Bunte Vasenparade

Die Tulpe kann nicht nur Strauß

Vasenparade

Mit einem Bund frischer Schnittblumen kann man sich schon jetzt den Frühling ins Haus holen. Vor allem das Angebot an Tulpen ist derzeit riesig. Kein Wunder, gehören die beliebten Zwiebelgewächse doch zu den variantenreichsten Blumen der Welt: Von Dunkelviolett über Knallrot und Sonnengelb bis hin zu zarten Pastelltönen, Creme und Weiß – die Farbpalette, aus der man wählen kann, ist wirklich enorm. Manche Sorten sind sogar zwei- oder mehrfarbig. Und auch bei der Blütenform gibt es einiges zu entdecken. Neben den sogenannten Einfachen Tulpen findet man beispielsweise Lilienblütige, deren Blütenblätter nach oben spitz zulaufen, Gefüllte, die mit einer Vielzahl von Blütenblättern aufwarten, oder Papageientulpen, deren Blüten an die flatternden Flügel exotischer Vögel erinnern. Wer sich nicht entscheiden kann und es bunt mag, lässt sich beim Floristen einfach einen Strauß mit vielen unterschiedlichen Sorten zusammenstellen.

Unterschiede herausarbeiten oder Gleichklang schaffen

Gleichklang

Aber nicht nur als Strauß machen die Tulpen eine gute Figur. Ein echter Hingucker ist es auch, wenn man die Stiele in mehreren schmalen und bauchigen Glas- oder Porzellangefäßen verteilt und nebeneinander platziert. Diese können völlig identisch sein oder sich auch in Größe und Aussehen deutlich unterscheiden. Interessant sieht beispielsweise ein Mix aus verschiedenen Blumenvasen aus. Dabei ist es egal, ob diese neu oder alt sind. Wer sich bei der Oma im Keller oder auf einem Flohmarkt mal umschaut, findet dort zumeist extravagant geformte Objekt aus den 1960er und 1970er Jahren. Damit ein solches Arrangement aber trotz aller Unterschiede optisch eine Einheit bildet, sollten die ausgesuchten Stücke zumindest eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: Wenn sie beispielsweise alle die gleiche Farbe haben, hat das zumeist eine edle Anmutung. Auch die Beschränkung auf eine bestimmte Farbfamilie – etwa Pastell oder unterschiedliche Grüntöne – ist sehr geschmackvoll. Bei der Kombination von bunt gemusterten Gefäßen empfiehlt es sich darauf zu achten, dass zumindest ein Farbton als „roter Faden” in jedem Dekor auftaucht. Wenn die Optik der Fundstücke allerdings insgesamt etwas zu Retro ist, kann man ihnen übrigens ganz leicht mit etwas Sprühlack ein neues, modernes Aussehen verschaffen. Auch ausgediente Glasflaschen von Smoothies, Wein oder anderen Getränken eigenen sich gut für ein Blumenarrangement mit Tulpen. Werden diese „alternativen Vasen” zusätzlich auf einem passenden Tablett arrangiert, kommen sie noch besser zur Geltung. Ihre Etiketten lassen sich in der Regel durch ein längeres Bad im warmen Wasser sehr gut ablösen.

Flaschen

Je nach Größe der ausgewählten Gefäße kann man sie nur mit einem Blütenstiel bestücken oder auch mehrere Blumen hineinstellen. Hat man sich für identische Flaschen oder Vasen entschieden, wird der Gleichklang zusätzlich betont, indem man sich auf eine einzige Tulpensorte konzentriert. Eine solche wiederkehrende Symmetrie strahlt Ruhe aus. Wesentlich lebhafter wird es, wenn man möglichst unterschiedliche Tulpenblüten in den Gefäßen verteilt und so die Vielfalt der Zwiebelblume zeigt. Natürlich lassen sich bei so einem Mehr-Vasen-Arrangement auch ganz verschiedene kurz- und langstielige Blumen miteinander mischen. Zu Tulpen passen beispielsweise ganz hervorragend andere Frühlingsboten wie Ranunkeln oder Hyazinthen, die es ebenfalls in vielen Farben gibt. Und auch frisch geschnittene Zweige frühblühender Sträucher – wie Zierkirsche oder Scheinquitte – sind ideale Vasennachbarn oder -partner. Vor allem weil ihre vielen, sehr kleinen Knospen einen schönen Kontrast zu den deutlich größeren Tulpenblüten bilden. Der Klassiker im Frühjahr ist natürlich die Kombination von Tulpen und Narzissen. Was viele nicht wissen: Gerade dabei macht das Nebeneinander mehrerer Vasen einen Sinn, denn Narzissen geben für gewöhnlich über ihre Stängel eine schleimige Substanz ins Wasser ab, die die Leitungsbahnen der Tulpen verkleben kann und sie dann schneller welken lässt.

