Standfest in Töpfen und Kübeln

Zwiebelblumen für Balkon und Terrasse

Tulpe 'Calgary'

Tulpen, Narzissen, Hyazinthen – die farbenfrohe Vielfalt der Zwiebelblumen feiert im Garten ein fröhliches Frühlingfest. Dazu müssen jedoch erst die Zwiebeln in die Erde. Im Herbst ist die richtige Pflanzzeit. „Häufig wird der Fehler gemacht, dass die Zwiebeln nicht tief genug in den Boden gepflanzt werden. Als Faustregel gilt, das Pflanzloch zwei bis dreimal so tief auszuheben, wie die Zwiebel groß ist”, erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek vom Online-Shop Fluwel. „Ich empfehle, vor allem Tulpenzwiebeln 15 Zentimeter oder sogar noch etwas tiefer einzupflanzen, weil sie so im Frühling mehr Standfestigkeit besitzen. Das ist besonders wichtig, wenn man die Zwiebeln in Töpfe und Kübel pflanzt.”

Pflanzzeit Herbst

Ob Klassiker, Neuheit oder Rarität – bei Blumenzwiebeln lohnt es sich, die Vielfalt kennenzulernen und auf Qualität zu achten, umso zuverlässiger und schöner werden die Pflanzen im kommenden Frühling blühen. Bei Fluwel findet man auch kurze Tulpen, die sich besonders gut für die Topfkultur eignen. Bestes Beispiel ist die Sorte ‘Calgary’. Sie bildet schöne weiße Blüten, ihre Stiele werden jedoch nicht länger als 25 Zentimeter. Eine sehr gute Topfnarzisse ist die Sorte ‘Hawera’ mit ihren vielen kleinen hellen Blüten. Perfekter Begleiter ist hier die kurze Wildtulpe ‘Lilac Wonder’ in Rosa-Violett und zartem Gelb. Auch für die ersten Sommermonate kann man schon Im Herbst vorsorgen: der Zierlauch Allium ‘Cameleon’ blüht ab Juni. Seine rosa-weißen Blüten kommen am besten in einem breiten Gefäß zur Geltung. „Wenn Sie Blumenzwiebeln in Töpfe pflanzen, ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie über den Winter nicht austrocknen“, so van der Veek. „Gießen Sie deshalb regelmäßig an frostfreien Tagen und schützen Sie die Zwiebeln mit einer isolierenden Schicht aus Tannenzweigen, Blättern oder Stroh vor Frost.”

Frühlingsblüher für den Vorgarten:

Willkommensgruß an Alle

Tulpe 'Muvota'

Der Vorgarten ist das erste, was Spaziergänger, Nachbarn und Gäste von uns sehen. Er gibt ihnen einen Eindruck davon, wer wir sind und wie wir leben. Lange Zeit wurde er daher auch als die „Visitenkarte des Hauses” bezeichnet. Darüber hinaus ist der kleine Garten vor dem Haus eine erste Begrüßung: Mit einer grünen und blühenden Bepflanzung heißen wir unsere Besucher freundlich willkommen, aber auch uns selbst. Wer sich und seinen Gästen im Frühjahr einen ganz besonderen Empfang bereiten möchte, sollte jetzt aktiv werden. Denn die Blumenzwiebeln und Knollen von Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder auch Schneeglöckchen kommen jetzt in die Erde.

Die meisten frühblühenden Zwiebelpflanzen und Knollengewächse brauchen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung. Daher können sie bis in den Dezember in die Erde gebracht werden. Um sich selbst einen Gefallen zu tun, sollte man jedoch besser früh als spät mit dem Pflanzen beginnen und einen Tag wählen, an dem es nicht friert. Denn die Zwiebeln kommen – grobe Regel – doppelt so tief in die Erde, wie sie dick sind. Bei Zierlauch (Allium) und Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) bedeutet das ein gut 20 Zentimeter tiefes Loch, was bei gefrorener Erde natürlich nur schwer auszuheben ist.

