Blütenkugel Allium

Die Top 3 unter den Allium

Im Frühsommer thront der Zierlauch über den Beeten

Allium giganteum

Wenn es um das Thema Allium geht, hat der Blumenzwiebelspezialist Carlos van der Veek von Fluwel wirklich viel zu erzählen. Hätten Sie beispielsweise gedacht, dass der Riesenlauch, Allium giganteum, tatsächlich eine Wildform aus Mutter Natur ist? Er stammt aus dem Iran und hat von dort die Gärten in aller Welt erobert. Bereits seit 1883 ist die Pflanze, die etwa einen Meter hoch wird und Blütenkugeln mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern bildet, in gärtnerischer Kultur. Die Blumenzwiebeln der Allium werden im Herbst zeitgleich wie Tulpen und Narzissen gepflanzt – aber sie blühen sehr spät im Frühjahr, manche erst im Sommer. „Im Juni sind die imposanten, bläulich-dunkelroten Blütenkugeln der Allium die Hingucker in vielen Gärten. Besonders Lavendel- oder Staudenbeeten – in denen die Kugeln über den anderen Pflanzen zu schweben scheinen – geben sie einen ganz besonderen Reiz“, schwärmt van der Veek.

Allium 'Globemaster'

Natürlich beschäftigen sich auch Züchter seit vielen Jahren mit dem Riesenlauch. „Der eigenwillige Gärtner Jan Bijl, bekannt für Blumenzwiebelspezialitäten im nordholländischen Breezand, ist so einer“, erzählt van der Veek. „Er pflanzte bereits Ende der 1950er Jahre zwei große Allium nebeneinander, die Allium macleanii und die Allium christophii, baute ein Glashäuschen um die beiden, setzte einen Bienenkasten daneben, damit die Bienen die kleinen Blütchen bestäuben konnten. Jahre später entstand auf diese Weise die Allium ‘Globemaster‘.“ Sie ist die Alliumsorte, die am längsten blüht. Die Kugeln erneuern sich ständig durch frische, kleine Blüten, die immer etwas länger werden als ihre Vorgänger. „Für das Sortiment der Allium war ‘Globemaster‘ in den 1990er Jahren eine echte Offenbarung und bis heute erstaunt und verblüfft sie die Gartenliebhaber mit ihren enormen Blütenkugeln“, so der Spezialist, der in seinem Webshop jedes Jahr schon ab Mai 14 verschiedene Zierlaucharten anbietet, die dann passend zur Pflanzzeit im Herbst geliefert werden.

Allium 'Ambassador'

Auch die Schnittblumengärtner haben ihre züchterischen Ziele. So strengte sich im westfriesischen Zwaagdijk der Schnittblumengärtner Langedijk an, eine Allium mit einem längeren Stiel zu züchten. „Die ‘Globemaster‘ fand er zwar prächtig, aber doch zu kurz und etwas mehr Farbe sollte die Blütenkugel auch bekommen“, berichtet van der Veek. „Wie es der Gärtner geschafft hat, bleibt mir ein Rätsel, aber aus seiner Zucht kommt ‘Ambassador‘. Eine phänomenale Allium, die viele Kenner für die schönste halten.“ Zu vergleichen ist ‘Ambassador’ mit Allium giganteum. Die Blütenbälle sind jedoch noch größer und schwerer und die Farbe ist intensiver.

‘Globemaster‘ blüht am frühesten, manchmal mit den letzten Tulpen, danach schmückt ‘Ambassador‘ bis weit in den Juni hinein die Gärten. Die letzte ist giganteum – wenn der Sommer nicht zu warm ist, zeigt sie ihre Blüte in voller Schönheit erst im Juli. Allium sind in den letzten Jahren sehr populär geworden und das liegt nicht nur an ihrem imposanten Format, den schönen Farben und ihren Kugelformen. Gartenbesitzer wissen zu schätzen, dass die Kugeln lang in Blüte stehen, aber auch noch darüber hinaus einen hohen Zierwert haben, wenn sie längst verblüht sind.

Die Gärten von Appeltern

Auch Schaugärten weltweit inszenieren ihre Flächen mit Allium und beeindrucken damit ihre Besucher. In den niederländischen Gärten von Appeltern beispielsweise stehen viele Hundert von ihnen in fantastischen Kombinationen mit anderen Pflanzen. Trotz großer Züchtungsanstrengungen ist das Blattwerk der Allium oft nicht optimal und wird viel zu früh braun. Wer Allium mit Stauden oder Lavendel kombiniert, kaschiert dieses Handicap gekonnt.

