Leise Frühlingsblüher

Rhapsody in Blue

Zwiebelblumen der leiseren Töne

Waldhyazinthe Hyacinthoides hispanicus 'Blue Queen'

Gerade im Frühling, wenn der Garten noch nicht von den kräftigen Grüntönen dominiert wird und die Sonne noch nicht so intensiv scheint, haben einige hübsche, blau blühende Pflanzen ihren großen Auftritt. Unter ihnen gibt es eine ganze Reihe Zwiebelgewächse, die sich am richtigen Standort wie Stauden verhalten und jährlich wiederkommen. Für schattigere Bereiche im Garten sind das beispielsweise die Sternhyazinthe Scilla siberica ‘Spring Beauty‘ und die Waldhyazinthe Hyacinthoides hispanicus ‘Blue Queen‘ oder die Prärielilie Camassia quamash, die traubige Blütenstände ausbildet und ebenfalls in der Sonne gedeiht. An lichten Stellen im Garten erscheinen im zeitigen Frühjahr auch die zierliche Iris reticulata ‘Harmony‘, die Traubenhyazinthen Muscari armeniacum und Muscari latifolum sowie die Sternanemone ‘Blue Shades‘, die in verschiedenen Lila- und Blautönen blüht. Damit wir uns im Frühling an den Schönheiten erfreuen können, müssen die Zwiebeln bereits im Herbst in die Erde.

Traubenhyazinthe Muscari latifolum

Zu den blauen Geheimtipps im Frühjahrsgarten befragt, muss der niederländische Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek, Inhaber des Online-Shops Fluwel, nicht lange nachdenken und empfiehlt Ipheion uniflorum ‘Jessie‘, mit sternförmigen Blütchen, sehr stark und langlebig – auch für schattigere Stellen. „Um es unseren Kunden einfacher zu machen, ihre blauen Lieblingsblumen für den Frühjahrsgarten zu finden und vielleicht auch neue Sorten kennenzulernen, haben wir eine blaue Mischung mit zehn verschiedenen kleineren Zwiebelgewächsen unter dem Namen ‚Rhapsody in Blue‘ zusammengestellt. Von jeder Sorte gibt es in der Mischung je zehn Blumenwiebeln. Wir empfehlen größere Stückzahlen zu pflanzen, damit im Frühlingsgarten schöne blaue Flächen entstehen, die sich im Laufe der Jahre gut entwickeln und immer weiter ausbreiten.”

Frühlingsstern Ipheion uniflorum 'Jessie'

Natürlich lassen sich die Blaublütigen auch gut mit anderen Blumenzwiebeln mischen, wie beispielsweise mit der Tulpe ‘Spring Green‘ oder der botanischen Tulpe bakeri ‘Lilac Wonder‘, die sehr früh blüht und wie ein Juwel zur Anemone ‘Blue Shades‘ passt. Die Verkaufssaison für die Herbstpflanzung hat schon begonnen. Freunde der Spezialitäten bestellen früh, solange die Auswahl auch bei Besonderheiten noch groß ist – geliefert wird im September. Jede Menge Inspiration und Erläuterungen zu den verschiedensten Sorten gibt es aus erster Hand unter www.fluwel.de.

Für fröhliches Summen im Garten

Allium, Krokus und Co. sind bei Bienen beliebt

Krokusse

Immer mehr Gartenbesitzer wünschen sich einen Garten, der Bienen viel zu bieten hat. Doch das gestaltet sich oftmals schwieriger als gedacht. “Viele Hobbygärtner gehen davon aus, dass jede blühende Blume auch Pollen und Nektar liefert”, erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. “Das ist aber nicht der Fall. Bei so genannten gefüllten Blüten – beispielsweise bei Rosen- und Crysanthemensorten – ist leider nichts zu holen. Bei ihnen wurden die Staubblätter und inneren Organe zu Blütenblättern umgebildet, so dass die Pflanzen steril sind. Sie haben zwar wunderschöne Blüten, aber weder Pollen noch Nektar für die Insekten.” Daher sollte in einem bienenfreundlichen Garten eine große Auswahl an Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu finden sein. Diese bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen freien Zugang zu ihren Staubblättern und somit nahrhaften Nektar und Pollen als Futter.

