Pflanzzeit Herbst

Pflanz- und Blütezeit im Oktober

Krokusse als Farbtupfer für den Herbstgarten

Krokusse verbinden viele automatisch mit dem Frühling, dabei gibt es auch Arten, die im Herbst blühen – wie der Crocus speciosus und der Crocus sativus. Zu einer Zeit, in der sich die meisten Pflanzen schon in die Winterruhe verabschieden oder gerade noch ihren letzten Auftritt haben, erwachen diese Knollengewächse oberhalb der Erde zu neuem Leben. Sie brauchen keine Pflege, erfreuen mehrere Jahre lang und bilden – großflächig gepflanzt – einen eindrucksvollen Blütenteppich.

Crocus speciosus

„Im klassischen Handel trifft man eher selten auf die Knollen dieser Krokusse. Das ist wirklich schade, denn für mich passt ihr Hellviolett ganz wunderbar zur Atmosphäre des Herbstes – zu dem gelben, roten und braunen Laub der Bäume, das nach und nach auf den Boden herabfällt und die zarten Krokusblüten umschmeichelt”, hebt Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel hervor. “Gerade dem Crocus speciosus, auch Pracht-Herbst-Krokus genannt, kommt das zu Gute, denn er blüht ‚nackt‘. Das heißt, sein Laub zeigt sich erst im Frühling, wenn die meisten seiner Artgenossen ihre Knospen öffnen.”

Anders ist es bei dem Crocus sativus, den die meisten Menschen eher unter dem Namen Safran-Krokus kennen. Dieser entwickelt seine schmalen, grünen Blätter bereits im Herbst und zieht sie erst im nächsten Frühjahr ein. Zudem ragen von Mitte Oktober bis Ende November aus seinem Blütenkelch rote, längliche Narben hervor, die für einen extra Hingucker sorgen und denen diese Herbstpflanze ihre internationale Berühmtheit verdankt. Denn aus ihnen wird das teuerste Gewürz der Welt gewonnen: Safran. Auch als „rotes Gold” bezeichnet, kosten 0,1 Gramm je nach Qualität drei bis sechs Euro. Der Grund: Für ein Kilogramm Safran benötigt man 150.000 bis 200.000 Blüten des Safran-Krokus. Dafür braucht man ungefähr 50.000 Knollen. Zudem ist die Ernte reine Handarbeit – ein Pflücker schafft pro Tag ungefähr 60 bis 80 Gramm – und die Blütezeit erstreckt sich nur über wenige Wochen.

Crocus sativus

„Als Gartenpflanze kennt man den Crocus sativus leider kaum, dabei kommt er bestens mit dem Klima hier in Mitteleuropa zurecht. Selbst strenge Frostperioden und Schnee sind für ihn kein Problem”, betont van der Veek. Natürlich wäre die eigene Safranernte nicht sonderlich groß, dafür wären schlicht zu viele Blüten nötig, aber wenn die Narben im November ‚reif‘ sind, kann man sie vorsichtig pflücken und den würzigen Geschmack testen. Aber Achtung: Der Safran färbt die Zunge für mindestens eine Stunde rot! „Natürlich sind die würzigen Fäden nur ein positiver Nebeneffekt dieses Krokus”, meint van der Veek. „Im Garten ist er vor allem aufgrund seiner eleganten Blüten in zartem Violett eine Bereicherung.”

Pflanzzeit des Crocus speciosus und des Crocus sativus ist der Herbst. Allerdings sollten die Knollen möglichst schnell in die Erde kommen – Mitte Oktober treiben sie bereits aus und müssen dann schon im Boden sein. Daher ist es wichtig, frühzeitig nach den besonderen Herbstblühern Ausschau zu halten. „Bei uns sind die Knollen beider Krokusse bereits jetzt vorbestellbar – geliefert werden sie dann zu richtigen Pflanzzeit Ende September und sollten bei der Ankunft im Idealfall sofort in den Boden gebracht werden”, so van der Veek. „Unsere Bollen – wie wir Niederländer sagen – sind zudem besonders dick. Das spielt bei Blumenzwiebeln und Knollen eine wesentliche Rolle, denn je größer sie sind, desto imposanter und länger blühen die Pflanzen. Ich sehe immer wieder Krokusknollen mit einem Umfang von sieben bis neun Zentimetern. Das ist aber viel zu klein. Diese Knollen werden nur kleine Blüten hervorbringen – wenn überhaupt.” Weitere Informationen und ein breites Sortiment an vielen weiteren Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.

