Auch im Garten gilt:

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Erst hießen uns die weißen Schneeglöckchen im neuen Jahr willkommen. Dann reckten die Krokusse ihre lilafarbenen Blütenköpfe elegant in die Luft. Nach und nach erschienen die Narzissen mit ihrem sonnigen Gelb über der Erde, bis sich schließlich auch die edlen Tulpen und duftende Hyazinthen zu den Frühjahrsblühern gesellten. Wer seinen Garten noch genau vor Augen hat, sollte diese Eindrücke für das nächste Frühjahr nutzen.

Tulipa turkestanica

War irgendwo eine Lücke im Beet zu erkennen? Fehlte an einer Stelle eine bestimmte Farbe? Oder hat eine Pflanze besonders überzeugt und sollte im nächsten Jahr mehr Raum bekommen?

„Solange die Bilder noch ganz frisch sind, macht man sich am besten ein paar Notizen zum eigenen Garten”, rät Carlos van der Veek von Fluwel. „Denn im Herbst, wenn die Zwiebeln der Frühlingsblumen in die Erde kommen, hat man meistens schon wieder vergessen, was man verändern wollte.” Aus diesem Grund bietet der passionierte Blumenzwiebelexperte seine Narzissen, Tulpen und Krokusse bereits ab Mitte Mai zum Bestellen an. Jetzt ist eine gute Zeit zum Planen und die Frage, welche Sorten am besten zu den anderen Pflanzen im Frühjahrsgarten passen, einfacher zu beantworten.

Tulpe 'Fenna'

Versendet werden die Zwiebeln natürlich noch nicht. Ihre Rodung beginnt erst im Sommer: Dann kommen sie aus der Erde, werden gesäubert, sortiert und bei idealen Bedingungen gelagert, bis sie – zur richtigen Pflanzzeit im September – verschickt werden. „Eine frühere Pflanzung ist Unsinn”, weiß der Experte.

Vor allem, wer besonders außergewöhnliche Blumenzwiebeln ergattern möchte, sollte jetzt schon aktiv werden. Denn einige Sorten sind nur sehr begrenzter Stückzahl erhältlich. „Gerade die wild anmutenden Sorten waren im letzten Jahr schnell vergriffen”, erklärt van der Veek. „Beispielsweise die Tulipa turkestanica. Ihre sternförmigen Blüten sind elfenbeinweiß mit einem gelben Herzen und weisen an ihrer Außenseite zarte blassrosa Streifen auf. Auch die ‘Fenna‘ ist jedes Jahr sehr beliebt.

Narzisse 'Firebrand'

Diese Tulpe wächst gerade einmal zehn Zentimeter hoch und verblüfft mit einem angenehm zarten Duft.” Bei den Narzissen bringt die alte ‘Firebrand‘ noch heute wilden Charme in den Garten. Schon 1897 kam diese Blumenzwiebel in den Handel und erfährt immer noch Zuspruch. Ihre zarten, schmalen Blütenblätter weisen einen sanften Farbverlauf von Weiß zu Gelb auf und umschließen eine Nebenkrone in fröhlichem Orange. Die ‘Thalia‘ dagegen entwickelt elegante, strahlend weiße Blüten, die auf dünnen Stielen wippen. „Besonders in Kombination mit Pflanzen, die ein dunkles Laub entwickeln, kommen die hellen Blüten dieser Narzisse wunderbar zur Geltung”, so der Niederländer. Das gesamte Sortiment an Frühlingszwiebelblumen ist ab dem 17. Mai 2018 auf www.fluwel.de bestellbar.

Jetzt aber schnell!

Lastminute zum Sommergarten

Dahlie 'Sunshine'

Wer sich schon bald über einen blühenden und duftenden Sommergarten freuen möchte, sollte sich beeilen. Denn die Eisheiligen stehen kurz bevor und läuten die Gartensaison für Sommerblumen wie Dahlien, Zantedeschia oder Nerinen ein. Für diejenigen, die nicht etwa Zwiebeln und Knollen im Gartenhaus oder Keller überwintert haben, bedeutet das: Jetzt ins Internet und bestellen, denn die Pflanzen sind nur noch für kurze Zeit erhältlich!

Die Tage der Eisheiligen sind nach dem 15. Mai vorbei. Danach können alle nicht winterharten Sommerpflanzen in den Garten gebracht und gepflanzt werden. Dabei steht der eigenen Kreativität fast nichts im Wege: Man kann sich auf eine Pflanzenart konzentrieren oder ganz unterschiedliche Pflanzen miteinander arrangieren, man kann farbenfroh mixen oder den Garten hinsichtlich eines Farbschemas gestalten.

Pompon-Dahlien

„Ich finde es beispielsweise wunderschön, verschiedene Dahlien miteinander zu kombinieren”, schwärmt Carlos van der Veek von Fluwel. „Pompondahlien neben einfach Blühenden, dazwischen einige Kaktus- und Seerosendahlien. Die Vielfalt der Dahlie ist enorm! Der besondere Charme der Dahlie liegt aber in ihrer langen Blütezeit. Von Anfang Juli bis Ende Oktober schmückt sie sich mit prächtigen Blüten.”

