Tulpen-Talk

Evergreen

Wer hat eigentlich den Song “Tulpen aus Amsterdam” ursprünglich gesungen?

Tulpen aus Amsterdam Es war 1959 als dem deutschen Komponisten Ralf Arnie – mit bürgerlichem Namen Arthur Niederbremer – die Melodie für die „Tulpen aus Amsterdam” in den Sinn kam. Er schrieb die Musik speziell für die damals 25 Jahre junge niederländische Sängerin Mieke Telkamp. Klaus Günter Neumann und Ernst Bader steuerten den Liedtext bei. Mieke Telkamp hatte in den 1950-er und 1960-er Jahren viele Hits und war die erste niederländische Sängerin, die nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Deutschland auftrat.

Die unverwechselbare Walzer-Schunkelmelodie und der eingängige Text gehen einem nicht mehr aus dem Kopf. Selbst an ungewöhnlichen Orten, wie dem Münchner Olympiastadion, ist er – vielstimmig – zu hören. Denn immer dann, wenn der niederländische Fußballer Arjen Robben einen Treffer für den FC Bayern erzielt, erklingt beim Torjubel im Stadion der alte Schlager. Ein klassischer Ohrwurm, der auch heute noch für die Niederlande und seine berühmtesten Blumen steht: „… tausend rote, tausend gelbe, alle wünschen dir dasselbe. Was mein Mund nicht sagen kann, sagen Tulpen aus Amsterdam …”

Nachgefragt

Wieso wachsen Tulpen eigentlich in der Vase weiter?

Tulpen Tulpen sind wahre Champions im Zellstreckungswachstum. Wachstum findet in der Natur hauptsächlich durch Zellteilung statt. Man denke an das menschliche Embryo. Bei den Pflanzen gibt es noch ein zusätzliches Prinzip, nämlich das Zellstreckungswachstum. In der ersten Phase bringt die Pflanze die für das Wachstum benötigen Zellen durch Teilung hervor, danach allerdings wächst sie nur noch durch Streckung dieser Zellen. Das bedeutet, die Zellen wachsen indem sie Wasser aufnehmen und sich dabei in die Länge dehnen. Die Zellen der Tulpen sind so „zellstreckungsversessen”, dass sie selbst als Schnittblumen durch die Aufnahme des Vasenwassers noch ungebremst weiter wachsen. Durch kühle Temperaturen lässt sich die Tulpe in ihrem Wachstum bremsen.

Gut zu wissen

Was muss beim Tulpenkauf beachtet werden und wie behandelt man die Schönheiten am besten, damit man sich möglichst lange an ihnen erfreuen kann?

Tulpenstrauß Tipp 1: Die Blütenfarbe der Knospen sollte bereits erkennbar sein. Blätter und Knospen sollten sich knackig und fest anfühlen. Ganz frische Tulpen “quietschen”, wenn man einen Bund in den Händen hält und Stängel und Blätter sich berühren. Die Stiele sind grün und haben kein weißes Ende.

Tipp 2: Bevor die Tulpen in die Vase gestellt werden, ist es ratsam, sie noch mal mit einem scharfen Messer frisch anzuschneiden.

Tipp 3: Tulpen sind durstige Geschöpfe und benötigen viel Wasser. Allerdings ist es besser, den Wasserstand täglich zu überprüfen und frisches Wasser zuzugießen, als die Vase bis zum Rand zu füllen. Eine Glasvase erleichtert den Durchblick.

Gut zu wissen: Tulpen wachsen in der Vase weiter. Wenn man sie mit anderen Schnittblumen mischt, muss man sich bewusst sein, dass sie diese bald überragen werden. In einem lockeren, gemischten Arrangement kann das sehr reizvoll sein.

Tipp 4: Ein Tulpenstrauß räkelt sich nach einigen Tagen aufgrund der biegsamen Stängel oft lasziv über den Vasenrand, wenn die Vase niedrig ist. Ein hohes, schlankes Gefäß hingegen fördert den aufrechten Wuchs der Tulpen.

