Pflanzzeit Herbst

Frühlingsboten auf dem Friedhof:

Bis Dezember Blumenzwiebeln setzen!

Tulpen auf dem Friedhof

Das Grab von Familienangehörigen oder Freunden zu pflegen und durch das Jahr mit attraktiven Pflanzen zu einem freundlichen und friedlichen Ort zu machen, ist für viele eine Herzensangelegenheit. Doch die Zeit für diese Aufgabe ist häufig knapp, meist die Anfahrt weit. Um ein Grab trotzdem stets ansprechend und schön zu halten, kommt es auf die richtige Auswahl der Gewächse an. So sollten sich diese nicht zu stark ausbreiten, nur wenig bis gar keinen Schnitt oder Düngung verlangen und auch robust gegenüber den hiesigen Wetterbedingungen sein. Neben der dauerhaften Bepflanzung mit Zwerggehölzen oder Immergrünen, die der Fläche von Januar bis Dezember Struktur geben, ist es vor allem der Wechselflor, der auf der Grabfläche für Abwechslung sorgt. Jetzt im Herbst ist die richtige Zeit, sich mit dem Frühling zu beschäftigen, denn die frühblühenden Blumenzwiebeln kommen nun in den Boden.

Tulpen auf dem Friedhof

Pflanztipps für Blumenzwiebeln

Blumenzwiebeln lassen sich schnell und einfach pflanzen. Sie sind leicht und klein und können auch von Einzelpersonen ohne Schwierigkeiten zum Friedhof transportiert werden – selbst zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Zusätzlich benötigt man lediglich ein Schippchen, um ein kleines Loch zu graben. Als grobe Regel gilt, dass die Bodenschätze doppelt so tief in die Erde kommen, wie sie dick sind. Wer es genauer wissen möchte, wirft einen Blick auf die Verpackungen der Zwiebeln. Dort sind die Angaben meist abgedruckt, zusammen mit weiteren Hinweisen wie dem Pflanzabstand. Ein anschließendes Düngen ist nicht notwendig. Die Zwiebeln haben bereits alle wichtigen Nährstoffe gespeichert. Die meisten der frühen Gewächse haben nichts gegen grüne Gesellschaft und kommen mit den anderen Grabpflanzen gut zurecht – solange sie ihnen ausreichend Licht lassen. Auch zwischen Bodendeckern wie Efeu oder dem Kleinen Immergrün sowie umgeben von Gräsern erzielen Zwiebelblumen eine tolle Wirkung. Wer möchte, kann auch Blumentöpfe und Schalen bepflanzen und auf dem Grab arrangieren. Wichtig ist aber auch hier, dass die Zwiebeln ausreichend tief in Erde sitzen. Zudem sollte der Kübel hin und wieder gegossen werden, da darin weniger Wasser gespeichert wird als im Boden. Generell sind Frühjahrsblüher aber sehr anspruchslos und treiben ohne weitere Pflege aus. Manche verwildern sogar äußerst gut und kommen Jahr für Jahr wieder.

Tulpen auf dem Friedhof

Blütenvielfalt auf dem Grab

Die Liste der farbenfrohen Zwiebelgewächse ist lang und vielfältig: Tulpen, Narzissen, Krokusse, Anemonen, Traubenhyazinthen … Doch auch wenn das breite Sortiment verlockt, aus dem Vollen zu schöpfen, sollte bei kleinen Flächen eher weniger als zu viel kombiniert werden. „Damit das Ergebnis nicht zu unruhig wirkt, rate ich, das Augenmerk entweder auf ein bis zwei Arten zu legen oder sich auf eine Farbe zu konzentrieren und hier mit vielen verschiedenen Arten Harmonie zu erzeugen”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Tulpen sind beispielsweise ideal für die Grabbepflanzung. Ihre unglaubliche Vielfalt an Blütenfarben und -formen sind wie gemacht für wirkungsvolle Kombinationen. Ob nun mutig und kontrastreich oder dezent und harmonisch – alles ist möglich.” Gute Partner für Tulpen sind Narzissen. Sie öffnen ihre Knospen fast zur selben Zeit, sind aber zurückhaltender und fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Auch das Spanische Hasenglöckchen bietet sich für ein Zusammenspiel an. Die blauen Sorten machen sich beispielsweise besonders gut zwischen weißen oder weinroten Tulpen, allerdings wird man sie so schnell nicht wieder los.