Alliumvielfalt

Ab Mai kann man schon Zwiebeln vorbestellen

Die Blütezeit der meisten Zierlaucharten liegt zwischen Mai und Juni. Gepflanzt werden sie als Blumenzwiebeln im Herbst. „Im frühen Sommer, lassen sich die eindrucksvollen Alliumbälle auf Festivals, Ausstellungen oder bei den offenen Gartenpforten entdecken. Sie sind absolut in”, schwärmt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „Damit Sie Ihre Lieblingssorte bis zum Herbst nicht vergessen haben, können Sie in unserem Onlineshop schon ab Mitte Mai Zwiebeln vorbestellen. Geliefert wird pünktlich zur Pflanzzeit ab Oktober.” Fluwel bietet ein abwechslungsreiches Sortiment ausgewählter Allium bester Qualität. Mit ihrer sensationellen Dynamik überzeugt Allium ‘Purple Sensation’. Wie die meisten Zierlauche kommt er am besten zur Geltung, wenn man ihn in Gruppen pflanzt. Eine der ältesten, aber nach wie vor sehr gefragten Sorten ist Allium ‘Mount Everest’. Seine leuchtend weißen Blütenkugeln strahlen besonders, wenn man sie vor einem dunklen Hintergrund oder einem kräftigen Farbton pflanzt. Der Zierlauch, der am längsten blüht, ist Allium ‘Globemaster’. Immer neue Mini-Blüten kommen nach, die zum Schluss zusammen bis zu 30 Zentimeter große Blütenkugeln bilden. „Allium christophii nennen wir in den Niederlanden auch Sterrenlook, was auf Deutsch Sternenfänger bedeutet”, so van der Veek. „An jedem Stiel entfaltet sich ein Wirrwarr aus etwa hundert lilagrünen, circa zehn Zentimeter langen, dünnen Stielen, an deren Enden silbrig violette, sternförmige Blüten sitzen. Ein Blütenspektakel, das mehrere Wochen anhält.”

Zierlauch

Große Sortenvielfalt

Mit ihren außergewöhnlichen Blütenfarben und ihrer zeitlosen Eleganz lässt sich Zierlauch (Allium) in vielen Gartenstilen als bereicherndes Gestaltungselement einsetzen – ob zwischen Lavendel und Beetrosen im romantischen Landhausgarten oder zwischen Gräsern und grünen Hecken im puristisch-modernen Garten. Am besten wirkt Zierlauch, wenn man ihn in Gruppen pflanzt – je größer die Anzahl, desto beeindruckender ist der Effekt.

Mit vielen Preisen wurde in den letzten Jahren die Sorte ‘Ambassador’ ausgezeichnet. Sie besticht mit ihren gefüllten, perfekt runden Blüten, der hellen lila Farbe sowie ihrer riesigen Höhe von fast eineinhalb Metern.

Die zweifellos größten Zierlauchkugeln bildet Allium ‘Globemaster’. „Zu Anfang sind ihre Blüten im Durchschnitt nur zehn bis 15 Zentimeter groß. Täglich kommen aus dem Herz der Blume neue kleine Blüten hervor, deren Stiele jedes Mal etwas länger werden“, erklärt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „Auf diese Weise erneuert sich die Blütenkugel wochenlang selbst, bleibt immer frisch und wird dabei größer und größer.” Zum Schluss hat sie einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern und steht etwa einen Meter hoch.

Das Gegenstück zu Globemaster ist Allium sphaerocephalon. Die Sorte mit dem schwierig auszusprechenden Namen trägt kleine, grün-lila Blütenkugeln, die oben spitz zulaufen. Sie blühen dann, wenn die meisten Stauden im Beet zwar schon Blätter tragen, aber noch keine Blüten. In großen Mengen gepflanzt, bringen sie Farbe und Bewegung in den frühsommerlichen Garten.

Es gibt auch sehr dunkle Zierlauch-Varianten – wie Allium atropurpureum. Ihre Blüten überzeugen mit ihrem Farbspiel aus unterschiedlichen Lilatönen. „Sie ist die Königin der Nacht unter den Alliumsorten. Die fast schwarzen Samensäckchen sind von roten und lila Blütenblättchen umgeben, die von einem blau-lila Schleier überzogen sind”, so van der Veek. Diese dramatisch gefärbten Blüten lassen sich sehr gut mit weißen oder leuchtend gelben, pink- oder orangefarbenen Sommerblühern kombinieren.

