Je früher, desto besser …

Auch wenn’s komisch klingt: Lilien jetzt schon pflanzen!

Lilie 'Eyeliner'

Nicht immer ist ein früher Start auch ein besserer Start – im Sport führt er zur Disqualifizierung, im Fernverkehr zu Unmut bei denen, die den Flug oder die Bahn deshalb verpassen, in der Küche hat man, wenn man zu früh mit den Vorbereitungen beginnt, beim Eintreffen der Gäste entweder verkochtes oder wieder kaltgewordenes Essen und im Garten kann ein frühzeitiger Griff zur Schaufel zum Eingehen der Pflanzen führen. Doch manchmal ist ein früher Start auch ein richtig guter Start, zum Beispiel bei Lilien.

Zwar gilt gemeinhin der Frühling als Pflanzzeit für Lilien, tatsächlich tut man den Gewächsen aber Gutes, wenn man sie bereits im Winter in den Boden bringt. Grund sind ihre nackten Zwiebeln, die keine schützende Außenhaut besitzen und daher an der frischen Luft leicht austrocknen. Deswegen ist es auch schwierig, Lilien über einen längeren Zeitraum richtig zu lagern.

Lilium lancifolium

Experte Carlos van der Veek rät daher, Lilien schon ab Mitte Januar in den Garten zu pflanzen: „In der Erde fühlen sich die Blumenzwiebeln einfach am wohlsten. Dort sind sie geschützt und können früh mit dem Wurzeln beginnen. Und keine Sorge, Lilien sind sehr winterhart und vertragen Minustemperaturen bestens.” Dennoch sollte man für die Pflanzung einen etwas wärmeren Tag wählen – nicht für die Lilie, sondern um sich selbst einen Gefallen zu tun, denn die Zwiebeln müssen relativ tief gesetzt werden. Mindestens zehn bis fünfzehn Zentimetern Erde sollten über ihnen liegen, was bei gefrorener Erde eine Herausforderung wäre. Doch es lohnt sich, dem Winter zu trotzen und schon jetzt Garten aktiv zu werden, denn früh gepflanzte Lilien entwickeln sind schlichtweg besser.

Lilien beeindrucken nicht nur mit einer erstaunlich großen Farbpalette, sondern auch mit ganz unterschiedlichen Blütenformen.

Lilie 'Fata Morgana'

Die ockerfarbene ‘African Queen‘ blüht beispielsweise in wildwirkender Trompetenform, die elegante weiße ‘Eyeliner‘ sowie die fast schwarze ‘Mascara‘ haben dagegen eine flache, weit geöffnete, schalenförmige Blüte. Kleiner, aber nicht weniger auffällig, zeigen sich die sogenannten Türkenbundlilien. Bei ihnen sind die Blütenblätter so stark nach hinten gebogen, dass sie an chinesische Lampions erinnern. Zu dieser Gruppe zählen zum Beispiel die orangefarbene Lilium lancifolium und die rote Lilium pumilum. Aber es gibt auch noch Arten und Sorten, die sehen so gar nicht nach Lilien aus – die ‘Apricot Fudge‘ zum Beispiel. Ihre Blüte besteht aus einer Vielzahl Blättern, die so kompakt angeordnet sind, dass sie Ähnlichkeit mit einer Rose haben. Auch die leuchtend gelbe ‘Fata Morgana‘ bringt mit ihrer gefüllten Blüte Romantik in den Garten.

Lilium lancifolium 'Flore Pleno'

Diese präsentiert sich aber sehr offen und locker. Extravagant und mit wildem Charme zeigt sich die orangefarbene und braungepunktete Lilium lancifolium ‘Flore Pleno‘.

Gerade die außergewöhnlichen Lilien, die Raritäten und Neuheiten sind meist nur in geringer Stückzahl im Handel und daher schnell vergriffen. Pflanzenliebhaber auf der Suche nach dem Besonderen sollten daher schon jetzt mit dem Stöbern beginnen. Zwar sind die Zwiebeln noch nicht überall erhältlich, doch manche Spezialisten bieten ihr Sortiment bereits seit Anfang des Jahres an. Auf der Website www.fluwel.de des Experten van der Veek sind beispielsweise ab Januar über 40 verschiedene Sorten bestellbar. Dazu gibt es jede Menge interessante Informationen sowie Pflanz- und Pflegetipps.