Tulpen auf dem Friedhof

Blüten von Februar bis August

„Natürlich spielen auch die verschiedenen Blütezeiten eine wesentliche Rolle”, hebt van der Veek hervor. „Wer hier geschickt kombiniert, gibt dem Grab monatelang Farbe. Interessant ist aber vor allem die frühe Blütezeit. Die Zwiebelblumen blühen, wenn der Rest des Friedhofs noch auf sein Blütenerwachen wartet.” Angefangen bei den frühen Krokussen und Schneeglöckchen über Tulpen und Narzissen bis hin zu den späten Allium – von Februar bis August überreichen sich die im Herbst gepflanzten Zwiebelblumen den Staffelstab. Vor allem letztere werden immer beliebter, da sie bis weit in den Sommer Blütenpracht garantieren und auch für Bienen einiges zu bieten haben. Hier gilt es jedoch zu beachten, dass keine der weit über einen Meter hohen Sorten für den Friedhof gewählt werden, denn diese würden den Grabstein verdecken. Stattdessen empfehlen sich die kleiner bleibenden Varianten wie die gelbe Allium moly Jeannine oder der lilafarbene Allium christophii. „Ist das Grab mit Bodendeckern bewachsen, sollte auch das in die Auswahl der Zwiebelblumen mit einbezogen werden”, betont der Experte. „Sehr kleine Krokusse fallen zwischen dem Grün nur wenig auf, besser geeignet sind hier größere Exemplare wie der Crocus flavus ‘Golden Yellow’.” Weitere Informationen sowie ein breites Sortiment von im Frühling blühenden Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.

Bienen brauchen Blumen(zwiebeln)

Im Herbst eine reichhaltige Frühjahrsblüte pflanzen

Von Blüte zu Blüte fliegende Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sind für viele Gartenbesitzer der Inbegriff des Sommers. Dabei ist ein Großteil der fleißigen Insekten schon Monate vorher aktiv.

Frühblühende Krokusse

Die ersten Hummelköniginnen verlassen je nach Witterung bereits Ende Februar oder Anfang März ihr Winterversteck – ausgehungert und in der Hoffnung auf nektarreiche Pflanzen. Ähnlich früh halten es viele andere Wildbienenarten, wie die Sandbiene, die Rote Mauerbiene oder die Frühlings-Pelzbiene. Man sieht sie zu dieser Zeit jedoch nur selten auf dem eigenen Grundstück, da dort häufig schlichtweg das Nahrungsangebot fehlt. Die meisten Gartengewächse befinden sich dann noch in der Vegetationsruhe und haben den emsigen Bestäubern nichts zu bieten. Hinzu kommt, dass längst nicht jede Blüte Pollen und Nektar bereithält: Viele gefüllte Varianten sind leider steril, da ihre Staubblätter und inneren Organe züchterisch zu Blütenblättern umgebildet wurden. „Wer den nützlichen Insekten schon früh im Jahr etwas Gutes tun möchte, pflanzt am besten jetzt im Herbst eine bunte Auswahl an frühblühenden Blumenzwiebeln und Knollen”, meint Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Es gibt ein breites Angebot an insektenfreundlichen Arten und Sorten.”