Allium ‘Ambassador’

Vielfach ausgezeichnet

Allium 'Ambassador' Bei Zierlauch (Allium) kommen viele Gartenfreunde ins Schwärmen: auf hohen, schlanken Stängeln bilden unzählige kleine Blüten eine große Kugel. Gepflanzt wird Allium als Zwiebel im Herbst, die Blütezeit reicht von Mai bis Ende Juni des folgenden Jahres. Eine Neuheit in der Alliumwelt ist die Sorte ‘Ambassador’. „Mit ihrer schönen, hellen lila Farbe, ihrer riesigen Höhe von fast eineinhalb Metern, ihren gefüllten, perfekt runden Blüten, stellt sie alle anderen Alliumsorten in den Schatten”, schwärmt Carlos van der Veek, Blumenzwiebelspezialist von Fluwel. „Ihr Trophäenschrank ist inzwischen gut gefüllt, denn auf Blumenshows und Wettbewerben erhält die Ambassador oft den ersten Preis.”

Allium ‘Globemaster’ und Downderry Lavendel

Ein Traumpaar für trockene Standorte

Früher wuchs Lavendel in deutschen Gärten häufig etwas unscheinbar im Kräuterbeet oder zu Füßen der Kletterrosen. Als echtes gestalterisches Element für den modernen Garten wurde der duftende Halbstrauch mit dem silbergrauen Laub erst in den letzten Jahren entdeckt. Entscheidend dazu beigetagen hat sicher auch Simon Charlesworth. In seiner Lavendelgärtnerei Downderry im südenglischen Kent züchtet, selektiert und kultiviert er Hunderte verschiedene Sorten. Ihm ist es zu verdanken, dass es Lavendel heute neben dem klassischen Blauviolett auch in edlem Weiß, pudrigem Rosa, Himmelblau, Tiefblau und Lila bei uns im Handel gibt. Damit Lavendel seine faszinierende Wirkung – so wie man sie von den Feldern aus Südeuropa kennt – entfalten kann, sollte er auch im Garten in Gruppen flächig gepflanzt werden. Ab Juni, wenn die ersten Blütenähren erscheinen, setzt er so einen sehr deutlichen Akzent.

Zierlauch und Downderry Lavendel Ungewöhnliche, aber sehr reizvolle Kontraste bietet die Kombination von Zierlauch (Allium) und Lavendel. Allium, gehört mit seinen großen Blütenbällen und den kraftvollen Stielen zu den imposantesten Zwiebelblumen. Seine kugeligen Scheindolden können bei einigen Sorten – z.B. dem Allium ‘Globemaster’ – groß wie Kinderköpfe werden. Jede einzelne dieser Blütenkugeln setzt sich aus zahlreichen, filigranen Sternenblüten zusammen. Die Farbpalette des Zierlauchs reicht vom schlichten Weiß über ein zartes Rosa bis zum tiefem Blau und Violett und entspricht damit in etwa dem Farbspektrum des Downderry Lavendels. Farblich besteht also Harmonie. Die jedoch sehr unterschiedlichen Wuchs- und Blütenformen der beiden Pflanzen lassen sich nutzen, um wunderbare Gartenbilder zu komponieren. Setzt man die Blumenzwiebeln im Herbst zwischen eine Gruppe Lavendelpflanzen, schweben im Frühsommer Blütenbälle über den vielen kleinen Blütenähren des Halbstrauchs. Und noch einen Vorteil hat diese Kombination: Die Blätter des Zierlauchs welken schnell – oft noch bevor sich die Blüten geöffnet haben. Keinesfalls sollte das gelb werdende Laub zurückgeschnitten werden, da die Zwiebel die Nährstoffe daraus wieder aufnimmt und sogar braucht. Durch den buschig wachsenden Lavendel werden die vergilbten Alliumblätter gut verdeckt. Die Hauptblütezeit des Zierlauchs liegt zwischen Mai und Juni. Es gibt aber auch Arten, die von April bis September blühen. Genau wie der Lavendel bevorzugen die meisten Zierlauchsorten einen durchlässigen, lockeren Boden und gedeihen am besten bei voller Sonneneinstrahlung.