Ein früher Frühlingsgruß

Die Amaryllis blüht bis in den März

Amaryllis 'Pleasure'

Sie haben keine Lust mehr auf trübe Stimmung und sehnen den Frühling herbei? Dann sollten Sie ihre Wohnung genau jetzt mit Blüten in frischen Farben dekorieren – zum Beispiel mit der Amaryllis. Zwar begegnet einem die Exotin in der Regel eher rund um Weihnachten und das oft als Schnittblume, tatsächlich sind ihre Zwiebeln aber auch jetzt noch erhältlich und blühen bis weit in den März. Das aktuelle Amaryllis-Sortiment bietet außergewöhnliche Schönheiten, die von ihrer Form und Farbe perfekt in das neue Jahr passen.

Während an den Feiertagen Rot absoluter Topseller war, haben jetzt die hellen, fröhlichen Töne ihren großen Auftritt. Wie wäre es zum Beispiel mit etwas Knalligem? Die Amaryllis ‘Pleasure‘ schmückt sich mit einem so intensiven Pink, dass man meinen könnte, sie würde von sich aus leuchten – auf diese Weise vertreibt sie ganz bestimmt jeden Winterblues.

Amaryllis  'Amadeus White'

Etwas zarter zeigt sich dagegen die rosafarbene ‘Rebecca‘ und lässt uns mit ihrer eleganten Trompetenform an die Lilien im Sommer denken. Schlicht weiß mit grünem Herzen ist dagegen die ‘Amadeus White‘ und verbreitet mit ihrer romantisch gefüllten Blüte Frühlingsgefühle. Wer bei einem Hauch Exzentrik nicht nein sagen kann, sollte die Augen nach der ‘Dancing Queen‘ offenhalten – diese Königin hat ein Haupt aus orange-weißen, leicht gekräuselten Blütenblättern. Es scheint fast so, als würde sie vor guter Energie übersprudeln.

Sie brauchen sich übrigens keine Sorgen zu machen: Solange im Wohnzimmer die Heizung läuft und angenehme 20 Grad Celsius herrschen, fühlen sich die Amaryllen dort pudelwohl und treiben genauso eindrucksvoll aus, wie ihre Schwestern im Dezember.

Amaryllis 'Dancing Queen'

„Einen Unterschied gibt es allerdings: Da die Tage langsam wieder heller werden, bleiben die Stiele um einiges kürzer, als man es von früh gepflanzten Amaryllen kennt”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Das ist ein großer Vorteil, denn dadurch haben die Pflanzen einen festeren Stand und knicken auch bei sehr imposanten Blüten nicht um. Zudem nehmen sie in der Höhe weniger Raum ein und können zum Beispiel auch mittig auf dem Tisch platziert werden.” Wenn das kein Grund ist, sich genau jetzt eine frühlingshafte Amaryllis in die Wohnung zu holen! Übrigens: Je größer die Zwiebel, umso mehr Blütentriebe zeigen sich. Qualität zahlt sich daher auch bei Amaryllen aus. Die beschriebenen und auch viele weitere dicke Amarylliszwiebeln sowie Tipps zur Pflanzung und Pflege finden Sie auf www.fluwel.de.

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Tausende Menschen pflücken mitten in der Stadt den Frühling

Am 3. Samstag im Januar steht Amsterdam traditionsgemäß im Zeichen der Tulpe. Rund 15.000 Menschen ließen es sich in diesem Jahr nicht nehmen, bei der Eröffnung der Tulpensaison auf dem Dam Platz in Amsterdam dabei zu sein.

Die niederländischen Tulpengärtner hatten tagelang einen Garten mit 200.000 Tulpen angelegt, der am 18. Januar 2020 zum Pflücken einlud. Jeder Besucher konnte seinen persönlichen Tulpenstrauß mit 20 Stielen in den Lieblingsfarben aussuchen.