Prärielilie (Camassia)
Insektenfreundliche Frühjahrsblüher

Zu den ersten Blüten des Jahres zählen Schneeglöckchen (Galanthus). Schon im Februar erheben sie ihre weißen, zierlichen Köpfe und locken hungrige Insekten an. Mitte Februar gesellen sich frühe Krokusse dazu, wie der eindrucksvolle Crocus sieberi sublimis ‘Tricolor‘. Dieses kunstvolle Knollengewächs verblüfft mit einer dreifarbigen Blüte in Lila, Gelb und Weiß. Auch der pastellviolette Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus) ist ein wahrer Bienenmagnet. In goldgelben Blütentuffs zeigt sich der nahrhafte Winterling (Eranthis hyemalis), das Balkan-Windröschen (Anemone blanda) verwöhnt mit zahlreichen Lila- und Blautönen. „Traubenhyazinthen – botanisch Muscari – haben ebenfalls viel zu bieten, auch wenn ihre Blüten so ganz anders aussehen als wir es von den anderen Nektarlieferanten kennen. Ihre Form erinnert entfernt an Weinreben”, erklärt van der Veek. „Besonders zeitig im Jahr zeigt sich die Weinbergs-Traubenhyazinthe ‘Baby’s Breath‘. Diese Zwiebelpflanze verwöhnt nicht nur Wildbienen mit ihrem Nektar, sondern uns Menschen auch mit einem herrlichen Duft.”

Insektenweide Allium

Zeitgleich geben der Sibirische Blaustern (Scilla siberica) und die Prärielilie (Camassia) im Garten alles. Im April öffnet die wilde Turkestanische Tulpe (Tulipa turkestanica) ihre Knospen und wird schließlich von der abwechslungsreichen Gattung des Zierlauchs (Allium) abgelöst.

Perfekt für Bestäuber – bis in den August

„Wer ab Oktober zur Schaufel greift und Blumenzwiebeln und Knollen pflanzt, kann den Bestäubern bis weit in den August ein gut gefülltes Blütenbuffet bieten”, so van der Veek. Der Niederländer hat auf seinem Webshop Fluwel ein breites Sortiment an besonders insektenfreundlichen Arten und Sorten. Sie alle tragen das Logo ‚Plants for Pollinators‘- ein Zertifikat der britischen Royal Horticultural Society, auch kurz RHS, das auf der Basis wissenschaftlicher Nachweise und umfangreicher Erfahrungen von Gärtnern und Imkern beruht. So können Gartenbesitzer auf einen Blick erkennen, welche Gewächse besonders reichhaltig sind. Weitere Informationen gibt es auf www.fluwel.de.

Naturschönheiten

Wilde Tulpen für den Garten

Tulpen gehören bereits seit Jahrhunderten zur europäischen Gartenkultur. Im Herbst gepflanzt, erheben sie ab März nach und nach ihre eleganten Köpfe. Durch leidenschaftliche Züchtung sind im Laufe der Zeit Tausende von neuen Sorten entstanden, einige Hundert davon gibt es auch auf dem Markt: einfach, gefüllt, gefranst, gekräuselt, mehrfarbig oder geflammt.

Tulipa turkestanica

Die frei in der Natur wachsenden botanischen Arten wirken daneben regelrecht zurückhaltend. Dennoch lohnt es sich, die wilden Schönheiten aus den Steppen- und Gebirgsregionen Asiens im Blick zu behalten. Auch hierzulande entwickeln sie sich äußerst gut und kommen zuverlässig Jahr für Jahr wieder.

Sonnig bis feurig: Botanische Tulpen

Die Tulipa turkestanica ist ein wahrer Insektenmagnet. Sobald sie im April ihre sternförmigen Blüten öffnet, summt und brummt es in ihrer Nähe. Pro Stiel entwickelt sie gleich mehrere Knospen in zartem Cremeweiß mit pastellweinroten Streifen auf der Außenseite und sonnig gelbem Herzen. „Die Blüten der Turkestanischen Tulpe zeigen lebhaft und wildchaotisch in alle Richtungen – so ganz anders als die kultivierten Tulpen, die häufig kerzengerade auf ihren Stängeln stehen”, beschreibt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel.