Mit einer gewissen Auswahl an einfachen Gefäßen und einigen Frühjahrsblühern lassen sich also im Handumdrehen immer neue, wunderbare Blumendekorationen für die eigenen vier Wände kreieren. Falsch machen kann man dabei nichts und es gibt auch keine festen Regeln. Generell gilt: Einfach mal selbst ausprobieren, was zusammenpasst und was einem persönlich gefällt.

Für jeden Beziehungsstatus:

Frühlingsgefühle am Tag der Verliebten

Es gibt bestimmte Tage im Jahr, die sollte man auf keinen Fall vergessen, sonst könnte in den zwischenmenschlichen Beziehungen das Thermometer unter Null fallen. Geburts- und Hochzeitstage gehören ohne Zweifel dazu. Beim Valentinstag, am 14. Februar, scheiden sich die Geister: Für die einen ist er ein wichtiges Datum im Kalender, die anderen sind überzeugt, sie würden auch sonst nicht mit Zuneigungsbeweisen geizen und benötigten dafür keinen Extra-Tag.

Tulpen: Ideale Geschenke für jeden Beziehungsstatus

Es müssen ja keine teuren und großen Geschenke sein. Blumen sind nach wie vor eine schöne Geste, um zu sagen: Ich habe an dich gedacht und du bist mir wichtig. Im Februar kann man vor allem mit bunten Frühjahrsblumen punkten. Die sind unkompliziert, verbreiten Fröhlichkeit und sind auch nicht so mit Bedeutungen überfrachtet wie rote Rosen. Tulpen gibt es in vielen unterschiedlichen Farben: Von kräftigen Rot-, Gelb- und Orangetönen bis zu zarten Pastellnuancen reicht die Palette. Auch mehrfarbige Sorten sind erhältlich. Da findet sich leicht für jeden „Beziehungsstatus” ein passender Valentinsstrauß, der Frühlingsgefühle aufkommen lässt. Überholt ist übrigens die Vorstellung, dass ausschließlich Frauen mit Blumen beschenkt werden. Auch die meisten Männer freuen sich durchaus über ein solches Zeichen der Zuneigung!

Historie

Anders als viele glauben, ist der Valentinstag keine US-amerikanische Erfindung, sondern hat seine Wurzeln hier in Europa. Über den Ursprung gibt es allerdings verschiedene Thesen. Der Namensgeber ist höchstwahrscheinlich Valentin von Terni. Trotz eines Verbotes des römischen Kaisers soll der Priester im dritten Jahrhundert christliche Liebespaare getraut haben und dafür hingerichtet worden sein. Die Vermutung liegt nahe, dass die Katholische Kirche den Todestag des populären Mannes, der später heiliggesprochen wurde, geschickt mit einem Feiertag der Antike verknüpfte.

Ein Strauß Tulpen zum Valentinstag

Im alten Rom gedachte man am 14. Februar nämlich der Göttin Juno, die als Schützerin der Ehe galt. Schon damals sollen Frauen an diesem Tag Blumengeschenke erhalten haben. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte hatten dann verschiedene Entwicklungen Einfluss auf die Bräuche zum Valentinstag. Mit der Minnegesang-Bewegung im 14. Jahrhundert wurde es beispielsweise modern, Frauen mit Liebeslyrik zu schmeicheln. Bis zum Mittelalter hatte sich das Datum schließlich endgültig in Frankreich und England als Tag der Liebenden durchgesetzt. Auswanderer nahmen die Tradition später mit nach Amerika, wo sie sich bis heute großer Beliebtheit erfreut.

Je früher, desto besser …

Auch wenn’s komisch klingt: Lilien jetzt schon pflanzen!

