Pflanzzeit Herbst

Allium blüht nicht gern allein

Kugeln in Lila, Rosa, Weiß und Gelb

Allium 'Ambassador'

Große, lilafarbene Kugeln aus unzähligen, sternenförmigen Blüten – die Allium sucht im Frühlingsbeet ihresgleichen. Auch durch ihre Höhe von über einem Meter lenkt sie die Blicke auf sich. Die Blütezeit der meisten Zierlauche reicht von Mai bis weit in den Juni. Ihre großen Blumenzwiebeln werden jetzt im Herbst gepflanzt. Ideal ist ein sonniger Standort mit durchlässigem Boden.

Den größten Zierwert hat die Zwiebelpflanze, wenn man sie zu mehreren zusammensetzt. „Vor allem Allium ‘Ambassador‘ entfaltet in der Gruppe die größte Wirkung”, hebt Carlos van der Veek von Fluwel hervor. „Pflanzt man die Zwiebeln zwischen niedrige, horstige Stauden oder kleinbleibende Gräser, schweben die gefüllten, kugelrunden Blütendolden über den anderen Pflanzen. Einfach herrlich!” Die Kombination mit Lavendel, der es auch gern sonnig mag, findet ebenfalls begeisterten Anklang bei Hobbygärtnern: Die unterschiedlichen Lilaschattierungen schaffen im Zusammenspiel ein eindrucksvolles Gartenbild.

Allium moly 'Jeannine'

Durch die Pflanzung zwischen Stauden, Gräsern oder Halbsträucher wird auch die „Problemzone” des Zierlauchs auf schöne Weise kaschiert. Denn während die imposanten Blütenkugeln wochenlang mit ihrer Pracht und intensiven Farbe beeindrucken, beginnt ihr Blattwerk bereits sehr früh welken. Werden die Füße der Allium von niedrigen Pflanzen umschmeichelt, sind die trockenen Blätter geschickt verdeckt.

Allium gibt es aber längst nicht nur in Lila. Von einem hellen Violett und dunklen Weinrot über ein reines Weiß und zartes Rosa bis hin zu einem sonnigen Gelb ist in der bunten Welt des Zierlauchs alles zu finden. Auch Kleine gibt es, die mit ihrer geringen Höhe wunderbar in einen Steingarten oder eine Rabatte passen.

Allium unifolium 'Eros'

Die Allium moly ‘Jeannine‘ wächst beispielsweise gerade einmal 30 Zentimeter hoch. Neben ihren großen Schwestern braucht sie sich aber keinesfalls zu verstecken. Sie ist ebenso schön und eine Weide für Bienen und Hummeln. Außerdem können die Großen von ihrem sonnigen Gelb nur träumen. „Seit Jahren versuchen passionierte Züchter, auch die imposanten, runden Allium gelb blühen zu lassen. Bis jetzt aber ohne Erfolg”, erklärt der Blumenzwiebelexperte.

Zu Frühlingsgärten mit zarten Farben passt die ‘Cameleon‘. Sie ähnelt der ‘Jeannine‘ optisch sehr, blüht aber in einem zarten Rosa, das mit der Zeit immer heller wird. Ein Pastellviolett zeigt dagegen die Allium unifolium ‘Eros‘. Auch als Schnittblume macht sie sich gut. Das farbliche Gegenteil ist die Allium atropurpureum: Sie überrascht mit fast schwarzen Samensäckchen, die von roten und lilafarbenen Blütenblättchen umgeben sind. Daher wird sie auch schwarzpurpurner Lauch genannt.

Allium 'Mount Everest'

„Die größte Ähnlichkeit mit ihren kugelrunden, lilafarbenen Geschwistern hat die ‘Mount Everest‘”, erklärt van der Veek. „Sie ist die älteste der heute erhältlichen Sorten und blüht in einem reinen Weiß. Entfernt erinnert sie an riesige Pusteblumen.”

Über 15 verschiedene Allium bietet der Blumenzwiebelexperte auf seinem Webshop an. Daneben beeindrucken über 300 weitere frühlingsblühende Blumenzwiebeln und Knollen mit ihren Farben und Formen. Das Stöbern macht Spaß und lohnt sich, denn viele der Pflanzen sieht man dort zum ersten Mal – in Supermärkten und Gartencentern kann schließlich nur ein begrenztes Sortiment angeboten werden. Wer auf der Suche nach etwas Besonderem für seinen Frühlingsgarten ist, sollte sich auf www.fluwel.de umschauen.