Tulipa sylvestris

„Durch Brutzwiebeln und Aussaat erobert sie immer größere Gartenbereiche und bildet dichte Tuffs, die einem jahrelang treu bleiben.” Locker und luftiger entwickelt sich die leuchtend gelbe Tulipa sylvestris, auch Wald- oder Weinbergtulpe genannt. Sie ist die einzige wild in Deutschland vorkommende Art, steht aber leider als stark gefährdete Pflanze auf der Roten Liste. Gut, dass es sie als Kulturbestand gibt. Im Garten mag sie es sonnig. Zwar kommt sie auch im Schatten zurecht, entwickelt sich dort aber nicht ganz so üppig. An hellen Tagen öffnen sich ihre sechs Kronblätter zu einem großen, leuchtenden Stern, der zart nach Veilchen duftet. Unterirdisch entwickelt sie Stolonen. Das sind Ausläufer, die horizontal im Boden wachsen und an deren Ende sich neue Blumenzwiebeln formen. „Die Tulipa tsimganica ist eine der unbekanntesten Wildtulpen und wird nur sehr selten in Privatgärten gepflanzt. Das ist sehr schade, denn ihre Blüten sind fantastisch: Farblich erinnern sie in Rot-Gelb an loderndes Feuer.

Tulipa tsimganica

Botanisch ist sie mit der Tulipa kaufmanniana verwandt, aber eigentlich ist sie in allem besser: intensivere Farben, größere Blüten und viel ausdauernder”, so der Spezialist. „Mein Kollege Eric Breed brachte vor mehreren Jahren einige der Blumenzwiebeln von einem Markt aus Chimgan-Vallei in Usbekistan mit. Aus dieser kleinen Partie haben wir nach und nach immer mehr Tulpenzwiebeln kultivieren können, sodass wir die Tulipa tsimganica endlich auch unseren Kunden anbieten können.”

Die Stückzahl dieser und weiterer Besonderheiten ist begrenzt. Daher ist es ratsam, möglichst früh auf www.fluwel.de zu bestellen und sich seine Favoriten zu sichern. Geliefert wird dann zur passenden Pflanzzeit im Herbst.

Vom osmanischen Sultan bis ins Internet

Die erstaunliche Geschichte der Tulpen!

Ursprünglich stammen Tulpen aus Zentral- und Mittelasien, gelangten aber bereits im 15. Jahrhundert in das ehemalige Osmanische Reich und verdrehten in Konstantinopel den Männern den Kopf. Sultan Süleyman (1520-1566) war sogar dermaßen von der Schönheit der Pflanzen fasziniert, dass er sowohl seine Serails als auch seine Gewänder mit Tulpen verzieren ließ und die Blüten zum Teil seines Wappens machte.

Nadeltulpe 'Fly Away'

Von dessen Hof fand die Exotin schließlich auch ihren Weg nach Mitteleuropa: Der Diplomat Ogier Ghislain de Busbecq brachte einige Zwiebeln nach Wien und überreichte sie dort dem berühmtesten Botaniker seiner Zeit: Charles de L’Ecluse – auch Carolus Clusius genannt. Als dieser 1593 in die Niederlande zog und die Zwiebelpflanzen mitnahm, legte er den Grundstein für eine Liebe, die bis heute anhält. Denn auf den sandigen Böden des Landes ließen sich die Tulpen äußerst gut kultivieren, die Begeisterung der Bevölkerung für die Pflanzen wuchs stetig und der Anbau wurde zu einem äußerst lukrativen Wirtschaftszweig der Niederlande. Dank passionierter Tulpenzucht entstanden immer neue Varianten, die mit ihrer Formen- und Farbvielfalt überzeugten. Ein Virus brachte auch sogenannte geflammte Exemplare hervor, die heißbegehrt und schließlich so wertvoll waren wie ein stattliches Haus an den Amsterdamer Grachten. Tulpen wurden zum Spekulationsobjekt, aus jeder Gesellschaftsschicht stiegen Personen in das Glücksspiel mit den Zwiebeln ein – immer in der Hoffnung auf das große Geld. Doch es kam, wie es kommen musste: Im Februar 1637 brach der Tulpenzwiebelmarkt über Nacht ein – die Spekulationsblase war geplatzt.