Eranthis hyemalis

Am besten nimmt man ein kleines Schäufelchen zu Hilfe und setzt die runden Kraftpakete mit der Nase nach oben in den Boden. „Düngen ist nicht nötig, denn qualitativ hochwertige Blumenzwiebeln und Knollen haben im Herbst bereits ausreichend Nährstoffe für ihr Wachstum gespeichert”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Gute Qualität ist übrigens daran zu erkennen, dass sich die Zwiebeln schön fest anfühlen und keine Verletzungen aufweisen. Zudem gilt: Je dicker, desto größer und schöner die Blüte.”

Die ersten Frühjahrsblumen recken bereits im Februar ihre Blütenköpfe aus dem Boden – unbeeindruckt von Frost und Schnee. Die Letzten haben ihren großen Auftritt dagegen erst im Juni. Wählt man die unterschiedlichen Frühlingsblumen hinsichtlich ihrer Blütezeiten aus, kann man einfach einen monatelang blühenden Vorgarten gestalten.

Crocus vernus 'Grand Maitre'

„Viele Gartenbesitzer verbinden mit dem Frühling hauptsächlich Tulpen und Narzissen“, so van der Veek. „Das ist nicht verwunderlich, denn ihre Farben- und Formenvielfalt ist schlicht beeindruckend: Von einfach bis gefüllt, einfarbig bis mehrfarbig oder auch mit interessanten Mustern. An ihrer Pracht kann man sich gar nicht sattsehen. Doch auch eine Reihe weiterer Zwiebel- und Knollengewächse vertreiben den Winter-Blues und heißen das neue Jahr – sowie uns und unsere Gäste – herzlich willkommen.” Auf die zierlichen, weißen Schneeglöckchen (Galanthus) und leuchtend gelben Winterlinge (Eranthis hyemalis) folgen weiße, gelbe und violette Krokusse. Zu den sternenförmigen Blüten des Schneestolz (Chionodoxa) gesellen sich die Persische Fritillarie (Fritillaria persica), das Spanische Hasenglöckchen (Hyacinthoides hispanica) und der Einblütige Frühlingsstern (Ipheion uniflorum). Aber auch die Blauen Traubenhyazinthen (Muscari) und die Prärielilien (Camassia) bieten ein eindrucksvolles Bild. Den Abschluss bilden schließlich die imposanten Blütenkugeln des Zierlauchs (Allium).

Tulpenzwiebelmischung 'Wellspring'

Wer keinen eigenen Vorgarten hat, kann die Einfahrt oder den Eingangsbereich des Hauses auch mit bepflanzten Töpfen schmücken. „Einige Zwiebelgewächse machen sich in großen Gefäßen sehr gut, zum Beispiel die rosafarbene Tulpe ‘Janis Joplin‘ oder die kleine Reifrocknarzisse ‘Mary Poppins‘. Aber auch Anemone blanda oder der Siberische Blaustern (Scilla siberica) kommen in Töpfen gut zur Geltung”, erklärt van der Veek. Bei der Pflanzung in Kübeln ist es wichtig, dass das Gieß- und Regenwasser durch ein Loch abfließen kann. Denn Staunässe vertragen die Wurzeln der Zwiebeln gar nicht. Weitere Informationen und ein breites Sortiment an frühjahrsblühenden Blumenzwiebeln und Knollen auf www.fluwel.de.

Narzissen überraschen mit großer Vielfalt

„Lassen Sie sich verführen…“

Narzisse 'Ambon'

In einigen Wochen beginnt die Pflanzzeit für frühlingsblühende Blumenzwiebeln. Die beliebteste unter ihnen ist hierzulande die Tulpe, erst an zweiter Stelle folgt die Narzisse. Im gartenbegeisterten England liegt sie hingegen ganz vorn in der Gunst der Pflanzenliebhaber. Aus irgendeinem Grund jedoch denkt man in Deutschland bei Narzissen sofort an gelbe „Osterglocken”, die sich wie ein Ei dem anderen gleichen. Als Frühlingsboten sind sie durchaus „nett anzusehen”, aber mit der Vielfalt der Tulpen nicht zu vergleichen, meinen viele. „Einmal sagte sogar eine Frau zu mir: ‚Narzissen? Das sind doch diese groben gelben Blumen‘”, erzählt Carlos van der Veek, passionierter Narzissenexperte von Fluwel. „Ich finde es schade, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass es Narzissen in so vielen Formen und Farben gibt – Gelb, Weiß, Orange oder Lachsrosa – und sie sich hervorragend für den Garten eignen.”