Frühlingstrauben mit herrlichem Duft:

Muscari werden jetzt gepflanzt!

Muscari armeniacum 'Peppermint'

Sie recken im April ihre Blütentürmchen aus dem Boden und verbreiten im Garten einen dezenten Duft: Muscari sind eine wahre Zierde im Frühlingsbeet. Die im Volksmund auch als Blaue Traubenhyazinthen bezeichneten Zwiebelblumen erfreuen jedes Jahr aufs Neue und breiten sich fröhlich aus. Gepflanzt werden ihre Zwiebeln jetzt im Herbst.

Muscari kommen ursprünglich aus Süd- und Südosteuropa, Nordafrika und Südwestasien. Mittlerweile haben sich die Muscari neglectum (Weinbergs-Traubenhyazinthe) und die Muscari armeniacum (Armenische Traubenhyazinthe) aber auch in Deutschland angesiedelt. Man findet sie in Weinbergen, Wäldern, Wiesen und felsigen Gegenden. Schon seit Jahrhunderten blühen sie in Parks und Gärten. Dort faszinieren sie mit ihren unzähligen Schattierungen von Blau, einige imponieren aber auch in einem reinen Weiß.

Muscari latifolium den Tulpen 'Negrita' und 'Lady Jane'

Muscari mögen sonnige bis halbschattige Standorte mit durchlässigem, nicht zu nassem Boden. Ist die Erde sehr lehmig oder fest, kann sie mit Sand aufgelockert werden. „Die Zwiebeln kommen circa acht Zentimeter tief in den Boden und sollten nicht zu nah zusammen gepflanzt werden, denn sie breiten sich gerne aus und brauchen dafür Platz. Ein Abstand von zehn Zentimetern ist ein guter Richtwert”, erklärt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Mein Tipp: Setzen Sie die Muscari mit anderen Frühlingsblumen zusammen. Die zweifarbige Muscari latifolium wirkt zum Beispiel besonders gut im Zusammenspiel mit der pinkfarbenen Tulpe ‘Negrita‘ und der Tulipa clusiana ‘Lady Jane‘. Schön ist auch die Mischung ‘Sail Away‘: Darin ergänzen sich harmonisch die fast weiße Narzisse ‘Sailboat‘ mit der tiefblauen Muscari armeniacum.”

Muscari armeniacum mit weißen Narzissen

Möchte man den Effekt eines blauen Bandes oder Teichs erzeugen, legt man das Augenmerk auf eine Muscari-Sorte und pflanzt diese dicht und in großer Stückzahl. Mit der himmelblauen ‘Valerie Finnis‘ kann man die Illusion einer blühenden Wolke schaffen, die ‘Ocean Magic‘ lässt mit ihrem sanften Übergang von Weiß zu Blau an ein helles Meer mit zarten Wellen denken, während die royalblaue Muscari armeniacum in Masse gepflanzt wie ein Fluss wirkt, der sich durch den Garten schlängelt.

Muscari wachsen maximal 20 Zentimeter hoch und eignen sich daher auch wunderbar für die Pflanzung im Topf. Dafür setzt man die Zwiebeln auf mindestens zehn Zentimeter Erde und befüllt das Gefäß anschließend bis zum Rand. Wichtig ist, dass es ein Wasserabzugsloch gibt, denn Staunässe mögen die Wurzeln der Traubenhyazinthen gar nicht.

Lasagne-Pflanzmethode

„Auch im Topf können die Muscari zusammen mit Tulpen oder Narzissen den Frühling feiern”, betont van der Veek. „Hier empfehle ich die Lasagne-Methode, bei der die Zwiebeln und Knollen verschiedener Frühjahrsblüher in Schichten unterschiedlich tief in die Erde kommen. Also erst die großen Tulpenzwiebeln, darüber mittelgroße Narzissen und in der obersten Erdschicht finden die kleinen Muscari ihren Platz.” Sogar im Haus können die Zwiebelblumen als Topfpflanzen zum Blühen gebracht werden. Dennoch sollten sie den Winter über im Freien stehen, denn die Pflanzen brauchen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung. Im Frühling kommen die Töpfe dann in die Wohnung. Allerdings müssen sie an einem kühlen Ort stehen, denn nur bei niedrigen Temperaturen blühen sie wirklich schön und für einen langen Zeitraum. Weitere Informationen und ein breites Sortiment an frühblühenden Blumenzwiebeln und Knollen sind auf www.fluwel.de zu finden.

