Valentinstag 2019

Starflorist Stephan Triebe braucht keine roten Rosen

Am 14. Februar ist Valentinstag! Und natürlich gehören am Tag der Verliebten Blumen unbedingt dazu. Stephan Triebe wird Deutschland im März 2019 bei der Weltmeisterschaft der Floristen in Philadelphia vertreten und weiß genau, wie moderne Floristik aussieht …

Stephan Triebe

Zum Valentinstag immer gerne genommen: rote Rosen. “Daran ist auch gar nichts falsch, rote Rosen gehören einfach zum Valentinstag, schon allein wegen ihrer Symbolwirkung. Aber sie sind eben der Klassiker und deswegen auch nicht so besonders einfallsreich” sagt Triebe. Er tendiert in diesem Jahr eher zur Tulpe: “Meine Favoriten in diesem Jahr sind entweder ein Strauß mit knallroten Tulpen und dazu auflockernde, hellgrünblättrige Eukalyptuszweige oder ein Ensemble französischer Tulpen, das sind die langstieligen mit den gekräuselten, gefüllten Blüten, in Kombination mit aprikosenfarben blühenden Quittenzweigen.”

Der Valentinstag bedeutet für Triebe mehr Spaß als Stress. Individuelle Kundenwünsche erfüllen, kleine, florale Geschenke für das Ladengeschäft in großer Stückzahl vorrätig halten oder viel Laufkundschaft bedienen – all das kann den Starfloristen aufgrund jahrelanger Erfahrung nicht aus der Ruhe bringen: “Natürlich habe ich zum Valentinstag mehr zu tun als an manch anderen Tagen, aber das macht auch unglaublich viel Spaß. Es ist jedes Jahr wieder schön die vielen skurrilen Stories von verliebten Paaren aller Altersklassen zu hören, seien es Kennlerngeschichten, leidenschaftliche Beziehungsdramen oder auch mal nachdenklich stimmende Zuneigung – am Valentinstag liegt einfach Liebe und Menschlichkeit in der Luft, das macht diesen Tag so besonders.”

Von Natur aus besonders

Wilde Lilien für den Sommergarten

Ihren evolutionären Ursprung hat die Lilie im Himalaya. Von dort breitete sie sich auf alle Kontinente der Nordhalbkugel aus: Heute wächst sie wild in China, Japan, Nordamerika, dem Kaukasus und auch in Europa. Schon seit Jahrtausenden begeistert die elegante Zwiebelpflanze uns Menschen und wird weltweit in Gärten gepflanzt.

Lilium auratum

Durch intensive Züchtung und Selektion gibt es mittlerweile tausende Sorten, von ganz kleinen über gefüllte bis hin zu rosenähnlichen. Doch der Charme der wilden Lilien ist ungebrochen und so bringen sie auch heute noch die Atmosphäre eindrucksvoller Berglandschaften in unsere Beete, Rabatten und Kübel.

Die wilde Lilium auratum zählt zu den Orientalischen Lilien und stammt ursprünglich aus Japan. Ihre duftenden Blüten kombinieren ein reines Weiß mit einem sonnigen Gelb und zeigen eine Vielzahl kleiner, brauner Sprenkel. „Diese botanische Lilie wünscht sich einen Platz im Halbschatten und humusreiche, saure Erde”, weiß Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „In den Wintermonaten sollte sie nicht zu nass stehen. Beherzt man diese Bedingungen, wird die Exotin jahrelang immer wieder erfreuen.”

Lilium pumilum

Die botanische Lilium speciosum findet man ebenfalls wildwachsend in Japan, doch auch in Taiwan und China. Ihre Blüte besteht aus sechs nach hinten gebogenen Blättern und wird als türkenbundförmig bezeichnet. Besonderer Clou ist ihr süßlicher Duft, der an Honig erinnert. Eine neue Züchtung der Prachtlilie, wie die Lilium speciosum auch genannt wird, ist die ‘Uchida‘. Als sie vor ungefähr 50 Jahren auf den Markt kam, machte sie als die zierlichste Schnittblume der Welt Karriere. Mittlerweile gilt sie jedoch vornehmlich als Gartenpflanze, da sie sich an fast jeder sonnigen Stelle wohlfühlt und mit einer reichen Blüte in Weiß, Rosa und Rot belohnt.