Tulpe 'Grand Perfection'
Tulpen: Vielfalt in Form und Farbe

Glücklicherweise schmähte das abrupte Ende des Tulpenfiebers die Leidenschaft der damaligen Züchter und Gärtner nicht. Bis heute sind die Niederlande eng mit der Kultur von Tulpenzwiebeln verknüpft – auf über 13.000 Hektar Land werden aktuell Tulpen angepflanzt. Von dort gehen sie in die ganze Welt, sowohl als Schnittblume als auch als Gartenzwiebel. Die Sorten aus der Zeit der osmanischen Sultane und der sogenannten Tulpomanie gibt es heute nicht mehr. Nur wenige botanische Wildtulpen, die schon damals für begeisterte Blicke sorgten, sind auch heute noch erhältlich. Die meisten gezüchteten Varianten wurden jedoch von stärkeren, gesünderen und weniger anfälligen Tulpen ersetzt. Mit etwa 150 verschiedenen Arten und über 5000 Sorten im Handel sind Tulpen heute die mit Abstand variantenreichsten Zwiebelblumen und zugleich auch die beliebtesten Frühjahrsblüher der Welt. Gefranst, gefiedert, gefüllt, lilienförmig, gestreift, mit zartem Farbverlauf … die Welt der Tulpen bietet für jeden Geschmack und Gartenstil die passende Sorte.

Miniaturtulpe 'Fenna'

Preislich sind die Zwiebeln mittlerweile für jeden Normalsterblichen erschwinglich und ein Glücksspiel sind sie auch nicht mehr – wenn man auf die richtigen Händler setzt, die Sortenechtheit garantieren. Tatsächlich ist das nicht so selbstverständlich, wie man meinen mag und der Kauf ist häufig noch eine Sache des Vertrauens. Denn den braunen Zwiebeln sieht man weder die Farbe noch die Form der späteren Blüte an. Wohl aber die Qualität: Je fester und größer die Zwiebeln, desto imposanter und blühfreudiger entwickeln sich die Tulpen. Ein Webshop, der beides verspricht, ist Fluwel und auch in Bezug auf Vielfalt hat dieser einiges zu bieten: Über 170 verschiedene Varianten warten online darauf, von begeisterten Pflanzenfreunden entdeckt zu werden. Die Palette reicht von Miniaturtulpen wie der roten ‘Fenna’, die maximal zehn Zentimeter hoch wächst und zart duftet, bis hin zur grün-weißen, leicht exzentrisch wirkenden Riesin ‘KLM’. Man findet dort alte, frühblühende Tulpen, wie die ‘The First’, die Jahre lang wiederkommt, aber auch absolute Neuheiten, wie die spät blühende Papageientulpe ‘Green Wave dark pink’. An die alten osmanischen Sultane lässt die feurige Nadeltulpe ‘Fly Away’ denken, während die geflammte rot-weiße ‘Grand Perfection’ in die Zeit des Tulpenfiebers versetzt.

Tulpe 'KLM'
Tulpenzwiebeln: Ein Thema für den Sommer

Gepflanzt werden die Zwiebeln der Tulpen im Herbst. Als grobe Regel gilt: Wenn die Blätter von den Bäumen fallen, können die beliebten Frühjahrsblüher in den Boden gebracht werden. Es ist also noch etwas Zeit, dennoch ist es ratsam, sich schon jetzt im Sommer durch das abwechslungsreiche Sortiment zu klicken. Denn bereits seit Mai können die Blumenzwiebeln auf www.fluwel.de vorbestellt werden und von den Raritäten sind meist nur kleine Stückzahlen vorrätig. Wer sicher gehen möchte, dass die eigenen Favoriten im nächsten Frühling im eigenen Garten blühen, sollte also nicht zu lange warten. Geliefert werden die Tulpenzwiebeln erst ab Ende September. So müssen sich die Pflanzenfreunde bis dahin keine Gedanken zur richtigen Lagerung machen und können entspannt auf die bestellten Bollen und ihre Pflanzzeit warten.

Pflanz- und Blütezeit im Oktober

Krokusse als Farbtupfer für den Herbstgarten

Krokusse verbinden viele automatisch mit dem Frühling, dabei gibt es auch Arten, die im Herbst blühen – wie der Crocus speciosus und der Crocus sativus. Zu einer Zeit, in der sich die meisten Pflanzen schon in die Winterruhe verabschieden oder gerade noch ihren letzten Auftritt haben, erwachen diese Knollengewächse oberhalb der Erde zu neuem Leben. Sie brauchen keine Pflege, erfreuen mehrere Jahre lang und bilden – großflächig gepflanzt – einen eindrucksvollen Blütenteppich.

