Pflanzzeit Herbst

Die Mischung macht’s:

Tulpen, Narzissen und Co. spannend kombinieren

Tulipa sylvestris mit Muscari latifolium

Gestalten und kombinieren macht einfach Spaß und das nicht nur im Haus. Auch im Garten kann man auf diese Weise der eigenen Kreativität ihren Lauf lassen: Konzentriert man sich auf eine Farbe oder spielt man mit Kontrasten, stellt man eine Pflanzenart in den Mittelpunkt oder soll ein spannender Mix entstehen? Besonders gut geht das im Frühlingsgarten. Die große Auswahl an Blumenzwiebeln mit ihrer breiten Palette an Blütenformen und allen Farben des Regenbogens ermöglichen es, im Herbst nach Herzenslaune zu pflanzen … und dann gespannt auf das neue Jahr zu warten, um zu erleben, wie der Garten blütenreich zum Leben erwacht.

Eine Möglichkeit ist, den Garten komplementär zu gestalten. Der Begriff „Komplementärfarbe” kommt aus der Farbenlehre und bezeichnet Farbkombinationen, die im Zusammenspiel Weiß ergeben. Diese Ergänzungsfarben verstärken sich gegenseitig und üben auf den Menschen einen besonderen Reiz aus.

Pinkfarbene Tulpen mit weißen Narzissen

Setzt man beispielsweise die gelbblühende Tulipa sylvestris mit der blauen Muscari latifolium zusammen, erzeugen ihre komplementären Farben einen spannenden Effekt im Beet. Da diese wilde Tulpe die Breitblättrige Traubenhyazinthe um knapp zehn Zentimeter überragt, entsteht zudem ein interessanter Höhenunterschied. „Gestaltet man den eigenen Frühlingsgarten, ist es wichtig, auch auf Standortansprüche und Blütezeiten zu achten”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Denn die beste Farbkombination bringt nichts, wenn die Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen nicht parallel blühen. Da die Tulipa sylvestris und die Muscari latifolium beide im April in Blüte stehen und sich sowohl im Halbschatten als auch in der Sonne wohlfühlen, sind sie ein ideales Duo.” In seinem Webshop bietet der Niederländer viele wissenswerte Details und praktische Hinweise zu den verschiedenen Blumenzwiebeln. So fällt es leicht, Sorten zu finden, die gut zusammenpassen und wunderbar zu kombinieren sind.

Tulipa bakeri 'Lilac Wonder' mit der Narzisse 'Hawera'

Wer sich mädchenhaften Charme im Frühlingsgarten wünscht, arrangiert pinkfarbene Tulpen mit weißen Narzissen. Gut harmonieren die Tulipa ‘Dynasty’ und die Narcissus ‘Thalia’ – beide mögen es sonnig und blühen im April. “Da die Blütenköpfe der ‘Dynasty’ größer sind als die der ‘Thalia’, empfehle ich, mehr Narzissen- als Tulpenzwiebeln zu pflanzen”, so van der Veek. „Dann entsteht ein stimmiges Bild, in dem beide Blumen ihre volle Wirkung entfalten.” Wildromantisch ist die Kombination der Tulipa bakeri ‘Lilac Wonder’ mit der Narzisse ‘Hawera’. Die zarten zweifarbigen Tulpenblüten in Rosa und Gelb harmonieren wunderbar mit dem Zitronengelb der Narzisse. Dieses Paar bietet der Niederländer auf seiner Website auch als fertige Mischung mit dem Namen ‘Hakari’ an. „Kombinationen, die sich bei mir im Versuchsgarten bewährt haben, möchte ich meinen Kunden natürlich nicht vorenthalten”, betont van der Veek.

Blumenzwiebelmischung 'Stop the Car'

„Jedes Jahr füge ich neue Mischungen zu meinem Sortiment hinzu, denn das Ausprobieren, neu Zusammenstellen und kreative Gestalten mit Blumenzwiebeln macht auch mir einfach Spaß!” Über 40 verschiedene Mischungen sind auf www.fluwel.de zu finden – von Ton-in-Ton bis hin zu mutig multikolor. ‘Stop the Car’ spielt beispielsweise kontrastreich mit Tulpen in Orange und Lila, ‘Black Tie’ lässt Sie den Garten im Frühjahr schwarz-weiß sehen. Orientalisch mutet die Mischung ‘Aladdin’s Carpet’ an und bringt verschiedene Tulpen in Rot, Rosa und Gelb mit blauen und weißen Traubenhyazinthe zusammen. Die Blumenzwiebeln von Frühjahrsblühern kommen übrigens ab Ende September in den Boden – bestellt werden können sie schon jetzt.