Lilie 'Eyeliner'

Nicht immer ist ein früher Start auch ein besserer Start – im Sport führt er zur Disqualifizierung, im Fernverkehr zu Unmut bei denen, die den Flug oder die Bahn deshalb verpassen, in der Küche hat man, wenn man zu früh mit den Vorbereitungen beginnt, beim Eintreffen der Gäste entweder verkochtes oder wieder kaltgewordenes Essen und im Garten kann ein frühzeitiger Griff zur Schaufel zum Eingehen der Pflanzen führen. Doch manchmal ist ein früher Start auch ein richtig guter Start, zum Beispiel bei Lilien.

Zwar gilt gemeinhin der Frühling als Pflanzzeit für Lilien, tatsächlich tut man den Gewächsen aber Gutes, wenn man sie bereits im Winter in den Boden bringt. Grund sind ihre nackten Zwiebeln, die keine schützende Außenhaut besitzen und daher an der frischen Luft leicht austrocknen. Deswegen ist es auch schwierig, Lilien über einen längeren Zeitraum richtig zu lagern.

Lilium lancifolium

Experte Carlos van der Veek rät daher, Lilien schon ab Mitte Januar in den Garten zu pflanzen: „In der Erde fühlen sich die Blumenzwiebeln einfach am wohlsten. Dort sind sie geschützt und können früh mit dem Wurzeln beginnen. Und keine Sorge, Lilien sind sehr winterhart und vertragen Minustemperaturen bestens.” Dennoch sollte man für die Pflanzung einen etwas wärmeren Tag wählen – nicht für die Lilie, sondern um sich selbst einen Gefallen zu tun, denn die Zwiebeln müssen relativ tief gesetzt werden. Mindestens zehn bis fünfzehn Zentimetern Erde sollten über ihnen liegen, was bei gefrorener Erde eine Herausforderung wäre. Doch es lohnt sich, dem Winter zu trotzen und schon jetzt Garten aktiv zu werden, denn früh gepflanzte Lilien entwickeln sind schlichtweg besser.

Lilien beeindrucken nicht nur mit einer erstaunlich großen Farbpalette, sondern auch mit ganz unterschiedlichen Blütenformen.

Lilie 'Fata Morgana'

Die ockerfarbene ‘African Queen‘ blüht beispielsweise in wildwirkender Trompetenform, die elegante weiße ‘Eyeliner‘ sowie die fast schwarze ‘Mascara‘ haben dagegen eine flache, weit geöffnete, schalenförmige Blüte. Kleiner, aber nicht weniger auffällig, zeigen sich die sogenannten Türkenbundlilien. Bei ihnen sind die Blütenblätter so stark nach hinten gebogen, dass sie an chinesische Lampions erinnern. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel die orangefarbene Lilium lancifolium und die rote Lilium pumilum. Aber es gibt auch noch Arten und Sorten, die sehen so gar nicht nach Lilien aus – die ‘Apricot Fudge‘ zum Beispiel. Ihre Blüte besteht aus einer Vielzahl Blättern, die so kompakt angeordnet sind, dass sie Ähnlichkeit mit einer Rose haben. Auch die leuchtend gelbe ‘Fata Morgana‘ bringt mit ihrer gefüllten Blüte Romantik in den Garten.

Lilium lancifolium 'Flore Pleno'

Diese präsentiert sich aber sehr offen und locker. Extravagant und mit wildem Charme zeigt sich die orangefarbene und braungepunktete Lilium lancifolium ‘Flore Pleno‘.

Gerade die außergewöhnlichen Lilien, die Raritäten und Neuheiten sind meist nur in geringer Stückzahl im Handel und daher schnell vergriffen. Pflanzenliebhaber auf der Suche nach dem Besonderen sollten daher schon jetzt mit dem Stöbern beginnen. Zwar sind die Zwiebeln noch nicht überall erhältlich, doch manche Spezialisten bieten ihr Sortiment bereits seit Anfang des Jahres an. Auf der Website www.fluwel.de des Experten van der Veek sind beispielsweise ab Januar über 40 verschiedene Sorten bestellbar. Dazu gibt es jede Menge interessante Informationen sowie Pflanz- und Pflegetipps.