Crocus speciosus

„Im klassischen Handel trifft man eher selten auf die Knollen dieser Krokusse. Das ist wirklich schade, denn für mich passt ihr Hellviolett ganz wunderbar zur Atmosphäre des Herbstes – zu dem gelben, roten und braunen Laub der Bäume, das nach und nach auf den Boden herabfällt und die zarten Krokusblüten umschmeichelt”, hebt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel hervor. “Gerade dem Crocus speciosus, auch Pracht-Herbst-Krokus genannt, kommt das zu Gute, denn er blüht ‚nackt‘. Das heißt, sein Laub zeigt sich erst im Frühling, wenn die meisten seiner Artgenossen ihre Knospen öffnen.”

Anders ist es bei dem Crocus sativus, den die meisten Menschen eher unter dem Namen Safran-Krokus kennen. Dieser entwickelt seine schmalen, grünen Blätter bereits im Herbst und zieht sie erst im nächsten Frühjahr ein. Zudem ragen von Mitte Oktober bis Ende November aus seinem Blütenkelch rote, längliche Narben hervor, die für einen extra Hingucker sorgen und denen diese Herbstpflanze ihre internationale Berühmtheit verdankt. Denn aus ihnen wird das teuerste Gewürz der Welt gewonnen: Safran. Auch als „rotes Gold” bezeichnet, kosten 0,1 Gramm je nach Qualität drei bis sechs Euro. Der Grund: Für ein Kilogramm Safran benötigt man 150.000 bis 200.000 Blüten des Safran-Krokus. Dafür braucht man ungefähr 50.000 Knollen. Zudem ist die Ernte reine Handarbeit – ein Pflücker schafft pro Tag ungefähr 60 bis 80 Gramm – und die Blütezeit erstreckt sich nur über wenige Wochen.

Crocus sativus

„Als Gartenpflanze kennt man den Crocus sativus leider kaum, dabei kommt er bestens mit dem Klima hier in Mitteleuropa zurecht. Selbst strenge Frostperioden und Schnee sind für ihn kein Problem”, betont van der Veek. Natürlich wäre die eigene Safranernte nicht sonderlich groß, dafür wären schlicht zu viele Blüten nötig, aber wenn die Narben im November ‚reif‘ sind, kann man sie vorsichtig pflücken und den würzigen Geschmack testen. Aber Achtung: Der Safran färbt die Zunge für mindestens eine Stunde rot! „Natürlich sind die würzigen Fäden nur ein positiver Nebeneffekt dieses Krokus”, meint van der Veek. „Im Garten ist er vor allem aufgrund seiner eleganten Blüten in zartem Violett eine Bereicherung.”

Pflanzzeit des Crocus speciosus und des Crocus sativus ist der Herbst. Allerdings sollten die Knollen möglichst schnell in die Erde kommen – Mitte Oktober treiben sie bereits aus und müssen dann schon im Boden sein. Daher ist es wichtig, frühzeitig nach den besonderen Herbstblühern Ausschau zu halten. „Bei uns sind die Knollen beider Krokusse bereits jetzt vorbestellbar – geliefert werden sie dann zu richtigen Pflanzzeit Ende September und sollten bei der Ankunft im Idealfall sofort in den Boden gebracht werden”, so van der Veek. „Unsere Bollen – wie wir Niederländer sagen – sind zudem besonders dick. Das spielt bei Blumenzwiebeln und Knollen eine wesentliche Rolle, denn je größer sie sind, desto imposanter und länger blühen die Pflanzen. Ich sehe immer wieder Krokusknollen mit einem Umfang von sieben bis neun Zentimetern. Das ist aber viel zu klein. Diese Knollen werden nur kleine Blüten hervorbringen – wenn überhaupt.” Weitere Informationen und ein breites Sortiment an vielen weiteren Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.