Viele Blüten an einem Stiel:

Die Hyazinthe hat was drauf!

Der Begriff der Tulpomanie ist vielen bekannt. Im 17. Jahrhundert wurden die Blumenzwiebeln von Tulpen in den Niederlanden zu Spekulationsobjekten und unbezahlbar. Bis die Blase platzte und der Markt zusammenbrach. Von jetzt auf gleich standen viele Niederländer vor den Trümmern ihrer Existenz. Am Handel mit Tulpenzwiebeln hing von da an für lange Zeit ein schlechter Ruf. Doch die Begeisterung für exotische Pflanzen war ungebrochen. So verwundert es nicht, dass sich einige Jahre später ein ähnlicher Hype anbahnte, als Ende des 17. Jahrhunderts ein Schiff an der holländischen Küste anlegte – an Bord die Blumenzwiebeln einer neuen, faszinierenden Frühlingsblüherin: die Hyazinthe

Hyacinthus orientalis 'Gipsy Queen'

Ursprünglich stammt die blaublühende Hyacinthus orientalis aus Syrien, der Türkei und dem Libanon. Dort wächst sie an felsigen Hängen in Höhen von bis zu 2000 Metern. Als die ersten Hyazinthenzwiebeln in die Niederlande importiert wurden, begannen die Gärtner rund um Haarlem sofort mit ihrer Kultivierung und mit der Zucht. Schnell kamen neue Sorten auf den Markt. Besonders gefüllte und zweifarbige Hyazinthen waren in der High-Society heißbegehrt. Die Preise stiegen in die Höhe und so kostete eine Blumenzwiebel der ‘King of Great Britain‘ – einer gefüllten, weißen Hyazinthe mit rotem Herzen – 1715 umgerechnet rund 4000 Euro. Im Jahr 1737, genau ein Jahrhundert nach dem Ende des Tulpenfiebers, kollabierte auch dieser Markt. Die Hyazinthe kam jedoch mit einem relativ kleinen Imageschaden davon und die Züchter setzten ihre Arbeit fort.

Hyacinthus orientalis

1798 soll der Katalog eines holländischen Blumenzwiebelzüchters sage und schreibe 1227 verschiedene Hyazinthensorten enthalten haben. Heute sind die meisten dieser alten Sorten leider nicht mehr erhältlich. Grund dafür ist das mangelnde Interesse an Hyazinthen im spätviktorianischen Zeitalter – gefüllte, pompöse Blüten waren out, einfach blühende in. Also wurden die plötzlich unbegehrten Hyazinthen nicht mehr vermehrt und verschwanden.

Das aktuelle Sortiment muss sich hinter dem damaligen aber nicht verstecken: es gibt Hyazinthen in Blau, Violett, Rosa und Weiß, in Gelb, Apricot und sogar Rot. Im Frühlingsgarten sorgen sie mit ihren großen Blütenständen für eine wahre Farbexplosion und sind zudem wirklich dankbare Pflanzen: Sie erfordern wenig Pflege, wachsen in jedem normalen Boden und blühen Jahr für Jahr aufs Neue.

Hyacinthus orientalis 'Aiolos'

Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel, weiß, weshalb die Frühlingsblüher dennoch eher selten gepflanzt werden: „Oft sind die kompakten Blütenstände der Hyazinthe zu schwer für die Stiele, die dann leider unter der Last umknicken. Das sieht natürlich nicht schön aus, weswegen viele Hobbygärtner von Anfang an die Finger von Hyazinthen lassen.” Der Niederländer hat jedoch einen Tipp, mit dem dieses Umfallen vermieden werden kann: „Man sollte beim Kauf unbedingt auf die Größe der Blumenzwiebeln achten! Wählt man Blumenzwiebeln mit einem Umfang von 16 bis 17 Zentimetern, stehen Blütenstand und Stiel in einem guten Verhältnis zueinander und die Hyazinthe knickt nicht um.” In seinem Webshop bietet van der Veek daher auch ausschließlich Hyazinthenzwiebeln dieser Größe und auch nur Sorten an, die für den Garten geeignet sind.

