Farbenfroh

Geduld ist gefragt:

So entstehen herrliche Zwiebelblumenwiesen

Blumenzwiebelmischung Crocreation

Ein wunderbarer Frühling wartet auf Gartenbesitzer, die Blumenzwiebeln zur Verwilderung in die Wiese oder in den Rasen pflanzen. Denn was gibt es im zeitigen Frühjahr schöneres als eine große Rasenfläche voller Schneeglöckchen, Krokusse, Schneestolz oder auch später im Frühjahr eine Wiese mit botanischen Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen? Besonders Streuobstwiesen werden für einige Wochen zu impressionistischen Gemälden, denn oft fällt die Blüte der Obstbäume mit der Blütezeit der Zwiebelblumen zusammen. Großartig sehen diese Gärten aus! Für die Freunde strikter Ordnung bricht allerdings nach der Blüte eine harte Zeit an, denn mähen sollte man erst wieder, wenn das Laub der Zwiebelblumen völlig verwelkt ist:

Blumenzwiebelmischung Sail Away

Das ist das wichtigste Gebot für deren gelungene Verwilderung. Wer nun Geduld zeigt, wird im nächsten Jahr mit wunderbaren Gartenbildern belohnt.

Wer im eigenen Garten eine attraktive und immer wiederkehrende Frühlingsblütenpracht anstrebt, sollte Blumenzwiebeln wählen, in deren Natur die Verwilderung liegt. „Die meisten Narzissen sind ideal”, erklärt der Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek. „Je länger sie an einem Standort stehen, um so prächtiger entwickeln sie sich zumeist.” In seinem Webshop www.fluwel.de bietet der Niederländer sage und schreibe 80 verschiedene Narzissensorten an, die er alle seit vielen Jahren auf einem eigenen Versuchsfeld erprobt. „Auch Krokusse lassen sich wunderbar in Rasenflächen verwildern”, betont Carlos.

Blumenzwiebelmischung Aladdin's Carpet

Wer beispielsweise Mischungen wie „Crocreation” pflanze, könne sich jedes Jahr an den lila und gelben Farbtupfern erfreuen. „Diese ersten Frühlingsgrüße nach der kalten Jahreszeit kommen übrigens nicht nur bei uns Menschen gut an. Für Insekten – vor allem für Bienen – sind sie wichtige Nahrungsquellen, wenn noch nichts anderes im Garten blüht.” Natürlich gibt es auch Mischungen, in denen unterschiedliche Zwiebelblumen, die sich ideal verwildern lassen, miteinander kombiniert wurden. Bei „Aladdin’s Carpet” verzaubern beispielsweise botanische Tulpen und Traubenhyazinthen den Rasen in jedem Frühjahr in einen kunterbunten Teppich.

Blau, blau, blau blüht… die Zwiebelblume

Im Herbst den Frühling pflanzen

Traubenhyazinthe Muscari armeniacum

Unter den Frühlingszwiebelblumen gibt es einige Arten und Sorten, die in leuchtendem Azur den Garten aus dem Winterschlaf wachküssen. Blaue Blüten sind unter Pflanzenenthusiasten besonders begehrt. Sie umgibt eine spezielle Aura, weil dieser Farbton in der Natur nur selten anzutreffen ist. „Wer sein blaues Wunder erleben will, sollte Traubenhyazinthen pflanzen”, rät Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „Mit seinen kleinen Traubenblüten ist Muscari armeniacum der Klassiker unter den blaublühenden Zwiebelblumen – ein fröhlicher Frühlingsbote.” Traubenhyazinthen sind in verschiedenen Blautönen erhältlich – himmelblau, kobaltblau oder sogar zweifarbig mit weißem Häubchen.

Mini-Iris und Sternblüte

Iris reticulata 'Harmony'

Die Iris reticulata ‘Harmony’ besticht durch ihr unbeschreiblich intensives Blau. Van der Veek: „Diese schöne Mini-Iris pflanzen Sie am besten dort in den Garten, wo Sie sie auch vom Haus aus gut sehen können. Denn sie steht schon in voller Blüte, bevor das Leben ringsum überhaupt erwacht.” Auch als Topfpflanze auf der Terrasse ist sie immer wieder ein willkommener Gast im beginnenden Frühjahr. Die Scilla siberica heißt in manchen Regionen Blaustern, in anderen Sternhyazinthe. „Ab und zu nenne ich sie auch die blauste Blume der Welt”, schwärmt Carlos van der Veek. „Ich kenne wirklich keine andere Pflanze, die so blau blüht wie die Scilla siberica. Einzeln gepflanzt sieht sie wunderschön aus, kombiniert mit gelben oder weißen Narzissen verstärken sich die Farben gegenseitig.” Die Blumenzwiebeln der Sternhyazinthe verwildern sehr gut, so dass man sich Jahr für Jahr an der blauen Blütenpracht erfreuen kann.