Die Lilium pumilum zählt zu den asiatischen Lilien und kommt wildwachsend in China, Korea, der Mongolei und in Zentral- und Ostsibirien vor. Dort findet man sie an Waldrändern oder Hangwiesen in 400 bis 2600 Metern Höhe. Sie ist eine sehr zierliche Pflanze, die ihren glänzenden, orangefarbenen Blüten auch den Namen „Korallenlilie” verdankt.

Lilium lancifolium

Farblich ähnlich intensiv ist die Lilium lancifolium.„Lange Zeit wurde sie Lilium tigrinum splendens benannt”, erklärt der Niederländer. „Daher ist sie in Europa und Amerika auch als Tigerlilie bekannt. Dieser Name passt wunderbar, denn ihre hellorangefarbenen Blüten mit braunen Punkten erinnern tatsächlich an das Fell der eleganten, asiatischen Großkatzen. Im Garten ist die Lilium lancifolium sehr anspruchslos. Sie wächst auf beinahe jedem Boden und mag es sowohl sonnig, als auch halbschattig.”

Die Lilium regale zählt zu den Trompetenlilien und wird auch Königslilie genannt. Sie kommt ursprünglich aus der chinesischen Provinz Sechuan, wo sie auf steinigen Böschungen und Sandbänken in Höhenlagen bis 2500 Metern wächst. Nach Europa verschlug es diese wilde Lilie im Jahr 1910, als Ernest Henry Wilson 6000 ihrer Zwiebeln dort ausbuddelte und mit in seine englische Heimat brachte.

Lilium regale

„Obwohl sie hierzulande nicht heimisch ist, eignet sich diese Lilie wunderbar als Gartenpflanze”, betont van der Veek. „Sie fühlt sich in jeder normalen Erde wohl und entwickelt viele prächtige Blüten. Bei Bedarf muss sie jedoch mit Stöckchen vor dem Umknicken bewahrt werden. Besonders herrlich ist der süßliche Duft, der während der Dämmerung Nachtschmetterlinge anzieht.”

Die Zwiebeln von Lilien besitzen keine Außenhaut, die sie vor dem Austrocknen an der frischen Luft schützt. Daher sollten sie so früh wie möglich gepflanzt werden, bestenfalls schon jetzt im Winter. In der Erde sind sie bestens aufgehoben und können – sobald die Temperaturen steigen – direkt mit dem Wurzelwachstum beginnen. Weitere Informationen sowie die wilden und viele weitere Lilien gibt es auf www.fluwel.de.

So hat man lange Freude am Frühlingsstrauß

Wissenswertes und Tipps rund um die Tulpe

Glasvase

Tulpen sind die Stars unter den Schnittblumen im Frühjahr. Sie blühen in unterschiedlichen Farben und Formen, es gibt sie gefüllt oder einfach. Spätestens ab Januar sind sie wieder überall erhältlich. Mit einem Strauß macht man sich selbst und anderen ganz leicht eine Freude, denn die bunten Zwiebelgewächse bringen genau dann einen Hauch von Frühling in die Wohnung, wenn es draußen zumeist noch grau und kalt ist. Mit diesen Tipps dauert die Tulpenzeit in der Vase besonders lang:

1) Beim Kauf solle man darauf achten, dass die Tulpen frisch sind. Wenn ein Bund sich knackig und fest anfühlt und die Schnittstellen an den Stängelenden nicht weiß und trocken aussehen, kann man unbedenklich zugreifen. Wer ganz sicher gehen will, reibt die Blätter und Stängel ganz leicht aneinander. Ist ein leises Quietschen zu hören, ist das ein untrügliches Zeichen, dass es sich um frisch geerntete Blumen handelt.

2) Damit die Blüten der Zwiebelblumen in der Vase schön groß werden und gut aufgehen, sollten die Knospen beim Kauf bereits etwas von ihrer Farbe zeigen. Komplett grüne Tulpen sind noch sehr unreif und entwickeln sich möglicherweise in der Wohnung nicht optimal.