Ein früher Frühlingsgruß

Die Amaryllis blüht bis in den März

Amaryllis 'Pleasure'

Sie haben keine Lust mehr auf trübe Stimmung und sehnen den Frühling herbei? Dann sollten Sie ihre Wohnung genau jetzt mit Blüten in frischen Farben dekorieren – zum Beispiel mit der Amaryllis. Zwar begegnet einem die Exotin in der Regel eher rund um Weihnachten und das oft als Schnittblume, tatsächlich sind ihre Zwiebeln aber auch jetzt noch erhältlich und blühen bis weit in den März. Das aktuelle Amaryllis-Sortiment bietet außergewöhnliche Schönheiten, die von ihrer Form und Farbe perfekt in das neue Jahr passen.

Während an den Feiertagen Rot absoluter Topseller war, haben jetzt die hellen, fröhlichen Töne ihren großen Auftritt. Wie wäre es zum Beispiel mit etwas Knalligem? Die Amaryllis ‘Pleasure‘ schmückt sich mit einem so intensiven Pink, dass man meinen könnte, sie würde von sich aus leuchten – auf diese Weise vertreibt sie ganz bestimmt jeden Winterblues.

Amaryllis  'Amadeus White'

Etwas zarter zeigt sich dagegen die rosafarbene ‘Rebecca‘ und lässt uns mit ihrer eleganten Trompetenform an die Lilien im Sommer denken. Schlicht weiß mit grünem Herzen ist dagegen die ‘Amadeus White‘ und verbreitet mit ihrer romantisch gefüllten Blüte Frühlingsgefühle. Wer bei einem Hauch Exzentrik nicht nein sagen kann, sollte die Augen nach der ‘Dancing Queen‘ offenhalten – diese Königin hat ein Haupt aus orange-weißen, leicht gekräuselten Blütenblättern. Es scheint fast so, als würde sie vor guter Energie übersprudeln.

Sie brauchen sich übrigens keine Sorgen zu machen: Solange im Wohnzimmer die Heizung läuft und angenehme 20 Grad Celsius herrschen, fühlen sich die Amaryllen dort pudelwohl und treiben genauso eindrucksvoll aus, wie ihre Schwestern im Dezember.

Amaryllis 'Dancing Queen'

„Einen Unterschied gibt es allerdings: Da die Tage langsam wieder heller werden, bleiben die Stiele um einiges kürzer, als man es von früh gepflanzten Amaryllen kennt”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Das ist ein großer Vorteil, denn dadurch haben die Pflanzen einen festeren Stand und knicken auch bei sehr imposanten Blüten nicht um. Zudem nehmen sie in der Höhe weniger Raum ein und können zum Beispiel auch mittig auf dem Tisch platziert werden.” Wenn das kein Grund ist, sich genau jetzt eine frühlingshafte Amaryllis in die Wohnung zu holen! Übrigens: Je größer die Zwiebel, umso mehr Blütentriebe zeigen sich. Qualität zahlt sich daher auch bei Amaryllen aus. Die beschriebenen und auch viele weitere dicke Amarylliszwiebeln sowie Tipps zur Pflanzung und Pflege finden Sie auf www.fluwel.de.

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Tausende Menschen pflücken mitten in der Stadt den Frühling

Am 3. Samstag im Januar steht Amsterdam traditionsgemäß im Zeichen der Tulpe. Rund 15.000 Menschen ließen es sich in diesem Jahr nicht nehmen, bei der Eröffnung der Tulpensaison auf dem Dam Platz in Amsterdam dabei zu sein.

Die niederländischen Tulpengärtner hatten tagelang einen Garten mit 200.000 Tulpen angelegt, der am 18. Januar 2020 zum Pflücken einlud. Jeder Besucher konnte seinen persönlichen Tulpenstrauß mit 20 Stielen in den Lieblingsfarben aussuchen.

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Mit Musik, viel Prominenz und natürlich vielen fleißigen Händen wurde das Tulpenfest gefeiert. Zahlreiche Medien aus dem In- und Ausland begleiteten das gigantische Tulpenspektakel.

Doch nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Belgien und in San Francisco werden Tulpentage organisiert. In Deutschland fällt die Aktion etwas kleiner aus: Zum Ende der Grünen Woche in Berlin, am 26. Januar, werden in der Messehalle 18 die Tulpen des niederländischen Gartens verschenkt. Immerhin auch 15.000!