Schneestolz

Schneestolz

Mit kleinen, aber zahlreichen Blüten in königlichem Blau überzeugt der Schneestolz (Chionodoxa forbesii). Er blüht sehr früh im Jahr, schon im März. „Seine Farbe ist zauberhaft. Wenn man ihn in großer Zahl auf eine Rasenfläche pflanzt, sieht es aus, als ob der Himmel auf die Erde gefallen wäre. Die relativ preisgünstigen Zwiebeln verdienen es, viel öfter gepflanzt zu werden – zumal sie so gut verwildern, wie fast keine andere Blumenzwiebel”, erklärt van der Veek. „An ihren Samen befinden sich sogenannte Ameisenbrötchen – ein süßer Bestechungsversuch mit dem Ziel, dass möglichst viele Samen von Ameisen mitgenommen werden. So breiten sie sich immer weiter aus.” Um die blauen Blütenschönheiten im eigenen Garten bewundern zu können, wird es schon in den Herbstmonaten Zeit, die Blumenzwiebeln zu pflanzen. Nützliche Tipps zur Pflanzung und weitere außergewöhnliche Zwiebelblumen rund ums Jahr sind auf www.fluwel.de zu finden.

Shirley, Marilyn und Co.

Tulpen, wie von Meisterhand gemalt

Sie sind geflammt, gefleckt, gestreift oder haben fedrige Farbverläufe. Im Frühjahr zeigen sie ihre purpur, rosa, rot, bronze oder braun gemusterten Blütenköpfe auf weißem, rotem oder gelbem Grund: die Rembrandt-Tulpen. Da ihre auffälligen Farben oft aussehen, als seien sie mit einem Pinsel aufgemalt worden, wurden diese Tulpensorten nach Rembrandt von Rijn (1606-1669), einem der bedeutendsten niederländischen Maler aller Zeiten, benannt. Auf die Leinwand gebracht hat der Meister die später nach ihm benannten Frühlingsblumen aber nie.

Der niederländische Blumenzwiebel-Webshop Fluwel hat eine ganze Reihe dieser Tulpen im Programm: Die Sorte ‘Flaming Parrot’ beispielsweise zeigt sich gelb mit roten Flammen, und ‘Marilyn’ ist weiß und fuchsienrot geflammt. ‘Shirley’ ist zu Beginn ihrer Blüte beinahe ganz weiß – je reifer sie wird, desto mehr schmückt sie sich mit einem feinen lila-rosa Rändchen. Wenn die Blüten der Sorte ‘Grand Perfection’ erscheinen, sind sie zunächst gelb-rot, später entwickelt sich das Gelb hin zu Weiß. ‘Sweetheart‘ besticht dagegen durch das Farbenspiel von zartem Gelb und gebrochenem Weiß.

Ein Hauch Magie

Dunkle, purpurrote Blüten für den Sommergarten

Purpur ist mehr als einfach nur ein dunkler, intensiver Farbton. Die Farbe hat etwas Magisches an sich. Purpurfarbene Pflanzen haben eine besondere Ausstrahlung, sie wirken edel und geheimnisvoll. Im Farbkreis steht Purpur zwischen den Primärfarben Rot und Blau und vereint Eigenschaften beider Farben: Von Rot stammt die Wärme und der Energiegehalt, von Blau jener feine Hauch Magie und Geheimnis, der innere Leuchtkraft verleiht. Durch Züchtung gibt es mittlerweile zahlreiche interessante Pflanzen mit sehr dunklen Blüten. Besonders groß ist die Auswahl bei den im Sommer blühenden Zwiebelblumen, die im Frühling gepflanzt werden.

Purpur lässt sich gut mit helleren Farben kombinieren, die im Farbkreis gegenüberstehen und einen starken Kontrast bilden -  z.B. zartes Gelb oder Gelbgrün. Schöne Partner, die sich gegenseitig in ihrer Farbwirkung verstärken, sind auch Pflanzen mit graugrünen Blättern und weißen Blüten. Sie lassen die dunkle, magische Farbe noch stärker hervortreten.

Leuchtend Weiß

Blüten der Nacht

Die warmen Nächte sind die Kostbarkeiten des Sommers. Besonders, wenn man einen eigenen Balkon oder eine Terrasse hat. In der Dämmerung draußen sitzen, miteinander reden oder die Stille genießen, das macht einfach Spaß.

Während die Dunkelheit kommt, verändern sich die Pflanzenfarben. Grün, Blau, Purpur und Rot verschwinden als erste im Schatten. Hellblau und Rosa lassen sich noch lange erahnen. Die wirkliche Farbe der Nacht ist Weiß. Jeden Lichtstrahl scheinen weiße Blüten aufzusaugen. In hellen Mondnächten werden sie zu Spiegeln, die das fahle Licht reflektieren.

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