Allium 'Globemaster'

“Wichtig ist auch, den Garten nicht nur hinsichtlich eines farbenprächtigen Sommers zu gestalten, sondern ebenso an das Frühjahr zu denken”, rät van der Veek. “Nur dann finden Bienen und andere bestäubende Insekten das ganz Jahr hindurch genügend Nahrung.” Hummelköniginnen gehen beispielsweise schon bei Temperaturen ab zwei Grad Celsius auf die Suche nach Blüten. Honigbienen verlassen ihren Stock für Reinigungsflüge, wenn sich die Temperaturen um zehn Grad bewegen. Die ersten Blumen, die zu der Zeit blühen, sind Zwiebelblumen. So ist der frühblühende Krokus ‘Sieberi sublimis Tricolor‘ für die Bestäuber ein wahrer Festschmaus. Auch einige Wildtulpen- und Narzissensorten fliegen die Insekten gerne an. “Sobald im April die Sonne scheint, zieht beispielsweise die Tulpe ‘Turkestanica‘ Bienen wie magisch an und auch die Narzisse ‘Angel Eyes‘ ist sehr beliebt”, berichtet van der Veek. Traubenhyazinthen, Prairielilien und Allium passen ebenso wunderbar in einen Garten, der den Bestäubern als Nahrungsquelle dienen soll. Gepflanzt werden die Zwiebelblumen für ein blühendes Frühjahr übrigens bereits im Herbst.

Leichte Wahl mit Logo

Logo der britischen Royal Horticultural Society

Die britische Royal Horticultural Society (kurz: RHS) ist vor allem für ihre Chelsea Flower Show bekannt. Der Verein gibt aber auch verschiedene Preise und Auszeichnungen heraus. Neben dem AGM – Award of Garden Merit – gewinnt die Auszeichnung Perfect for Pollinators (“Perfekt für Bestäuber”) in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung. Das Logo mit der Biene wurde speziell entwickelt, um Pflanzen zu kennzeichnen, die bestäubenden Insekten Pollen und Nektar bieten. “So können Hobbygärtner direkt auf einen Blick erkennen, mit welcher Bepflanzung sie Bestäubern etwas Gutes tun”, so van der Veek. Als Inhaber des Zwiebelblumen-Webshops www.fluwel.de unterstützt er begeistert diese bienen- und kundenfreundliche Initiative. Die entsprechenden Pflanzen seines Sortiments sind bereits mit dem Logo der RHS gekennzeichnet.

Hyazinthen in Töpfen

Große und imposante Blüten

Hyazinthen und Schachbrettblumen

Nicht nur im Garten, auch in Gefäßen auf Balkon und Terrasse sorgt die Hyazinthe (Hyacinthus orientalis) für Blütenfreude. Sie bildet eine der größten und imposantesten Blüten der Zwiebelgewächse. Jetzt im Herbst wird sie gepflanzt. Im Frühjahr treiben sie dann aus und bilden im April ihre doldenartigen Blüten. Wer es nicht bis zum Frühling abwarten kann, stellt die Töpfe nach acht Wochen im Freien ins Haus. So blüht sie schon in den Wintermonaten als Zimmerpflanze und verbreitet mit ihren duftenden Blüten Vorfreude auf den Frühling.

Frühling in Blau und Weiß

Die Traubenhyazinthe blüht und duftet

Muscari armeniacum 'Peppermint'

Sie gehören zu den ersten Blütenfreuden des Jahres und sind ein untrügliches Zeichen, dass sich der Winter dem Ende zuneigt. Traubenhyazinthen, die botanisch Muscari heißen, bringen einen kleinen, aber feinen Farbschmuck in den Garten: kaum ein Standort, an dem sie nicht wachsen. Ihre Farbspektrum bewegt sich zwischen dunklem und hellem Blau und reicht bis zu reinem Schneeweiß. Das macht sie zu einem sehr eleganten, fast schon puristischen Frühlingsblüher. Nicht ohne Grund gibt es Gärten, in denen ihre Besitzer ausschließlich weiße Blüten sammeln. Blau ist eine, wenn nicht die seltenste und daher sehr begehrte Gartenfarbe.

Kein Wunder, dass bereits vor fast achtzig Jahren der Gärtner und Schriftsteller Karl Foerster in seinem „Blumenzwiebel-Buch” bei der Traubenhyazinthe ins Schwärmen geriet: Muscari armeniacum 'Venus'

„Die Unverwüstlichkeit und Gartendienstbereitschaft in Sonne und Schatten ist nicht genug zu feiern. Etwas größere Horste lassen Düfte weit umherwandern. Ihre Lebenskraft gestattet auch Verwendung zwischen Polstern und anderen bedrängenden Nachbarn. Selbst die kleinen Azur-Zuckerhüte der allerfrühesten tauchen jahrzehntelang am alten Platze auf, dessen Bepflanzung man sich kaum entsinnt.”

Die Langlebigkeit, die zeitlose Schönheit und überraschend große Vielseitigkeit der Traubenhyazinthe beschert der kleinen Zwiebelblume noch heute große Beliebtheit. „Sie lässt sich sehr gut mit Narzissen und anderen Frühlingsblühern kombinieren”, erklärt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „In unserer Mischung ‚Sail Away‘ gleitet die fast weiße Narzisse ‘Sailboat’ über einem Meer aus tiefblauen Traubenhyazinthen – ein fantastischer Anblick, da beide gleichermaßen gut zur Geltung kommen, die kleine Traubenhyazinthe und die etwas höhere Narzisse.”