3) Die Vasen sollten innen immer sauber sein, denn Bakterien befallen sonst die Blumen und verstopfen die für die Wasserversorgung wichtigen Leitungsbahnen in den Stängeln. Bevor sie ins Wasser kommen, ist es ratsam, die Tulpen mit einem scharfen Messer frisch anzuschneiden. Scheren sind für diese Arbeit nicht empfehlenswert, denn hier besteht die Gefahr, dass die Leitungsbahnen gequetscht werden.

4) Besondere Schnittblumennahrung benötigen Tulpen nicht. Sie sind aber durstige Geschöpfe und brauchen viel Wasser. Trotzdem sollte die Vase nur etwa ein Drittel gefüllt sein. Bei Bedarf kann jederzeit nachgegossen werden. Glasvasen sind hier von Vorteil, denn da hat man den Wasserstand immer im Blick. Frisch anschneiden

5) Wer Tulpen mit anderen Schnittblumen mischen möchte, sollte bedenken, dass die Zwiebelblumen in der Vase weiterwachsen und die Kollegen schon bald überragen. Bei einem fest gebundenen Strauß sieht das zumeist nicht so schön aus. In einem lockeren Arrangement kann es aber sehr reizvoll sein. Besonders hübsch ist es, wenn Tulpen mit Zweigen frühlingsblühender Sträucher – wie beispielsweise Zierkirsche oder Scheinquitte – kombiniert werden.

6) Aufgrund des Wachstums und der biegsamen Stängel räkelt sich ein Tulpenstrauß nach einigen Tagen oft lasziv über den Vasenrand. So entstehen sehr malerische Bilder. Besonders bei kurzen, runden Vasen kommt es zu diesem Effekt. Wer dagegen einen aufrechten Stand der Tulpen bevorzugt, wählt für sie ein hohes, schlankes Gefäß.

7) Tulpen halten bei idealen Bedingungen etwa sieben bis zehn Tage. Je kühler sie stehen, umso länger kann man sich an ihnen erfreuen. Übrigens sollte man den Strauß nicht unbedingt neben einem Korb mit Äpfeln und Birnen platzieren. Denn das vom Obst abgebebene Reifegas Ethylen lässt die Schnittblumen schneller welken.

Weitere Informationen: www.facebook.com/tulpendag

Lilien im Topf:

Die Kleinen unter den ganz Großen

Lilien im Topf

Lilien sind seit Jahrhunderten beliebte Gartenpflanzen. Schon in den grünen Anlagen des antiken Roms und Griechenlands durften sie nicht fehlen. Bis heute beeindrucken sie mit ihrer Vielfalt an Farben und Formen sowie ihrem herrlichen Duft. Doch nicht nur im Garten, auch im Topf machen sich die eleganten Zwiebelblumen gut. Trifft man die richtige Wahl, verbreiten die grazilen Sommerblüherinnen auf Terrasse oder Balkon ihren Charme.

„Einige Lilien werden über zwei Meter hoch und sind damit entschieden zu groß für die Kultivierung im Kübel”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Es gibt aber eine Vielzahl kleinerer Lilien, die sehr gut geeignet sind – zum Beispiel die ursprünglich aus Japan stammende Lilium auratum. Sie erreicht maximal einen Meter Höhe und entwickelt eindrucksvolle, duftende Blüten in weiß-gelb mit braunroten Punkten.

Lilium auratum

Im 19. Jahrhundert galt sie als die Königin der Lilien und auch heute bringt sie noch zum Staunen. Stellt man sie an eine Stelle im Halbschatten, fühlt sie sich im Topf sehr wohl.”

Für Pflanzenfreunde mit romantischer Ader ist die ‘Roselily Carolina‘ ideal. Diese neue Züchtung gehört zu den Orientallilien und entwickelt eine reinweiße, gefüllte Blüte mit zart süßlichem Parfüm. Im ersten Jahr wird sie ungefähr 80 Zentimeter hoch, im zweiten kann sie dagegen schon ihr Maximum von einem Meter erreichen.