Mit Reifrock und Krone:

Die Narzisse kann auch anders!

Carlos van der Veek von Fluwel

Denken wir an Narzissen, haben wir sofort die Farbe Gelb im Kopf – Blüten mit großer Nebenkrone umgeben von länglichen Blütenblättern. Dass Narzissen aber auch ganz anders aussehen können, weiß Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek. Der Niederländer ist passionierter Züchter und Sammler der Frühjahrsblumen und hat auf seinem Mutterpflanzenfeld über 2000 verschiedene Narzissen stehen. Wer bis jetzt dachte, er möge keine Narzissen, wird diese Annahme bei einem Blick auf das umfangreiche Sortiment gewiss hinterfragen. Denn nur wenige der Zwiebelblumen, die man dort vorfindet, sehen so aus, wie wir uns Narzissen vorstellen. Die Farben reichen von Reinweiß über Pastellgelb bis hin zu zweifarbig in Gelb-Orange oder Weiß-Apricot. Dort gibt es Narzissen mit ganz kleiner, aber auch mit beeindruckend großer Nebenkrone, einige erinnern an Schmetterlinge, manche beeindrucken mit gekräuselten Blütenblättern.

Narzisse 'Oxford Gold'

„Die Welt der Narzissen bietet eine unglaubliche Farben- und Formenvielfalt”, betont van der Veek. „Manche meiner Narzissen werden von Hobbygärtnern oft nicht einmal als Narzissen erkannt. Da gibt es beispielsweise die Sorte ‘Rip van Winkle‘ – eine gefüllte Form der wilden Narcissus minor var. pumilus. Mit ihren außergewöhnlichen Blütenblättern erinnert sie fast an Löwenzahn.” Etwas reduzierter erscheint die kelchförmige Blüte der ‘Oxford Gold‘. Sie zählt zu den Narcissus bulbocodium – auch als Reifrocknarzissen bekannt -, die schon sehr lange im Handel sind, aber nie große Beachtung erfahren haben. Grund dafür ist, dass es den ursprünglich aus der Wildnis stammenden, zierlichen Narzissen in Nordeuropa etwas zu kalt ist und sie nicht so gut verwildern. Die ‘Oxford Gold‘ ist eine der Ausnahmen: Als Kreuzung aus der wilden bulbocodium Narzisse mit der reich blühenden Jonquillennarzisse bildet die Blumenzwiebel große Blüten, die sich im Garten und in Töpfen wunderbar entwickeln.

Narzisse 'Rose of May'

„Auch die ‘Van Sion‘ ist eine sehr alte Narzisse. Ihr botanischer Name ist Narzissus telamonius plenus”, erklärt van der Veek, „und schon seit vier Jahrhunderten trägt diese Sorte den Namen des Flamen, der sie 1620 beschrieben hat. Sie hat etwas Unverwüstliches an sich und es ist unübersehbar, dass sie das Blut ihrer wilden Narzissenschwestern in den Adern trägt. Sie verwildert wie keine andere. In meinem eigenen Obstgarten blüht sie bereits seit 25 Jahren.”

So gar nicht typisch Gelb ist die Narzisse ‘Rose of May‘. Ihre gefüllte Blüte ist schneeweiß und erinnert – ganz, wie es ihr Name schon sagt – an eine Rose. Sie zählt zu den historischen Narzissen mit langer Geschichte und kommt im Garten Jahr für Jahr bereitwillig wieder. Auch die ‘Diversity‘ sieht herrlich anders aus: Eine breite, flache Nebenkrone blüht mit einem sanften Farbverlauf von Gelb zu Apricot. „Diese Narzisse habe ich im Frühjahr 2003 als Sämling bei dem nordirischen Veredler Brian Duncan entdeckt”, erzählt der Niederländer. „Es war Liebe auf den ersten Blick. Ein so wunderschöner rosafarbener Sonnenschirm auf einem schneeweißen Deckblatt – das ist wirklich einzigartig.”

Narzisse 'Diversity'

Die Farben Apricot und Weiß bringt auch die Narzisse ‘Dance with Me‘ zusammen. Ihre Blüte entwickelt eine gekräuselte und gespaltene Nebenkrone aus, die an einen flatternden Schmetterling erinnert. Aus diesem Grund werden Narzissen dieses Typs auch als Schmetterlingsnarzissen bezeichnet. Holländischen Blumenzwiebelgärtnern nennen sie auch „Spleetkronen”, was so viel bedeutet wie „Spaltkronen”.

