Bei der Lilie ist das ohne Zweifel der Fall! Schon vor 3.500 Jahren bildeten Griechen die kelchförmigen Blüten der Art Lilium chalcedonicum in einem Fresko ab. Nordamerikanische Ureinwohner schätzten die Lilie als Nutzpflanze aufgrund ihrer vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten und ein chinesisches Buch aus dem ersten Jahrhundert empfiehlt diese Pflanze als Mittel gegen chronischen Husten und Schlaflosigkeit.

Lilie 'Fusion'

Heute gilt die Lilie als eine der beliebtesten Zierpflanzen der Welt. Während sie jahrelang hauptsächlich als Schnittpflanze selektiert und vermehrt wurde, ist sie aktuell auch wieder als Gartenpflanze attraktiv. “In den Niederlanden ist sie nach der Tulpe inzwischen sogar die wichtigste Blumenzwiebel”, erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. “Das liegt vornehmlich an den botanischen und den Oriental-Trompeten-Lilien, die besonders robust und somit für die Pflanzung im Garten bestens geeignet sind.” 48 verschiedene und faszinierende Lilien bietet van der Veek auf seinem Webshop an – alle seit Anfang Januar bestellbar. “Die meisten Gartenbesitzer gehen davon aus, dass die Pflanzsaison für Lilienzwiebeln erst im frühen Sommer beginnt”, so der Niederländer.

Lilium lancifolium 'Flore Pleno'

“Dabei ist es besser, Lilien so früh wie möglich in die schützende Erde zu setzen – am besten direkt nach der Lieferung – denn die Zwiebeln besitzen keine schützende Außenhaut und trocknen an der Luft schnell aus. Außerdem haben sie so ausreichend Zeit, um zu wurzeln und genügend Nährstoffe aufzunehmen.” Mindestens 15 Zentimeter tief sollte das Pflanzloch sein, da Lilien zusätzlich zu den Wurzeln unter ihrer Zwiebel auch sogenannte Stielwurzeln bekommen, die über der Zwiebel wachsen. “Da Lilien ihre Köpfe gerne in die Sonne halten, ihre Füße aber etwas kühler mögen, ist eine Kombination mit Bodendeckern, niedrigen Stauden oder anderen, kleineren Sommerblühern ideal”, so der Blumenzwiebelexperte. “Diese sorgen für ausreichend Schatten an den Stielen.” Lilienliebhaber auf der Suche nach dem Außergewöhnlichen sollten am besten direkt auf www.fluwel.de anfangen zu stöbern – denn die besonderen Sorten sind schnell vergriffen.

Lilium pumilum

Am bekanntesten sind Lilien mit einfachen Blüten in Weiß oder Orange. Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Reihe mehrfarbiger Sorten mit interessanten Musterungen und einer Vielzahl an Blütenblättern, die für exotische Extravaganz im Garten sorgen. So versetzen die Blüten der Lilium ‘Fusion’ nach Afrika und beschwören das Bild eines Leoparden vor einem roten Sonnenuntergang herauf. Die Lilium lancifolium ‘Flore Pleno’ lässt mit ihren intensiv orangefarbenen und gefüllten Blüten an einen mehrarmigen Seestern denken und die Lilium pumilum erinnert optisch an rote Lampions aus China.

Die großen Gärtner: 40 Persönlichkeiten – 500 Jahre Gartengeschichte

'Die großen Gärtner'

Stephen Anderton ist Journalist, Autor und Moderator. Er arbeitet seit vielen Jahren im Ressort Garten und Gärtnern bei der „Times” und schreibt für Magazine wie „Gardens Illustrated” oder „Country Life”. Darüber hinaus beschäftigt er sich seit Jahrzehnten mit dem Erhalt und der Restaurierung historischer Gärten. In seinem jetzt auf Deutsch erschienen Buch „Die großen Gärtner” wirft er einen Blick auf 500 Jahre Gartengeschichte und porträtiert 40 historisch interessante Botaniker, Gartengestalter und -künstler aus 13 Ländern. Dabei zeigt er auf, wie aus ganz unterschiedlichen Lebenshintergründen kulturelle Meisterwerke wie Versailles, Wörlitz, der englische Landschaftsgarten von Stourhead oder der New Yorker Central-Park entstanden und macht deutlich: Gartenanlagen und Parks werden von Menschen gestaltet, die nicht nur den Zeitgeist vertreten, sondern vor allem aus ganz persönlichen Gründen dem Thema Garten ihre Handschrift verleihen wollen.

Roberto Burle Marx (1909-1994) beispielsweise ist einer der berühmtesten Garten- und Landschaftsarchitekten Südamerikas, überhäuft mit internationalen Auszeichnungen und Aufträgen aus der ganzen Welt. Er kennt keine in rechtwinklig symmetrischen Formen verwurzelten Traditionen, wie die Gärten der nördlichen Hemisphäre. Seine Anlagen sind völlig anders, freier, lebendiger, kurviger und fröhlicher. Rio der Janeiro ist heute eine lebende Galerie seines Wirkens.

Lawrence Johnston (1871-1958) wurde als Sohn amerikanischer Eltern in Paris geboren und nahm nach seinem Studium in Cambridge die englische Staatsbürgerschaft an. Er entwarf den Garten Serre de la Madone in Menton und den berühmten Hidcote Manor Garden, der heute zu den bekanntesten Anlagen der Welt gehört und jedes Jahr unzählige Besucher anzieht. Da Johnston sowohl die Kunst des Gartendesigns beherrschte als auch ein ausgesprochener Pflanzenkenner war, gelang es ihm ganz besondere Pflanzungen anzulegen, um damit neue Gartenräume entstehen zu lassen.