Puristisch, fast schon futuristisch, wirkt dagegen die Zantedeschia. Ihre aufgerollten Blütenkelche umschließen einen Kolben mit unzähligen, kleinen Blüten. Das Knollengewächs kommt besonders in großen Kübeln auf der Terrasse oder dem Balkon gut zur Geltung. Doch auch im Beet macht sich die Sommerpflanze einfach gut.

Zantedeschia 'Picasso'

“Vielen ist die Zantedeschia umgangssprachlich auch als ‘Zimmercalla’ bekannt”, erklärt der Blumenzwiebelexperte van der Veek. „Daher gehen einige Hobbygärtner davon aus, dass die Zantedeschia nur für Indoor geeignet ist. Dabei gibt es eine Reihe von Knollen-Zantedeschia, die hervorragende Gartenpflanzen sind und unter freiem Himmel wunderbar blühen.” Über zwanzig verschiedene Sorten bietet der Niederländer in seinem Webshop an: Zantedeschia in knalligem Rot, sonnigem Gelb, zartem Rosa oder auch schlichtem Weiß sind dort zu finden.

Auch die Blumenzwiebeln von Nerinen und Amarinen kommen nach den Eisheiligen in den Gartenboden. Hierzulande sind die eleganten Gewächse noch relativ unbekannt, da sie lange Zeit nur sehr unzuverlässig blühten. Die Nerinen, die aktuell erhältlich sind, haben sich jedoch hervorragend als Gartenpflanzen bewährt.

Nerine bowdenii 'Vesta'

„Besonders empfehlenswert sind die Amarinen – eine Kreuzung der Nerine bowdenii mit der Amaryllis belladonna”, betont van der Veek. „Wirklich robuste Pflanzen, die von Jahr zu Jahr mehr Blüten entwickeln.” Diese Neuheiten verzaubern neben ihren zarten Farben und ihrer außergewöhnlichen Form zudem mit einem zarten Schimmer und einem angenehm süßen Duft. Ihre Knollen sind noch bis Mitte Mai auf www.fluwel.de erhältlich – ebenso alle weiteren Knollen und Zwiebeln von sommerblühenden Pflanzen. Wer seinen Garten blütenreich gestalten möchte, sollte also direkt stöbern und bestellen.

Die Eisheiligen stehen vor der Tür!

Endlich können Dahlien und Co. in die Erde

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die Kalte Sophie – das sind die Heiligen, die schon seit Jahrhunderten ein Inbegriff für späten Frost und Kälte sind. Dabei haben die Fünf in ihrem Ursprung nichts mit dem Wetter oder dem Garten zu tun. Wieso sind sie bei Hobbygärtnern dennoch so gefürchtet?

Dahlien sind nicht winterhart

Die fünf Heiligen lebten im vierten und fünften Jahrhundert. Zwei waren katholische Bischöfe, drei gingen als christliche Märtyrer in die Geschichte ein. Aufgrund ihrer Taten wurden sie Jahrhunderte später vom Papst heiliggesprochen und erhielten Ehrentage zugewiesen: vom elften bis zum 15. Mai. Im katholischen Mittelalter waren diese Tage elementar mit dem Alltag der Menschen verknüpft – so wussten auch die Bauern ganz genau, welches Datum für welchen Heiligen steht. Über die Jahre erkannten sie, dass während der sogenannten Lostage Mitte Mai oft noch mit Spätfrösten zu rechnen war. So entstand der Begriff der „Eisheiligen”. Aus solchen Beobachtungen entwickelten sich eine Reihe von Bauernregeln, die mit gereimten Tipps durch das landwirtschaftliche Jahr führten. So heißt es beispielsweise: „Wenn’s an Pankratius gefriert, so wird im Garten viel ruiniert” oder auch “Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.”

Carlos van der Veek von Fluwel

Auch wenn diese Bauernregeln schon uralt sind und sich während der letzten Jahrhunderte sogar der Kalender geändert hat – vom julianischen zum gregorianischen – spielen die Eisheiligen immer noch eine wichtige Rolle. Sie bieten eine grobe Orientierung, ab wann nicht winterharte Pflanzen in den Boden gesetzt werden können. „Besonders bei Dahlien, Zantedeschia oder Anemonen hilft es, sich an diesen Tagen zu orientieren”, betont Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. „Wie die meisten sommerblühenden Blumenzwiebeln und Knollen sind diese Exotinnen hierzulande nicht winterhart und dürfen erst nach den letzten Spätfrösten in den Boden kommen.” Zwar variieren die klimatischen Verhältnisse von Region zu Region und auch nach den Eisheiligen kann es noch kalt werden – aber in der Regel ist ab Mitte Mai die Gefahr für Frühlingsfrost vorbei. Weitere Informationen, Pflanztipps und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.