Die Blumenzwiebeln von über 90 der bewährtesten Sorten seiner Sammlung bietet van der Veek auf seinem Webshop zum Verkauf an. Wer diese außergewöhnlichen Narzissen im nächsten Frühjahr im eigenen Garten blühen sehen möchte, kann ihre Blumenzwiebeln schon jetzt auf www.fluwel.de bestellen. Verschickt werden sie zur besten Pflanzzeit ab Ende September.

Pflanzzeit Herbst:

Mit Blumenzwiebeln den Frühling gestalten

Der Herbst steht vor der Tür und damit auch die Pflanzzeit von Blumenzwiebeln und Knollen. Tulpen, Narzissen und Krokusse, aber auch Schneeglöckchen, Allium oder Hyazinthen kommen ab Ende September in den Boden. Denn die runden Kraftpakete benötigen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung.

Die Tulpe 'Drumline'

Die Zwiebeln und Knollen von Frühlingsblumen unterscheiden sich sehr in ihrer Größe: Angefangen bei den ganz Kleinen der Schneeglöckchen bis hin zu den großen Zwiebeln der Allium. Von ihrem Umfang hängt auch die Pflanztiefe ab. „Als Faustregel gilt, das Loch sollte mindestens zweimal so tief sein wie die Zwiebel dick ist”, betont Carlos van der Veek von Fluwel. „Natürlich gibt es auch Abweichungen. Bei Tulpen rate ich beispielsweise dazu sie mindestens 15 Zentimeter tief zu pflanzen, damit sie einen guten Stand haben und Schneeglöckchen, auch wenn ihre Zwiebeln sehr klein sind, sollten mindestens zehn Zentimeter tief gesetzt werden.” Der Großteil der frühblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen mögen es sonnig bis halbschattig – Tulpen und Narzissen beispielsweise, aber auch Anemonen und Hyazinthen. Doch es gibt auch schattenliebende Frühblüher, wie Erythronium revolutum, als weißer Hundszahn bekannt. Echte Sonnenkinder dagegen sind Allium oder Krokusse. Auf seiner Website bietet van der Veek ausführliche Informationen zu den unterschiedlichen Standorten an, aber auch zu Blütezeiten, Herkunft oder dem Verhalten der Pflanzen im Garten.

Tulpenzwiebeln

Jetzt könnten einige Gartenbesitzer denken, Blumenzwiebeln zu pflanzen sei eine schwierige Angelegenheit, doch das täuscht. Neben Standort und Pflanztiefe ist kaum noch etwas zu beachten. Die Frühblüher gedeihen in jedem normalen Gartenboden und in jeder Blumenerde. Auch ein Düngen wird überflüssig, da die Knollen und Zwiebeln genügend Nährstoffe gespeichert haben, um auszutreiben. Man muss nur mit einem Schäufelchen ein Loch ausheben und die runden Kraftpakete hineinsetzen. Bei einer Pflanzung im Topf sollte das Gefäß ein Wasserabzugsloch haben, damit keine Staunässe entsteht. Doch das war’s: Schon ist der „Grundstein” für ein blühendes Frühjahr gelegt. „Wir schicken die Blumenzwiebeln und Knollen übrigens erst ab Ende September zu unseren Kunden”, betont der Niederländer. „Ein früheres Versenden ergibt einfach keinen Sinn.

Für Tulpen liegt die Pflanzzeit im Herbst

Denn die Zwiebeln brauchen Zeit, um in ihrem Innern alles für ein gutes Wachstum anzulegen. Außerdem ist es zu einem früheren Zeitpunkt noch zu warm zum Pflanzen und die Wurzeln würden im Boden nur schlecht wachsen.” Daher heißt es, sich noch ein wenig in Geduld zu üben, bevor man zum Schäufelchen greift. Die Tulpen und Narzissen, die Krokusse und Allium – sie alle werden es danken … im Frühjahr, wenn sie im Garten erscheinen und farbenfroh das neue Jahr willkommen heißen.

Die Pflanzzeit der Frühlingsblumen reicht von Ende September bis in den späten November. Bis dahin kann der Frühling nach Lust und Laune mit Blumenzwiebeln und Knollen gestaltet werden. Ein breites Sortiment an außergewöhnlichen Sorten ist auf www.fluwel.de zu finden.