Tipp 5: Ein Tulpenstrauß kann bei guter Pflege zwischen sieben und zehn Tagen halten. Stehen die Tulpen zu warm, welken sie schneller. Wer sich die Mühe macht, die Tulpen nachts kühler zu stellen, kann sich länger an ihnen erfreuen.

Gemischter Strauß

Sollte man Tulpen und Narzissen eigentlich gemeinsam in eine Vase stellen?

Tulpen und Narzissen Tulpen, Narzissen und Co. sorgen mit frischem Grün und leuchtenden Farben für beste Frühlingslaune und geben einen Vorgeschmack auf kommende wärmere Sonnentage. Doch wer von allem etwas, d.h. Tulpen und Narzissen bunt gemischt, in eine Vase arrangiert, wird schnell feststellen, das die Tulpen, gerade noch quicklebendig, schon nach kurzer Zeit ihre Köpfe hängen lassen. Schuld sind die Narzissen, dass heißt eigentlich ihr Saft.

Narzissen sondern aus ihrem Stiel ein Pflanzensekret ab, welches die Leitungsbahnen in den Stängeln der anderen Blumen verstopft, so dass diese kein Wasser mehr aufnehmen können und welken. Besonders den durstigen Tulpen ist dies schnell anzumerken. Wer sich trotzdem nicht für separate Vasen entscheiden kann, der sollte seine Narzissen für 24 Stunden in Wasser stellen, bis kein unverträglicher Pflanzensaft mehr austritt. Danach die Stiele abwaschen, auf keinen Fall mehr anschneiden und dann erst in die Vase zu den Tulpen stellen.

Anti-Aging

Was hält Tulpen wirklich frisch: Schnittblumennahrung vom Floristen, eine Prise Zucker oder gar der Kupfercent im Vasenwasser?

Tulpenstrauß Wer seinen Tulpen Schnittblumennahrung oder so genannte Frischhaltemittel ins Vasenwasser gibt, meint es gut. Doch Tulpen benötigen eigentlich keine Nahrung, wenn sie in der Vase stehen. Neben einer Kombination aus Nährstoffen enthalten diese Mittel aber häufig auch bakterienhemmende Komponenten, die das Wachstum von Mikroorganismen verhindern. Dies kann die Haltbarkeit der Schnitttulpen verlängern.

Auch eine Prise Zucker wird gerne als Nahrung ins Vasenwasser gegeben, sie soll die Blumen mit Glucose versorgen. Doch die Dosierung ist sehr schwierig. Schnell gibt man zu viel und fördert so die Entwicklung von Bakterien und Mikroorganismen – mit dem Ergebnis: die Tulpen welken schneller. Also wenn schon, dann lieber den Zucker in den Kaffee und nicht in die Blumenvase löffeln.

Wer einen Kupfercent im Vasenwasser schwimmen lässt, will seine Blumen zu Höchstleitungen anspornen, verschwendet aber leider nur sein Geld. Kupfer wirkt zwar antibakteriell, doch das dauert! Bis das Centstück seine Wirkung entfaltet, haben die Bakterien längst das Vasenwasser bevölkert.

Wer also beim Kauf seiner Tulpen ein Päckchen Frischhaltemittel dazubekommen hat, kann dies verwenden. Hiermit bleibt das Vasenwasser meist länger frisch. Ohne Mittelchen geht’s aber auch: Am besten füllt man die Vase nur etwa zu einem Drittel mit Wasser und gießt dann frisches nach, wenn die Tulpen den größten Teil verbraucht haben. So breiten sich Bakterien gar nicht erst aus. Stehen die Tulpen in einer Glasvase, kann man den Wasserstand am einfachsten kontrollieren. Damit die Tulpen das Wasser auch ungehindert aufnehmen können, ist es wichtig, die Stiele mit einem scharfen Messer anzuschneiden. Eine Schere könnte die Leitbahnen quetschen.

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