Carlos van der Veek

Die Liebe zu Narzissen wurde dem Niederländer in die Wiege gelegt. Das Sammeln und Züchten dieser Zwiebelblumen war das Lebenswerk seines inzwischen verstorbenen Vaters. Van der Veek führt die Familientradition fort und wandert jeden Frühling durch seine Versuchsgärten, um sich tausende Sorten Blüte für Blüte anzuschauen – immer auf der Suche nach den schönsten Narzissen. „Die gefüllten, zweifarbigen Blüten von ‘Ambon’, die wunderbare Leichtigkeit einer zitronenfarbenen ‘Tenuior’, die Leuchtkraft der ‘Cool Flame’ in Weiß und Apricot oder die kleinen Reifrocknarzissen – ich finde sie unglaublich schön, fröhlich und liebenswert. Außerdem sind Narzissen treu: einmal gepflanzt kommen sie jeden Frühling wieder.” Im Sommer werden auf van der Veeks Hof in Nord-Holland die Blumenzwiebeln geerntet, sortiert, gesäubert und bis zur Pflanzzeit gelagert. „Auch in diesem Frühling habe ich auf meinen Streifzügen unzählige Narzissen mit der Kamera festgehalten. Lassen Sie sich von den wunderschönen Fotos der Narzissen, die ich für unsere Webseite gemacht habe, verführen! Vielleicht springt der Funke ja über und Sie finden Ihre Lieblinge für Ihren Garten im nächsten Frühjahr.” Blumenzwiebeln von Narzissen und anderen Frühlingsblüher können im Onlineshop www.fluwel.de bestellt werden – geliefert wird immer zur passenden Pflanzzeit.

Ach du dickes Ei!

Oder: Wenn Tulpen schlüpfen

Osterndeko mit Tulpen

Ob gefärbt, bemalt, beklebt, ausgeblasen, naturbelassen, hart oder weich gekocht – Eier gehören zum Osterfest einfach dazu. Warum das so ist, scheint für Brauchtumsforscher eine schwer zu klärende Frage. Schon Perser und Ägypter verzierten Eier zum Frühlingsfest als Symbol für Fruchtbarkeit und Erneuerung. Aber auch in vielen anderen Kulturen stand das Ei für Leben und Vitalität. Wahrscheinlich haben die Christen es deshalb als Symbol für die Auferstehung Jesu übernommen, die zu Ostern gefeiert wird. Eine andere Theorie nähert sich dem Osterei eher von einer praktischen Seite: Da in der Fastenzeit früher nicht nur der Verzehr von Fleisch verboten war, sondern auch keine Eier gegessen werden durften, wurden sie hart gekocht, um sie haltbar zu machen, und gefärbt, um sie von den rohen unterscheiden zu können. Am Ende der Fastenzeit – also zu Ostern – waren die Vorräte voll und die vielen Eier wurden gern verschenkt.

Straußenei mit Tulpe

Auch heute werden zum Osterfest ganz traditionell noch häufig Eier gegessen. In puncto Beliebtheit haben Schokoeier den Hühnereiern in den letzten Jahren jedoch vielfach den Rang abgelaufen. Wenn es um geschmackvolle Osterdekoration geht, hat das Naturprodukt aber immer noch die Nase vorn. Besonders häufig werden Eier mit Frühlingsblumen wie Tulpen, Narzissen und Anemonen oder mit Ästen von frühblühenden Gehölzen kombiniert. Der Klassiker: Ausgeblasene Eier, die nach Lust und Laune verziert und dann in die Zweige eines Straußes gehängt werden. Es geht aber auch anders: Wenn man die Löcher in der Schale solcher Eier etwas größer bricht und sie bei Tulpen vorsichtig über die Stiele bis unter die Blüte schiebt, entsteht der Eindruck, als würden diese aus dem Ei entspringen. Die spitz zulaufenden Knospen der Frühlingsboten erinnern an die Schnäbel von jungen Vögeln, die die Schale gerade aufgepickt haben, um zu schlüpfen.