Hokus … Krokus … Fidibus:

Zauberhafte Farbtupfer für den Garten

Krokusse im Frühjahr

Krokusse bringen zu einer Zeit Farbe in den Garten, in der wir sie uns besonders wünschen: von Mitte Februar bis in das Frühjahr. Dann recken sie ihre zierlichen Blüten aus dem Erdboden und vertreiben nach und nach den dunklen, farblosen Winter. Selbst eine dichte Schneedecke hält die Frühlingsboten nicht auf. Umgeben von dem glitzernden Weiß leuchten ihre Farben sogar noch intensiver. Gepflanzt werden die Knollen der Krokusse bereits jetzt im Herbst.

Ursprünglich kommen Krokusse aus dem sogenannten Krokus-Gürtel, der von der Iberischen Halbinsel über Süd- und Mitteleuropa, Nordafrika sowie dem Balkan bis hin zum Kaukasus und Westchina reicht. Dort wachsen sie größtenteils an Felshängen, unter Eichengebüschen und in Nadelwäldern. Die meisten Arten blühen im Frühling, doch es gibt auch den Pracht-Herbst-Krokus (Crocus speciosus) oder den berühmten Safran-Krokus (Crocus sativus), die beide im Herbst – zwischen Oktober und November – blühen.

Krokus im Schnee

Ihre Knollen kommen, wie auch die der Frühlingsblüher, im Herbst in den Boden, jedoch so früh wie möglich. „Ich biete die Knollen des Crocus sativus und des Crocus speciosus meinen Kunden nur bis Mitte Oktober in meinem Webshop an”, betont Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. „Nach diesem Zeitpunkt beginnen die Knollen bereits zu treiben, was für eine Pflanzung nicht ideal ist.” Bis dahin können die Herbst-Krokusse gleichzeitig mit ihren frühlingshaften Geschwistern in den Boden gesetzt werden. Mit etwas Glück bringen sie sogar schon im selben Jahr eine Blüte zum Vorschein.

Krokusse mögen es sonnig, kommen aber auch im Halbschatten wunderbar zurecht. Gut eignen sich der Gehölzrand oder Plätze unter laubabwerfenden Sträuchern, die im Frühling noch unscheinbar im Garten stehen. Unter ihren kahlen Ästen haben die Farben der Krokusse dann ihren großen Auftritt.

Crocus chrysanthus 'Blue Pearl'

Doch auch frei auf der Wiese verteilt machen sie sich gut. Pflanzt man viele Knollen in Gruppen oder Horsten zusammen, schweben ihre Blüten im Frühling wie kleine Wolken über dem Boden. „Die Knollen der Krokusse kommen ab Ende September fünf bis acht Zentimeter tief in die Erde. Die Spitze zeigt dabei nach oben, denn daraus entwickelt sich später der Trieb”, erklärt van der Veek. „Zwischen den Krokussen empfehle ich einen Abstand von fünf bis zehn Zentimetern, damit sie ausreichend Platz haben – auch, um sich in den folgenden Jahren ausbreiten zu können. Wenn ein Teil des Gartens im Frühling von einem lilafarbenen Teppich überzogen ist, sieht das wirklich wunderbar aus.”

Krokusse verzaubern aber längst nicht nur in Lila. Es gibt sie auch in Violett oder Weiß, in Pastellgelb oder sogar mehrfarbig. Auch Blüten mit Mustern sind interessant, wie der Crocus vernus ‘Pickwick‘ mit violett-weißen Streifen. Kombinationen mehrerer Sorten mit unterschiedlichen Farben schaffen ebenfalls überraschende Gartenbilder.

Krokusmischung 'Hocus Crocus' mit Narcissus minor var. pumilus

In seinem Webshop bietet van der Veek eine große Palette an Blumenzwiebelmischungen an. ‘Hocus Crocus‘ nennt sich beispielsweise der Mix aus lilafarbenen, blauen und weißen Krokussen. Wer noch ein zusätzliches Highlight wünscht, pflanzt zusätzlich einige Blumenzwiebeln der wilden Narcissus minor var. pumilus zwischen die Krokusse. Ihre fröhlichen, gelben Blütenköpfe erreichen ebenfalls nur eine Höhe von maximal zwanzig Zentimetern und gehen beinahe zeitgleich mit den Krokussen auf. Weitere Informationen, Pflanztipps und eine beeindruckende Vielzahl an Knollen und Blumenzwiebeln sind auf www.fluwel.de zu finden.