Ähnlich verhält es sich bei der korallroten Lilium pumilum: Im Sommer nach der Pflanzung misst sie einen halben Meter und bildet nur wenige ihrer interessanten Blüten, die an chinesische Lampions erinnern. Beides ändert sich in den darauffolgenden Jahren – sowohl die Höhe, als auch die Blüten nehmen zu und belohnen den geduldigen Topfgärtner.

'Roselily Carolina'

„Für Balkone und Terrassen mit sehr wenig Platz empfehle ich die ‘Njoyz‘”, so der Niederländer. „Sie ist ein absoluter Neuzugang in meinem Sortiment und mit ihren 30 bis 40 Zentimetern zudem die kleinste Lilie, die ich meinen Kunden anbiete. Ihre rosa-weißen Blüten öffnet sie als eine der Ersten bereits Anfang Juni bis Mitte Juli.”

Lilien können bereits jetzt im Winter gepflanzt werden, denn ihre interessanten Zwiebeln mit dem schuppigen Aufbau haben mit Minustemperaturen und sogar Frost oder Schnee kein Problem. Wohl aber mit Luft, denn sie sind „nackt” – das bedeutet, sie besitzen keine Außenhaut, die vor dem Austrocknen schützt. „Meist wird empfohlen, Lilien erst ab Ende März zu pflanzen. Es ist jedoch relativ schwer sie bei idealen Bedingungen zu lagern, daher kann sich eine späte Pflanzung negativ auf das Wachstum und die Blüte im Sommer auswirken”,

Lilium pumilum

erläutert van der Veek. „Aus diesem Grund verschicke ich die Lilien bereits ab Mitte Januar mit dem Rat, sie direkt nach Erhalt zu pflanzen, denn in der Erde sind diese Blumenzwiebeln einfach am besten aufgehoben. Anschließend kommt der Topf solange an einen geschützten Standort, bis die Temperaturen in den Plus-Bereich steigen.” Lilien werden etwa 15 bis 20 Zentimeter tief gesetzt und sollten vor Staunässe geschützt werden. Daher wählt man am besten einen Topf mit Wasserabzugsloch und integriert eine Drainageschicht aus Kieseln, Blähtonkugeln oder Tonscherben, damit das Wasser gut abfließen kann. Weitere Informationen und das breite Sortiment des Spezialisten gibt es auf www.fluwel.de.

Farbenfroher Start der Tulpensaison 2019

Tulpentag Amsterdam 2019

17.000 Besucher kamen zum Dam Platz in Amsterdam

Am 19. Januar fiel der Startschuss für die Tulpensaison 2019: Die Auftaktveranstaltung, der Nationale Tulpentag, fand wieder auf dem Dam Platz in Amsterdam statt. Niederländische Tulpenzüchter hatten hier im achten Jahr in Folge einen gigantischen, temporären Pflückgarten mit 200.000 bunten Zwiebelblumen angelegt.

Rund 17.000 Besucher aus den Niederlanden und aus dem Ausland kamen, um das Event – das in diesem Jahr unter dem Motto „Flower Power“ stand – mitzuerleben und sich an der Schönheit der Frühlingsblumen zu erfreuen. Auch die aktuelle Tulpenbotschafterin Flora Munster war natürlich vor Ort. Ab Mittag konnte sich jeder Besucher seine Lieblingstulpen aus dem Garten aussuchen und einen Strauß zusammenstellen. Bis Mai sind Tulpen aus den Niederlanden jetzt auch wieder bei uns in vielen verschiedenen Sorten und Farben im Handel erhältlich.

Tulpenbotschafterin Flora Munster

Nach dem Vorbild der Niederlande wird der Tulpentag übrigens mittlerweile auch in Deutschland, Belgien und den Vereinigten Staaten begangen: Zeitgleich mit Amsterdam wurde in Antwerpen auf dem Koningin Astridplein in der Nähe des Hauptbahnhofs ein Pflückgarten mit rund 100.000 Tulpen angelegt. In Deutschland ist auf der Grünen Woche in Berlin vom 18. bis 27. Januar ein Schaugarten zu sehen. In den Vereinigten Staaten wird der Tulpentag am Samstag, dem 2. März, mit einem Pflückgarten am Union Square in San Francisco gefeiert. Weitere Informationen unter: www.facebook.com/tulpendag