Bis zu 30 Blüten an einem Stiel

Die wilde Anmut der Türkenbund-Lilien

Türkenbundlilie 'Claude Shride'

Die Zeit der Lilien ist endlich da! Schon vor Monaten gepflanzt, erfreuen die eleganten Zwiebelgewächse nun nach und nach mit ihren eindrucksvollen Blüten. Es gibt sie in ganz unterschiedliche Farben, von reinem Weiß über zartes Rosa bis hin zu einem knalligen Rot und dunklem Braun. Auch in der Blütenform sind sie abwechslungsreich: Einige zeigen sich einfach, andere gefüllt, manche trompeten- oder schalenförmig und eine besonders kunstvolle Art hat ihre Blütenblätter interessant nach hinten geschlagen. Diese außergewöhnlichen Vertreterinnen nennt man aufgrund ihrer charakteristischen Form auch Türkenbund-Lilien oder – botanisch – Lilium martagon. Anders als ihre Schwestern, die zumeist im Juli im Garten alles geben, überzeugen sie bereits seit einigen Wochen im Juni mit ihrer Pracht.

Lilium martagon 'Sunny Morning'

Türkenbund-Lilien sind die am weitesten verbreitete Wildart und wachsen hierzulande sogar noch frei in der Natur – unter anderem im Schwarzwald und den Allgäuer Alpen. Da ihr Vorkommen jedoch stark zurückgeht, stehen sie mittlerweile unter Naturschutz. „Die Türkenbund-Lilien, die man zurzeit in den Privatgärten sieht, sind zumeist neue Züchtungen der Art”, weiß Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel. „Diese trumpfen mit den besten Eigenschaften für das Beet und die Topfkultur auf und überzeugen mit ihrer eindrucksvollen Blütenpracht – je nach Sorte tragen sie im Juni und Juli bis zu 30 Blüten an einem Stiel! Und das Beste: Haben diese Lilien im Garten einmal Fuß gefasst, dann kommen sie zuverlässig jedes Jahr wieder.” Die typische Türkenbund-Form ist bei den neuen Varianten mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Die ‘Sunny Morning‘ beispielsweise erinnert tatsächlich ein wenig an einen historischen Turban, die ‘Pink Morning‘ dagegen deutet die Drehung nach hinten nur noch leicht an. Dafür kommt diese Sorte mit ihrem zarten Rosa-Violett farblich der ursprünglichen Species besonders nahe.

Lilium martagon 'Sunny Morning'

In der Natur wächst die Martagon-Lilie im Halbschatten an Wald- und Wiesenrändern, ähnliche Bedingungen wünscht sie sich auch im Garten. Optimal ist ein leicht beschattetes Plätzchen zwischen Stauden wie Funkien oder zwischen Gräsern. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. So kommt die rot-orangene ‘Claude Shride‘ auch in der vollen Sonne bestens zurecht und die ‘Sunny Morning’ ändert je nach Lichtsituation sogar ihre Farbe: Im Halbschatten ist das Gelb dominant, in der Sonne gibt das Rot den Ton an. „An den Boden stellen Lilien keine besonderen Ansprüche, wohl aber an den Pflanzzeitpunkt. Grundsätzlich gilt, dass alle Lilien ausreichend Zeit zum Wurzeln und für ihre Entwicklung brauchen”, betont van der Veek. „Daher rate ich, Lilienzwiebeln so früh wie möglich in den Boden zu bringen. Bei den meisten Arten und Sorten bedeutet das: Ab Januar kann’s losgehen. Bei den Lilium martagon verschiebt sich die Pflanzzeit allerdings wegen der frühen Blüte noch weiter nach vorn: Bereits im Herbst sollten die Zwiebeln idealerweise gesetzt werden.”