Hyazinthe

„Viele Hyazinthen werden in erster Linie für den Schnittblumenmarkt produziert, zum Beispiel die ‘Delft Blue’ und ‘China Pink’. Leider werden diese Sorten trotzdem häufig für den Garten angeboten, aber ich rate davon ab, sie zu pflanzen.”

Die Blumenzwiebeln von Hyazinthen kommen im Herbst in den Boden. In Gebieten mit kalten Wintern empfiehlt es sich, sie mindestens mit zehn Zentimetern Erde zu bedecken, denn im ersten Jahr sind sie noch etwas frostempfindlich. Übrigens: Der Blütenstand der Hyazinthe besteht im ersten Frühling aus mindestens 50 Blüten. In den folgenden Jahren werden es hingegen nur noch 15 bis 20 Blüten sein. Dieser etwas lockerere Flor verleiht den Hyazinthen einen wilden Look und passt gut in Gärten mit natürlichem Charme. Weitere Informationen und verschiedene Hyazinthen sind auf www.fluwel.de zu finden. Viele der besonderen Sorten sind nur in geringer Stückzahl erhältlich. Daher lohnt es sich, schon jetzt zu bestellen!

Klein, aber oho!

Miniatur-Tulpen für den Frühlingsgarten

Tulipa bakeri 'Lilac Wonder'

Auf den ersten Blick könnte man meinen, bei ihnen handele es sich gar nicht um echte Tulpen: Sie sind klein, ihre Stiele kurz, ihre Blüten und Blätter scheinen zu wild. Doch der Eindruck täuscht! „Auch Miniatur-Tulpen sind natürlich richtige Tulpen”, betont Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Sie stammen meist von Speziestulpen ab und wachsen ursprünglich in den rauen Berggebieten rund um das Kaspische Meer. Ihre Überlebenskraft ist enorm: Sie kommen Jahr für Jahr wieder und breiten sich fröhlich aus. Sehr willkommene Eigenschaften, die Gartenbesitzer sehr schätzen.”

Die Tulipa bakeri ‘Lilac Wonder’ ist wohl die bekannteste unter den kleinen Tulpen. Sie wird maximal dreißig Zentimeter hoch und bevorzugt einen sonnigen Standort. Ihre zarten Blüten ziehen mit einem sanften Rosa und einem leuchtenden Gelb in den Bann.

Tulipa turkestanica

Gut macht sie sich im Zusammenspiel mit gelben Narzissen oder kleinen, blauen Traubenhyazinthen. Auch die Tulipa turkestanica hat in ihrer Blütenmitte ein gelbes Herz, das in ein Cremeweiß ausläuft. Jede ihrer Blumenzwiebeln produziert gut drei bis fünf helle, sternförmige Blüten, die von Bienen reichlich besucht werden. Pflanzt man sie an einer sehr sonnigen Stelle in den Garten, kommt sie Jahr um Jahr wieder. Nur an einem hellen Standort öffnet sie übrigens auch ihre Blüten.

Um einiges kleiner ist die Tulipa humilis violacea ‘Black Base’. Gerade einmal zehn Zentimeter wächst sie hoch und ist damit eine der Kleinsten unter den Miniatur-Tulpen. „Die ‘Black Base’ ist eine echte Speziestulpe, wie sie auch noch in der freien Natur vorkommen”, erklärt van der Veek.

Tulipa 'Samantha'

„Wenn sich ihre pinkfarbenen Blüten öffnen, offenbart sie ein blauschwarzes Herz.” Mit dieser Wilden auf einer Augenhöhe ist die Tulipa ‘Samantha’. Sie mag es sonnig bis halbschattig und blüht von Mitte April bis Mitte Mai. Zu dieser Zeit bringen ihre gefüllten Blüten ein sattes Rot-Pink in den Frühlingsgarten.

Ganz anders wirkt dagegen die Tulipa sylvestris. Diese zierliche Tulpe hat gelbe Blüten, die auf schmalen, gebogenen Stielen stehen. Sie wächst bevorzugt leichtschattig unter Bäumen und wird manchmal auch Waldtulpe genannt. „Die Tulipa sylvestris hat eine besondere Wuchseigenschaft”, erläutert der Niederländer.