Dahlien für den Topf

Jetzt Terrasse und Balkon bepflanzen

Dahlien sind imposante Sommerblumen, die von Juli bis Oktober mit einer großen Blütenpracht beeindrucken. Da sie ursprünglich aus Mexiko stammen, mögen sie es sonnig und warm und kommen erst Mitte Mai in den Gartenboden. „Eine ganze Reihe von Dahlien sind übrigens auch für die Terrasse und den Balkon geeignet”, hebt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel hervor.

Dahlie 'Jewel Pink'

„Mit einer Wuchshöhe von 50 Zentimetern ist beispielsweise die ‘Jewel Pink‘ eine der kleinsten Dahlien und eignet sich hervorragend für Balkone mit wenig Platz.” Beinahe doppelt so groß ist die Seerosendahlie ‘Karma Choc‘. Fast schwarz mit einem Hauch von Weinrot thronen ihre imposanten Blüten auf einem Meter hohen Stielen. Vor allem vor weißen Hauswänden kommen sie wunderbar zur Geltung. „Wer es außergewöhnlich mag, entscheidet sich am besten für die Kaktusdahlie ‘Mingus Randy‘”, schlägt der Niederländer vor. „Ihre Blüten sehen wirklich faszinierend aus, denn sie erinnern mit ihren eingerollten Blättern und ihrem zarten Rosa und Weiß ein wenig an Seeanemonen.”

Dahlie 'Sunshine'

Die ‘Sunshine‘ hingegen überzeugt mit schlichter Eleganz – auf den ersten Blick könnte man denken, bei ihr handele es sich um gar keine Dahlie. Denn ihre einfachen Blüten sehen so ganz anders aus, als die Blüten ihrer Schwestern. Sanft wiegen sie sich auf dünnen Stielen und lassen mit einem faszinierenden Farbverlauf von knalligem Orange zu sanftem Pastellgelb die Sonne auf der Terrasse aufgehen. Da sich auch Bienen und Hummeln über die ‘Sunshine‘ und ihre Pollen und den schmackhaften Nektar freuen, ist in der Nähe dieser Dahlie immer ein fröhliches Insektentreiben zu beobachten. Weitere Informationen und das gesamte Dahliensortiment sind auf www.fluwel.de zu finden.

Einfach dufte!

Die Ismene für den Sommergarten

Die Blüte der Ismene, botanisch Hymenocallis, erinnert ein wenig an eine Narzisse, auch ihre Zwiebeln sind denen der bekannten Frühlingszwiebelblume ähnlich. So erklärt sich auch ihre Bezeichnung als „Peruanische Narzisse”. Doch es gibt einige entscheidende Unterschiede: während die Narzisse im Herbst in den Boden kommt, ist die Pflanzzeit der sommerblühenden Ismene im Frühling – zu der Zeit, in der die Narzisse bereits fröhlich mit ihren Blütenköpfen wippt.

Hymenocallis festalis 'Zwanenburg'

Vor allem aber sind es ihre äußeren Blütenblätter, die die Ismene deutlich von anderen Blumen unterscheidet: sie sind schmal, lang und drehen sich exzentrisch nach außen. „Besonders filigran sind die Blüten der weißen Hymenocallis festalis ‘Zwanenburg‘. Sie thronen auf langen, grünen Stielen und haben ein gelb-grünes Herz”, erklärt Carlos van der Veek von Fluwel. „Die ‘Sulpher Queen‘ hingegen besticht mit fröhlichen, gelben Blüten auf stabilen Stielen, die ungefähr einen halben Meter hoch werden.”

Aus einer Zwiebel wachsen mehrere Stiele, an denen wiederrum bis zu fünf Blüten entstehen. Daher empfiehlt sich ein Pflanzabstand von circa zwanzig Zentimetern, damit sich die großen Blüten nicht in die Quere kommen. Da die Ismene aus warmen Gegenden stammt, entwickelt sie sich an einem sonnigen, windgeschützten Standort am besten. Ideal ist die Nähe der Terrasse oder der Hauswand neben der Eingangstür, denn die Exotin verströmt einen angenehmen, süßen Duft.

Hymenocallis 'Sulpher Queen'

Diese Zwiebelblumen wachsen sowohl im Kübel, als auch im Beet gut und sollten etwa zehn bis 15 Zentimeter tief in die Erde gesetzt werden. Wichtig ist, dass die feinen Wurzeln der Zwiebeln dabei nicht beschädigt werden. Da Hymenocallis nicht winterhart sind, sollten die Eisheiligen Mitte Mai abgewartet werden, bevor die Zwiebeln in den Garten kommen, denn Bodenfröste vertragen sie gar nicht. „Natürlich kann die Ismene schon jetzt im Topf vorgezogen werden”, so Blumenzwiebelspezialist van der Veek. „Pflanzt man sie anschließend direkt mit dem Topf in den Gartenboden, ist sie zudem vor Wühlmäusen geschützt.”

Weitere Informationen und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln und Knollen sind auf www.fluwel.de zu finden.