Martagon-Lilie 'Pink Morning'

Im August – nach ihrer Blüte – ernten die Blumenzwiebelgärtner in den Niederlanden die Zwiebeln der Lilium martagon. Da sie keine schützende Außenhaut besitzen, sind sie sehr empfindlich und trocknen an der Luft schnell aus. Um ihre hohe Qualität zu behalten, müssen sie im Anschluss relativ schnell zurück in die Erde . Aus diesem Grund versendet van der Veek die Lilienzwiebeln bereits ab Ende September an seine Kunden. Bestellbar sind sie in seinem Online-Shop sogar schon ab Mitte Mai. „Bei vielen Pflanzenfreunden wird das Interesse an den prächtigen Lilien besonders dann geweckt, wenn sie sie in anderen Gärten wachsen sehen. Zur gleichen Zeit entdecken sie zumeist auch, an welchen Stellen in ihrem eignen grünen Reich noch etwas Farbe fehlt”, so der Blumenzwiebel-Experte. „All denjenigen, denen es so geht, möchte ich die Chance geben, sich dann direkt ihre Favoriten auszusuchen und zu sichern.” Eine große Auswahl an Türkenbund-Lilien sowie ein riesiges Sortiment weiterer Blumenzwiebeln gibt es auf www.fluwel.de.

Alle Jahre wieder

Blütenteppiche wie von Zauberhand

Krokusse

Es hat etwas Magisches, gegen Ende des Winters durch einen Park zu spazieren, in dem unzählige Krokusse wie ein blühender Teppich den Rasen schmücken. Dies ist der Moment, in dem deutlich wird, dass der Frühling unaufhaltsam näher rückt, selbst wenn es draußen noch kalt und ungemütlich ist. Neben Krokussen eignen sich auch viele andere kleine Zwiebel- und Knollenpflanzen zum Verwildern. Der Fachmann bezeichnet damit die Eigenschaft dieser Blumen, sich selber ohne gärtnerische Hilfe zu vermehren. So entstehen im Laufe der Jahre aus kleinen Gruppen großflächige, wunderschöne Blütenteppiche. Selbst Zwiebelzwerge, die einzeln kaum auffallen, kommen auf diese Weise ganz groß raus.

Nicht nur Parkanlagen wirken mit den fein gewebten Blütenteppichen wie verzaubert, auch in Gärten können verwildernde Blumenzwiebeln und Knollen ihren einzigartigen Charme entfalten.

Narzisse 'Glory of Lisse'

Geeignet sind beispielsweise Schneeglöckchen (Galanthus nivalis), Winterling (Eranthis hyemalis), Strahlenanemone (Anemone blanda), Schneestolz (Chionodoxa), Blausternchen (Scilla), Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), Wildtulpen (Tulipa), viele Narzissensorten wie etwa die ‘Glory of Lisse‘ und natürlich der Krokus.

„Verwildernde Zwiebeln und Knollen pflanzt man idealerweise in die Rasenfläche, an den Gehölzrand oder in den lichten Schatten unter laubabwerfende Bäume”, rät Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Damit sie sich gut entwickeln, muss man ihnen nach der Blüte immer genügend Zeit lassen, alle Nährstoffe aus den Blättern in die Zwiebeln zu ziehen. So stehen sie den Pflanzen für das Wachstum im nächsten Jahr wieder zur Verfügung.” Der Rasen sollte im Frühling also erst dann gemäht werden, wenn die Blätter der Zwiebelgewächse schon vergilbt sind und zu trocknen beginnen.

Narzissenzwiebeln

Falls die Blumen in Gruppen zusammenstehen, kann man natürlich beim ersten Schnitt auch nur diese Bereiche gezielt umgehen. Vor allem rund um Bäume sieht es sogar recht hübsch und natürlich aus, wenn hier die Grashalme etwas länger gelassen werden. Neben zu frühem Mähen schadet übrigens auch übermäßiges Hacken und Graben dem Ausbreitungsdrang der Zwiebeln und Knollen. In Arealen, in denen diese wachsen, sollte man sich daher auch damit zurückhalten.

Pflanzzeit für die im Frühjahr blühenden Schönheiten ist der Herbst. Seit Ende September können die Knollen und Zwiebeln in den Boden. Damit dann zur Blütezeit möglichst naturnahe Gartenbilder entstehen, empfiehlt es sich diese nicht unbedingt in Reih und Glied zu setzen, sondern möglichst unregelmäßige Abstände zu wählen.