Wen Zhengming (1470-1559) war ein Sprössling einer privilegierten, chinesischen Familie während der Ming-Dynastie, beruflich aber selbst nicht sonderlich erfolgreich. Erst im Alter von 56 Jahren – bereits im Ruhestand – begann er eine Karriere als Künstler. Als Vertrauter erhielt er Zugang zu den neu angelegten Gärten eines Politikers, die er immer wieder aus verschiedenen Blickwinkeln zeichnete. Diese Gemälde wurden im Laufe der nächsten Jahrhunderte vielfach kopiert und geben uns heute noch Einblick in die chinesischen Gartenanlagen jener Zeit.

Diese und viele weiteren historischen Abbildungen – Stichen, Skizzen, Plänen und Fotografien – machen „Die großen Gärtner” zu einem wahren Schatz für alle Gartenliebhaber.

Stephen Anderton
Die großen Gärtner
Deutsche Verlags-Anstalt DVA, 2017
304 Seiten, 18,6 x 24,6 cm, ca. 230 farbige Abbildungen, gebunden
ISBN 978-3421040855
Preis: € 34,95

Quelle: GPP

Lilien im Winter pflanzen

Lilienzwiebeln

Im Winter herrscht Ruhe im Garten – Rasenmäher, Schere und andere Geräte sind verstaut und warten auf den Frühling. Doch Gartenbesitzer, die im Sommer ein Beet mit farbenfrohen Lilien genießen wollen, sollten ab Januar den Spaten in die Hand nehmen und die Zwiebeln in die Erde setzen. Am besten ist ein milder Wintertag geeignet, an dem der Boden nicht gefroren und somit weich genug zum Pflanzen ist. Damit die winterliche Gartenarbeit mit üppiger Blütenpracht im Sommer belohnt wird, ist es wichtig, Zwiebeln auszuwählen, die winterhart sind und sich gut für die Pflanzung im Garten eignen. „Jahrzehntelang wurden Lilien in erster Linie für den professionellen Schnittblumenanbau selektiert und vermehrt”, erklärt Carlos van der Veek, niederländischer Blumenzwiebelspezialist von fluwel.de. „Aufgrund strengerer Umweltrichtlinien im Pflanzenanbau werden jedoch mittlerweile Lilien empfohlen und angeboten, die robust und gesund sind. Das trifft insbesondere auf die so genannten Species- und Oriental-Trompeten-Lilien zu, die daher auch für den Garten hervorragend geeignet sind.”

Jetzt noch Blumenzwiebeln pflanzen?

Es hat doch schon geschneit!

Tulpe 'Clusiana Tinka'

Die Wochen vor Weihnachten sind oftmals vollgepackt mit Terminen und Aufgaben. Besonders im Garten wollte man noch einiges erledigen, aber die Zeit reichte schlichtweg nicht aus! Dann auch schon der erste Schnee … Dabei ist das Wetter in Deutschland wechselhaft: Gerade zwischen Weihnachten und Neujahr klettern die Temperaturen in der Regel wieder etwas höher. Während dieser Zeit ist bei den meisten Hobbygärtnern auch terminlich endlich etwas Luft: Perfekt für unerledigte Aufgaben, wie noch schnell den Frühling pflanzen.

Bei manchen Gartenbesitzern liegen die Zwiebeln von Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und Krokussen bereits seit einiger Zeit im Flur. Immer als kleine Erinnerung, dass sie eigentlich längst in die Erde gehören. Keine Panik! Die Blumenzwiebeln können noch gepflanzt werden.

Tulpenmischung

„Die Frühlingsblüher besitzen eine ‚innere Uhr‘ und benötigen erst die Kälte des Winters und dann die höheren Temperaturen des Frühlings, wenn es für sie Zeit wird auszutreiben”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „An milderen Tagen – wenn der Boden wieder etwas wärmer ist – kann jetzt noch gepflanzt werden. Vor allem Tulpen haben damit kein Problem. Schützen Sie die Zwiebeln mit einer Schicht Erde, Blättern oder Reisig, dann können sie noch Wurzeln bilden, bevor es ganz kalt wird.” Also keine Sorge! Die Blumenzwiebeln wurden nicht umsonst gekauft, sondern läuten – wenn sie jetzt gepflanzt werden – den kommenden Frühling blütenprächtig ein. Weitere Informationen auf www.fluwel.de.

Frostschutz auf Balkon und Terrasse

Hyazinthen und Schachbrettblumen

Mit Zwiebeln und Knollen bepflanzte Gefäße können im Winter draußen bleiben. Weil aber die Kälte – anders als im Gartenboden – bei Kästen und Kübeln von allen Seiten einwirken kann, stellt man die Töpfe am besten dicht an dicht in eine geschützte Ecke. Zusätzlich können sie mit isolierendem Vlies oder Noppenfolie abgedeckt werden. Man kann sie auch in einen kühlen Raum stellen, beispielsweise in eine Garage oder den Keller. “Damit die Zwiebeln im nächsten Frühling blühen, müssen sie allerdings über einen längeren Zeitraum niedrigen Temperaturen ausgesetzt sein”, erklärt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. “Deshalb sollte die Temperatur im Winterquartier neun Grad Celsius nicht überschreiten.”

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