Längst sind es aber nicht nur Hühnereier, die ihren Platz in Ostersträußen finden. Im Handel werden beispielsweise auch kleine, ausgeblasene Wachteleier angeboten. Das Schöne daran: Sie sind von Natur aus gescheckt und jedes sieht anders aus. Wer es eine Nummer größer mag, greift zu Straußeneiern. Diese lassen sich in ansprechende Minivasen umfunktionieren. Einfach das obere Loch vorsichtig etwas größer brechen und das untere mit ein paar Tropfen Kerzenwachs versiegeln. Damit solche Eiervasen trotz ihrer Form stehen bleiben, kann man sie entweder in ein dekoratives Nest aus Ästen und Moos setzen oder man füllt eine flache Form mit Vogelsand und platziert sie darin.

Von Hasen, Eiern und Tulpen

Ostern ohne? Unvorstellbar!

2023 steht ganz im Zeichen des Hasen, zumindest wenn es nach der chinesischen Astrologie geht. Ähnlich wie im Westen gibt es in dem asiatischen Kulturkreis zwölf Tierkreiszeichen. Mit dem Unterschied allerdings, dass sie sich nicht wie in der hiesigen Systematik monatlich abwechseln, sondern gleich das Leben eines ganzen Jahres beeinflussen sollen. Wer daran glaubt, blickt wahrscheinlich hoffnungsvoll auf 2023, denn der Hase verspricht Langlebigkeit, Frieden und Wohlstand.

Hase und Tulpen

Bei uns haben die Langohren zwar nicht monatelang, dafür aber traditionell jedes Jahr zu Ostern ihren großen Auftritt. Wieso das so ist, weiß heute niemand mehr so ganz genau. Eins ist aber sicher: Bis sie sich als alleinige Lieferanten von Ostereiern etabliert hatten, dauerte es eine gewisse Zeit. Lange machten ihnen in einigen Regionen Deutschlands nämlich Füchse, Hähne und sogar Störche Konkurrenz. Manche vermuten, dass die Tradition der Ostereier aus dem Heidentum übernommen wurde, denn in vorchristlicher Zeit war es üblich, Eier zu Ehren „Ostaras” – Göttin der Morgenröte – zu verschenken. Andere sehen in den Eiern eher ein Symbol für Auferstehung und damit eine enge Verbindung zum christlichen Osterfest. Wie dem auch sei: Etwa um 1800 kam es in Mitteleuropa in bürgerlichen Kreisen in Mode, für die Kinder an den Ostertagen bunt gefärbte Eier zu verstecken. Da im Frühling vermehrt ausgehungerte Hasen auf Nahrungssuche in den Gärten zu beobachten waren, erzählte man den Kleinen gern, dass die sonst so scheuen Tiere gekommen seien, um diese besonderen Eier zu bringen.

Gelbe Tulpen

Mittlerweile gehören Eier und Hasen-Figuren zu den beliebtesten Accessoires, wenn es darum geht, die eigenen vier Wände für die Ostertage fröhlich zu dekorieren. Da das Fest immer in den ersten Frühlingswochen begangen wird, dürfen natürlich auch frische Blumen nicht fehlen. Besonders beliebt sind jetzt Tulpen – und das liegt nicht nur an ihren eiförmigen Blüten. Auch was den Farbenreichtum angeht, können sie mit den Ostereiern auf jeden Fall mithalten: Es gibt sie von Dunkelviolett über Knallrot und Gelb bis hin zu zarten Pastelltönen und Weiß. Manche sind sogar zwei- oder mehrfarbig und zeigen interessante Musterungen. Ganz gleich, ob man sich bei einem Strauß nun auf eine Tulpensorte konzentriert, einige wenige, farblich aufeinander abgestimmt kombiniert oder aus dem Vollen schöpft und bunt mischt – mit den Frühlingsblumen holt man sich einen echten Frischekick und viel Freude ins Haus. Weitere Informationen gibt’s unter: www.tulpenzeit.de