Blumenzwiebelmischung

Ein Tipp von van der Veek: „Nehmen Sie so viele Zwiebel wie sie halten können, in eine Hand und schlagen Sie mit der anderen Hand leicht darunter, so dass die Zwiebeln zu Boden fallen. Dort wo sie liegen bleiben, werden sie gepflanzt. Wenn der Standort ihnen zusagt, vermehren sie sich in den Folgejahren fleißig. Dann erscheint wie von Zauberhand immer wieder im Frühling ein wunderschöner Blütenteppich in Ihrem Garten.” Wer es bunt mag, kann selbstverständlich hierfür verschiedene Blumenzwiebeln kombinieren oder greift direkt zu einer erprobten Mischung wie beispielsweise der „Aladdin’s Carpet“, die verschiedene Tulpensorten und blauen und weißen Traubenhyazinthen (Muscari) enthält. Weitere Informationen zu Blumenzwiebeln und ein breites Sortiment gibt es unter www.fluwel.de.

Pflanzspaß mit Kindern

„Komm, wir verstecken Blumenzwiebeln!“

Sie sind klein, rund, meist braun oder beige, seltener lila oder gelb – Blumenzwiebeln und Knollen wirken eher unscheinbar. Umso beeindruckender ist es, wenn sich nach den kalten Tagen des Winters aus jeder dieser unauffälligen Kugeln langsam eine Pflanze entwickelt, die im Frühling fröhliche, bunte Blüten zeigt. Besonders Kinder sind von solchen Naturschauspielen fasziniert und bekommen große Augen, wenn man ihnen die natürlichen Zusammenhänge näherbringt. Jetzt im Herbst ist der perfekte Zeitpunkt dafür! Denn ab Ende September beginnt die Pflanzzeit der frühblühenden Zwiebelblumen, wie Tulpen und Krokusse. Aber auch die winzigen, bei Kindern beliebten weißen Schneeglöckchen kommen nun in die Erde. Wieso also nicht jetzt einmal mit den Jüngsten rausgehen und mit ihnen verschiedene Blumenzwiebeln im Boden verstecken?

Pflanzzeit Herbst

„Das Pflanzen ist wirklich kinderleicht und macht großen und kleinen Gärtnern jede Menge Spaß”, weiß Carlos van der Veek, Blumenzwiebelexperte von Fluwel. „Man braucht lediglich ein kleines Schäufelchen, mit dem man ein Loch ausheben kann, das ungefähr doppelt so tief ist, wie die Blumenzwiebel oder Knolle dick. Die Zwiebeln kommen mit der Spitze nach oben hinein und werden mit Erde bedeckt.” Eine besondere Behandlung brauchen die runden Kraftpakete übrigens nicht – weder Dünger, noch eine spezielle Erde ist nötig. Der normale Gartenboden reicht völlig. Das war’s, schon ist der Grundstein für einen blühenden Frühling gelegt.

„Doch was genau passiert jetzt?” – Das werden die Kinder nach der großen Pflanzaktion wahrscheinlich fragen. Nun, in erster Linie heißt es warten – sowohl für die kleinen Gärtner, als auch für die Bollen. „Zu diesem Zeitpunkt haben die Blumenzwiebeln in ihrem Innern bereits eine kleine Tulpe oder Narzisse im Miniaturformat angelegt”, erklärt van der Veek. „Würde man sie jetzt vorsichtig öffnen, sähe man bereits, dass alles für die zukünftige Blüte bereits angelegt ist: die Blütenblätter, die Staubgefäße und der sogenannten Stempel. Manchmal zeigt sich oben an der Zwiebel auch schon der grüne Trieb, der nur darauf wartet, im Frühling, wenn die Temperaturen steigen, ganz schnell durch die Erde zu schießen. Im Oktober bildet die Zwiebel auch schon erste kleine Wurzeln. Schaut man genauer hin, entdeckt man den sogenannten Wurzelkranz und fühlt ihn auch ein bisschen durch die äußere Haut.”

Pflanzzeit Herbst

Im Boden beginnen die Zwiebeln dann, ihre Wurzeln komplett auszubilden – dafür ist es ideal, wenn die Erde etwas kälter und auch feuchter ist. Sobald die Temperaturen im neuen Jahr wieder steigen, fangen die Pflanzen an zu wachsen.