Tulipa sylvestris

„Unter der Erde bildet sie Stolonen. Das sind Ausläufer, die horizontal im Boden wachsen und an deren Ende sich neue Blumenzwiebeln formen. So wandert sie sozusagen unterhalb der Erdoberfläche durch den Garten.” Die kleinen Zwiebeln am Ende der Ausläufer sind im ersten Jahr jedoch noch zu klein, um zu blühen. Es kann also sein, dass im zweiten Frühling nach der Pflanzung kaum Blüten zu sehen sind. Aber nicht entmutigen lassen! Sagt der Tulpe der Standort zu, können die Ausläufer schon im darauffolgenden Frühjahr den Garten mit einer Vielzahl an Blüten bereichern. Ein breites Sortiment an Miniatur-Tulpen, aber auch viele weitere Blumenzwiebeln sind auf www.fluwel.de zu finden. Viele der besonderen Sorten sind nur in geringer Stückzahl erhältlich. Daher lohnt es sich, schon jetzt zu bestellen!

Neben ihr kommt man groß raus:

Anemone blanda als blühende Begleiterin!

Anemone blanda 'White Splendour' mit der Hyazinthe 'Blue Pearl'

Manche Zwiebelblumen stehen gerne im Mittelpunkt und ziehen wie von selbst alle Blicke auf sich, wie Tulpen oder Allium. Andere wiederum sind ideale Beetpartner, die erst im Zusammenspiel mit anderen Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten: Krokusse zum Beispiel oder auch Traubenhyazinthen. Und dann gibt es noch die perfekten Begleiter: Sie drängen sich nicht auf und werden oft erst auf den zweiten Blick richtig wahrgenommen. Dennoch spielen sie eine entscheidende Rolle im Beet, indem sie dafür sorgen, dass das Gesamtbild beeindruckt und die imposanten Solokünstler im Frühlingsbeet den größtmöglichen Effekt erzielen. Eine ideale Begleiterin ist beispielsweise die Anemone blanda.

Die Anemone blanda ist die Platzliebende unter den Frühlingsblumen: Sie breitet sich gerne aus und bildet mit der Zeit einen dichten, blühenden Teppich. Besonders an halbschattigen Standorten vermehrt sie sich gern mit feinen Blättern und kleinen Blütensternen.

Anemone blanda 'Blue Shades'

Dabei verdrängt sie die anderen Pflanzen im Beet jedoch nicht, sondern umschmeichelt sie elegant. „Vor allem mit der ‘Blue Shades‘ lässt sich ein fröhlicher Teppich im Garten anlegen”, erklärt Carlos van der Veek von Fluwel. „Sie wächst maximal zehn Zentimeter hoch und fasziniert mit einem eleganten Blau-Violett.”

Die Anemone blanda ‘White Splendour‘ wächst etwas höher, blüht etwas weniger reich und verwildert nicht so gut. Dafür besticht sie mit wesentlich größeren Blüten in einem zarten Weiß. Beide Sorten sind hervorragend mit anderen, größeren frühjahrsblühenden Blumenzwiebeln kombinierbar: mit Tulpen, Narzissen oder auch Hyazinthen. Im Zusammenspiel mit der Anemone blanda kommen ihre Formen und Farben noch besser zur Geltung.

Anemone blanda 'White Splendour' mit der Hyazinthe 'Miss Saigon'

„Die Blütezeit der Anemone blanda verschiebt sich im Laufe der Zeit übrigens nach vorne”, so der Niederländer. „Im ersten Jahr nach der Pflanzung geht sie ungefähr von Mitte April bis in den Mai. In den darauffolgenden Jahren, wenn sich die Anemone blanda im Garten fest angesiedelt hat, öffnen sich die Blüte hingegen oft schon Ende März und erfreuen wesentlich länger als im ersten Jahr.”

Die kleinen Knollen der Anemone blanda werden im Herbst gepflanzt. Ideale Standorte sind unter Bäumen, an Hecken oder Gehölzrändern. Um einen schönen, dichten Blütenteppich zu kreieren, ist ein Abstand von fünf Zentimetern ideal. Es empfiehlt sich, vorher den Boden zu lockern und dann die Knollen darauf zu verstreuen. Anschließend drückt man sie fingertief in die Erde. „Das ist bei fast allen kleinen Blumenzwiebeln eine gute Vorgehensweise, auch für Chionodoxa, Puschkinia oder Ipheion”, erklärt van der Veek.