Tulpentag 2020 in Amsterdam

Mit Musik, viel Prominenz und natürlich vielen fleißigen Händen wurde das Tulpenfest gefeiert. Zahlreiche Medien aus dem In- und Ausland begleiteten das gigantische Tulpenspektakel.

Doch nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Belgien und in San Francisco werden Tulpentage organisiert. In Deutschland fällt die Aktion etwas kleiner aus: Zum Ende der Grünen Woche in Berlin, am 26. Januar, werden in der Messehalle 18 die Tulpen des niederländischen Gartens verschenkt. Immerhin auch 15.000!

Kein Witz: Pflanzzeit jetzt im Winter!

Lilienzwiebeln wollen schon ab Januar in den Boden

Die Lilie zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits vor über 3000 Jahren schätzten die Menschen das elegante Zwiebelgewächs im Garten. Besonders beliebt war die weiße Madonnenlilie, botanisch Lilium candidum.

Lilienmischung 'Ovation Large Flowering'

Im Mittelalter ging die Verehrung sogar so weit, dass sie als christliches Symbol für Reinheit galt und in zahlreichen Gemälden eine wesentliche Rolle spielte. Doch die Welt der Lilien ist mit über hundert Arten weitaus umfangreicher. Dank leidenschaftlicher Züchtung kamen im Laufe der Zeit immer neue Hybriden und Sorten hinzu.

Heute beinhaltet das Liliensortiment die ganze Palette an Farben: Von Rot über Orange und Apricot bis hin zu Gelb, von fast Schwarz über Bordeaux und Pink bis hin zu Rosa ist für jeden Geschmack etwas dabei. Sogar zweifarbige und interessant gepunktete Lilien sind erhältlich. In Bezug auf die Blütenform haben Lilien ebenfalls viel zu bieten. Einige blühen elegant in Trompetenform, andere sind romantisch gefüllt.

Lilie 'Apricot Fudge'

Wieder andere könnten auf den flüchtigen Blick für eine Rose gehalten werden, während manche mit ihren zurückgeschlagenen Blütenblättern einem Lampion ähneln. „Die Lilie ist zwar eine Zwiebelpflanze, tatsächlich verhält sie sich aber eher wie eine Staude: Hat sie in ausreichender Tiefe gut gewurzelt, kommt sie Jahr für Jahr verlässlich wieder und übersteht selbst strenge Winter”, erklärt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Geben Sie ihr einen relativ windgeschützten Standort, an dem sie mindestens den halben Tag Sonne bekommt – dort entwickelt sie sich am besten. An einem schattigeren Standort blüht sie zwar auch, doch weniger überschwänglich und auf überproportional hohen Stielen, die leicht brechen.” Am wohlsten fühlt sich die Lilie zwischen Stauden, Bodendeckern und niedrigen Gräsern, wo ihre Stängel schattig stehen, während ihre Blüten in der Sonne baden.

Lilium pumilum

Häufig wird empfohlen, Lilienzwiebeln im Frühling zu pflanzen. Das ist nicht falsch, auch eine im April in den Boden gebrachte Lilie wächst, aber die Lagerung bis dahin ist schwierig. Anders als die meisten Blumenzwiebeln besitzen die der Lilien nämlich keine Außenhaut und trocknen an der Luft schnell aus. Daher rät der Spezialist van der Veek zu einer möglich frühen Pflanzzeit, am besten schon ab Januar: „Im Boden sind die Zwiebeln optimal aufgehoben und geschützt. Die zu der Zeit noch herrschenden Minustemperaturen machen den winterharten Lilien nichts aus. Ihre Wurzeln fühlen sich in der Erde am wohlsten. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass sie nicht beschädigt werden.”

Die Lilienzwiebeln kommen an einem frostfreien Tag tief in den Boden – abhängig von ihrer Größe sollten sie mit zehn bis fünfzehn Zentimeter Erde bedeckt werden. Denn zusätzlich zu den unteren Wurzeln bilden sie auch sogenannte Stängelwurzeln.