Und dann? Nun, im Frühling ist die Zeit der fleißigen Insekten gekommen. Besonders die einfachen, ungefüllten Blüten – also die, die nicht komplett aus Blütenblättern bestehen – bieten Bienen, Hummeln und Schmetterlingen reichlich Pollen und Nektar. Beides brauchen die emsigen Bestäuber für ihre Ernährung und freuen sich, wenn sie auch schon während ihrer ersten Flüge im neuen Jahr leckere Blüten im Garten vorfinden. Somit haben die Kinder nicht nur den Garten verschönert, sondern auch vielen wichtigen Insekten geholfen. Wenn das mal nicht stolz macht! Also schnell raus in den Garten und Blumenzwiebeln pflanzen. Weitere Informationen und ein breites Sortiment an Blumenzwiebeln und Knollen gibt es auf www.fluwel.de.

Der Frühling wird im Herbst gepflanzt

Blumenzwiebeln wollen bald in die Erde!

Tulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen, Zierlauche … – die Liste der bekannten und beliebten Frühjahrsblüher ist lang. Mit ihren farbenfrohen Blüten begrüßen sie uns im neuen Gartenjahr. Gepflanzt werden ihre Blumenzwiebeln und Knollen bereits im Herbst, denn die runden Kraftpakete brauchen die Kälte des Winters für ihre Entwicklung. Zu warm darf es allerdings auch nicht sein.

Blütenpracht im Frühling

„Solange die Bodentemperaturen über dreizehn Grad liegen, können die Wurzeln der Zwiebeln nicht gut wachsen”, erklärt Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel. “Besonders Tulpen sind da empfindlich. Sie sitzen dann ‚untätig‘ im Boden und sind anfällig für Pilze und Krankheiten, die bei höheren Temperaturen noch sehr aktiv sind. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Qualität der Blüte im Frühjahr aus.” Der Experte rät daher frühstens Ende September zur Schaufel zu greifen!

Die Zwiebel- und Knollengewächse stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden: Normale Garten- oder Blumenerde genügt. Auch ein Düngen ist nicht nötig, denn die Pflanzen haben genügend Nährstoffe zum Austreiben gespeichert. Um sich im nächsten Frühjahr an einer möglichst großen Blütenpracht erfreuen zu können, sollte man sich jedoch mit zwei Aspekten etwas näher beschäftigen: Dem Standort und der Pflanztiefe.

Pflanzzeit Herbst

Beides hängt natürlich davon ab, für welche Frühjahrsblüher man sich entscheidet. Generell mögen es die meisten bekannten Arten aber eher sonnig bis halbschattig – Tulpen und Narzissen beispielsweise, aber auch Anemonen und Hyazinthen. Traubenhyazinthen (Muscari), Zierlauch (Allium) oder Krokussen sollten dagegen einen fast vollsonnigen Platz im Garten bekommen, der weiße Hundszahn (Erythronium revolutum) oder die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) dagegen einen etwas schattigeren.

Bei der Frage nach der richtigen Pflanztiefe hilft eine Faustregel: Das Loch sollte zwei- bis dreimal so tief sein, wie die Zwiebel oder Knolle dick ist. Das bedeutet, die kleinen Krokusknollen kommen erheblich flacher in den Boden, als die dicken Zwiebeln der Kaiserkronen (Fritillaria imperialis).

Tulpenzwiebeln

Doch auch von dieser Regel gibt es leider Ausnahmen. „Die Zwiebeln der Schneeglöckchen sind zwar sehr klein, trotzdem sollten sie mindestens zehn Zentimeter tief gesetzt werden. Auch Tulpen kommen mindestens 15 Zentimeter tief in den Boden, damit sie einen guten Stand haben”, erklärt van der Veek.

Wer bis jetzt noch keine Zeit hatte, sich mit dem Frühjahr zu beschäftigen, muss bei der bevorstehenden Pflanzzeit übrigens nicht in Hektik verfallen. Bis in den späten November können die Frühjahrsblüher gepflanzt werden. Es bleibt also ausreichend Zeit, sich die eigenen Favoriten unter den Zwiebelpflanzen auszusuchen und zu bestellen. Ein großes, umfangreiches Sortiment mit detaillierten Pflanztipps gibt es auf www.fluwel.de.