Mischung Sail Away

Der Niederländer testet diese und andere Mischungen mehrere Jahre auf seinen Versuchsfeldern, bevor er sie in seinem Onlineshop anbietet. Schließlich muss alles perfekt zueinander passen: Farbe, Höhe und der Zeitpunkt der Blüte. Van der Veeks Traubenhyazinthen-Sortiment bietet eine große Vielfalt. Hier finden Gartenbesitzer die entzückend hellblaue Muscari neglectum ‘Baby’s Breath’, die „coole” eisblaue Muscari armeniacum ‘Peppermint’ und sogar eine zweifarbige Sorte: Bei Muscari latifolium sind die unteren Trauben dunkelblau, die oberen azurblau. Auch die weiße Traubenhyazinthe Muscari armeniacum ‘Venus’ darf hier nicht fehlen. Wer den blühenden Frühlingsgruß im eigenen Garten genießen möchte, muss rechtzeitig vorsorgen. Gepflanzt werden Traubenhyazinthen als Blumenzwiebeln im Herbst. Wen jetzt allerdings das Pflanzfieber gepackt hat, der stöbert schon mal auf www.fluwel.de durch das breite Blumenzwiebelsortiment, hält seine Wunschzwiebeln für den Herbst auf einer Liste fest.

Blau, blau, blau blüht… die Zwiebelblume

Im Herbst den Frühling pflanzen

Traubenhyazinthe Muscari armeniacum

Unter den Frühlingszwiebelblumen gibt es einige Arten und Sorten, die in leuchtendem Azur den Garten aus dem Winterschlaf wachküssen. Blaue Blüten sind unter Pflanzenenthusiasten besonders begehrt. Sie umgibt eine spezielle Aura, weil dieser Farbton in der Natur nur selten anzutreffen ist. „Wer sein blaues Wunder erleben will, sollte Traubenhyazinthen pflanzen”, rät Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „Mit seinen kleinen Traubenblüten ist Muscari armeniacum der Klassiker unter den blaublühenden Zwiebelblumen – ein fröhlicher Frühlingsbote.” Traubenhyazinthen sind in verschiedenen Blautönen erhältlich – himmelblau, kobaltblau oder sogar zweifarbig mit weißem Häubchen.

Mini-Iris und Sternblüte

Iris reticulata 'Harmony'

Die Iris reticulata ‘Harmony’ besticht durch ihr unbeschreiblich intensives Blau. Van der Veek: „Diese schöne Mini-Iris pflanzen Sie am besten dort in den Garten, wo Sie sie auch vom Haus aus gut sehen können. Denn sie steht schon in voller Blüte, bevor das Leben ringsum überhaupt erwacht.” Auch als Topfpflanze auf der Terrasse ist sie immer wieder ein willkommener Gast im beginnenden Frühjahr. Die Scilla siberica heißt in manchen Regionen Blaustern, in anderen Sternhyazinthe. „Ab und zu nenne ich sie auch die blauste Blume der Welt”, schwärmt Carlos van der Veek. „Ich kenne wirklich keine andere Pflanze, die so blau blüht wie die Scilla siberica. Einzeln gepflanzt sieht sie wunderschön aus, kombiniert mit gelben oder weißen Narzissen verstärken sich die Farben gegenseitig.” Die Blumenzwiebeln der Sternhyazinthe verwildern sehr gut, so dass man sich Jahr für Jahr an der blauen Blütenpracht erfreuen kann.

Schneestolz

Schneestolz

Mit kleinen, aber zahlreichen Blüten in königlichem Blau überzeugt der Schneestolz (Chionodoxa forbesii). Er blüht sehr früh im Jahr, schon im März. „Seine Farbe ist zauberhaft. Wenn man ihn in großer Zahl auf eine Rasenfläche pflanzt, sieht es aus, als ob der Himmel auf die Erde gefallen wäre. Die relativ preisgünstigen Zwiebeln verdienen es, viel öfter gepflanzt zu werden – zumal sie so gut verwildern, wie fast keine andere Blumenzwiebel”, erklärt van der Veek. „An ihren Samen befinden sich sogenannte Ameisenbrötchen – ein süßer Bestechungsversuch mit dem Ziel, dass möglichst viele Samen von Ameisen mitgenommen werden. So breiten sie sich immer weiter aus.” Um die blauen Blütenschönheiten im eigenen Garten bewundern zu können, wird es schon in den Herbstmonaten Zeit, die Blumenzwiebeln zu pflanzen. Nützliche Tipps zur Pflanzung und weitere außergewöhnliche Zwiebelblumen rund ums Jahr sind auf www.fluwel.de zu finden.