Lilienzwiebeln

Diese sitzen oberhalb der Zwiebel und versorgen die Lilie mit ausreichend Wasser, das wiederum fördert ein schnelles Wachstum im Frühjahr. Später im Jahr geben sie der teils über einen Meter großen Pflanze Halt. „Die Stängelwurzeln entwickeln sich, sobald im Frühjahr der erste Spross zu sehen ist. Regnet es zu dieser Zeit nur selten, greifen Sie am besten zur Gießkanne, denn die Stängelwurzeln sollten nie in trockener Erde sitzen”, erklärt van der Veek. Je nach Sorte kann man sich von Juni bis September über eine prächtige Lilienblüte im Garten freuen. Sein umfangreiches Sortiment an Lilienzwiebeln bietet der Niederländer bereits ab dem 10. Januar 2020 auf www.fluwel.de zum Bestellen an. Dort gibt es auch weitere interessante Informationen zur Pflanzung und Pflege dieser und anderer eleganter Zwiebelpflanzen.

Vielfalt in Form und Farbe

Zum Jahresbeginn sind die Tulpen wieder da!

TulpenZeit

Jedes Jahr zwischen Ende März und Mitte Mai zieht die Tulpenblüte tausende Besucher in die Niederlande. So zeigt allein der berühmte Keukenhof in Lisse 32 Hektar Zwiebelblumenpracht. Und im Anbaugebiet Noordoostpolder gibt es im Frühling neben farbenprächtigen Feldern auch ein dreiwöchiges Tulpenfest. Aber nicht nur bei unseren Nachbarn im Westen sind die bunten Frühlingsboten beliebt: In der ganzen Welt werden sie mit Festivals gefeiert – beispielsweise im Park von Schloss Gavnø, einem der schönsten Rokoko-Gebäude Dänemarks, am Genfersee in der Schweiz, in Kanadas Hauptstadt Ottawa und natürlich in Istanbul, wo bereits zu Zeiten des Osmanischen Reichs die Herrscher der Blume verfallen waren.

efransten Tulpen

Dass die Tulpe eine solche Faszination auf die Menschen ausübt, ist kein Wunder: Mit weit über 4.000 unterschiedlichen Arten und Sorten gehört sie heute zu den variantenreichsten Blumen der Welt. Schon ihre breite Farbenpalette ist beeindruckend: Es gibt sie von Dunkelviolett über leuchtend Rot, Gelb oder Orange bis hin zu zarten Pastelltönen und Weiß. Manche sind zwei-, andere mehrfarbig mit interessanten Musterungen. Darüber hinaus haben die Zwiebelgewächse in Puncto Blütenform einiges zu bieten: Neben den sogenannten Einfachen Tulpen gibt es beispielsweise auch Gefüllte, die mit ihrer Vielzahl an Blütenblättern an Pfingstrosen erinnern. Lilienblütige Tulpen haben dagegen schlanke, nach oben spitz zulaufende Blüten, bei Gefransten Tulpen sind die Blütenränder gezackt. Besonders exotisch kommen die Papagei-Tulpen daher: Ihre eigenwilligen, mehrfarbigen Blütenblätter ähneln den bunten Flügeln flatternder Vögel.

Gefüllte Tulpen

Um die Vielfalt der Tulpen bestaunen zu können, muss man im Frühjahr übrigens nicht unbedingt zu einem der vielen Festivals reisen. Ein Besuch beim Floristen reicht völlig aus. Schon bevor die ersten Exemplare draußen wachsen, halten die bunten Schönheiten Einzug in die Blumenläden. Aber aufgepasst: Anders als viele andere Schnittblumen gibt es sie nur während eines begrenzten Zeitraums im Jahr. Vom Winter bis etwa Mitte Mai reicht die Saison. Also begeben Sie sich am besten direkt auf Entdeckungstour. Weitere Informationen gibt’s auf: www.tulpenzeit.de