Anemone blanda 'White Splendour'

„Nur bei Krokussen ist es wichtig, dass sie tiefer gepflanzt werden, denn ihre Knollen stehen auf dem Speiseplan zahlreicher Vögel. Pflanzt man sie zu flach, werden sie herausgepickt.” Möchte man die Anemone blanda in einem Topf oder Kübel mit anderen Pflanzen kombinieren, bedeckt man zuerst die Blumenzwiebeln von Tulpen, Hyazinthen oder Narzissen bis zu den Spitzen mit Erde, bevor eine Hand voll Anemonenknollen dazu kommt. Das Ergebnis im Frühjahr kann sich sehen lassen: Die Anemone blanda bildet einen Blütenkranz über den Rand des Topfes, während die Blütenköpfe der anderen Frühblüher über ihr fröhlich im Wind wippen. Weitere Informationen und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln ist auf www.fluwel.de zu finden.

Die Blaublüter unter den Blumenzwiebeln:

Mit diesen Frühlingsblühern wird der Garten royal

Scilla siberica

Das Reich der Blüten bietet eine unglaubliche Formen- und Farbenvielfalt. Im Frühling führen vor allem Zwiebelblumen das Regiment im Garten. Von roten Tulpen über gelbe Narzissen bis hin zu pinkfarbenen Hyazinthen – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Auch für Liebhaber der Farbe Blau hält der Frühling einiges bereit.

Joseph von Eichendorff schrieb es in einem seiner Gedichte: „Ich suche die blaue Blume, Ich suche und finde sie nie”. Schon seit Jahrhunderten sind wir Menschen von blauen Blüten fasziniert. Vielleicht, weil man ein sattes, tiefes Blau eher selten in der Natur entdeckt – meist bewegt es sich sehr nah am Lila, manchmal wirkt es schon eher weiß.

Muscari armeniacum

Doch es gibt sie, die Blaublüter unter den Pflanzen und gerade der Frühling trumpft mit einer ganzen Reihe auf. „Den ersten Platz belegt hier definitiv die Scilla siberica”, sagt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek vom Webshop Fluwel. „Ich nenne sie immer scherzhaft die blauste Blume der Welt, denn ich kenne keine andere Pflanze mit solch einer intensiven Farbe. Zusammen mit weißen Tulpen oder gelben Narzissen kommt der Sibirische Blaustern noch besser zur Geltung.”

Auch die Muscari armeniacum macht sich in der Kombination mit anderen Farben gut. Einen spannenden Effekt erzielt man beispielsweise mit rosafarbenen Tulpen, wie der gefüllt blühenden ‘Foxtrot‘.

Hyazinthe 'Blue Jackett'

Bienen und Hummeln sind von der Muscari armeniacum ganz begeistert, denn sie bietet ihnen von April bis Mai sowohl Nektar als auch Pollen. Ebenfalls royales Flair verbreitet die Hyazinthe ‘Blue Jackett‘ – je nach Lichteinfall erscheinen ihre Blüten mal Dunkelblau, mal Tieflila. Da diese Pflanze herrlich duftet, empfiehlt es sich, ihre Blumenzwiebeln in der Nähe der Terrasse oder neben dem Hauseingang zu pflanzen. Dort kann man ihr zartes Parfum wunderbar genießen.

Iris reticulata 'Harmony'

„Auch die Iris reticulata ‘Harmony‘ setzt man am besten in Sichtweite des Hauses in den Boden oder holt sie sich im Topf auf den Balkon”, rät van der Veek. „Denn diese Mini-Iris wird nur maximal zehn Zentimeter hoch und steht schon in voller Blüte, wenn das Leben im Garten noch gar nicht richtig begonnen hat.” Das Blau der Ipheion uniflorum ‘Rolf Fiedler’ ist weniger intensiv. Es erinnert an einen wolkenlosen Sommerhimmel. Da der Einblütige Frühlingsstern ursprünglich aus Uruguay und Argentinien kommt, entwickelt er sich an einem warmen, sonnigen Platz am besten. Gepflanzt werden die Blumenzwiebeln der Frühlingsblumen im Herbst. Bestellt werden können sie schon jetzt. Weitere Informationen und ein breites Sortiment sind auf www.fluwel.de zu finden.