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Tulpenfieber

Ab 24. August 2017 im Kino

Holland im 17. Jahrhundert: Der Handel mit Tulpenzwiebeln erlebt seine Hochzeit. Dank des großen Reichtums der Kaufleute können auch Künstler wie der junge Maler Jan Van Loos ihr Auskommen finden. Als der Kaufmann Cornelis Sandvoort ihn engagiert, um ein Porträt seiner Ehefrau Sophia anzufertigen, beginnt eine leidenschaftliche Affäre …

Weil Sophias Ehemann auf Rache sinnt, plant das Liebespaar die Flucht aus Amsterdam. Das nötige Geld wollen die beiden auftreiben, indem sie selbst in das Blumenzwiebelgeschäft einsteigen. Sie ahnen jedoch nicht, dass der Tulpenmarkt schon bald zusammenbricht …

Wie wird die Saison der Blumenzwiebeln 2017?

Tulpen und Narzissen vor der Ernte

Es ist immer wieder spannend! Jetzt, zu Anfang des Sommers, werden von den Blumenzwiebelgärtnern die ersten Blumenzwiebeln aus der Erde geholt und bewertet. Wie hat sich das Wetter in diesem Frühjahr ausgewirkt? Sind die Blumenzwiebeln schön groß oder eher noch klein? Sehen sie gesund aus? Wie viele Tochterzwiebeln gibt es? Carlos van der Veek von Fluwel in Nordholland ist Experte auf diesem Gebiet und gibt seinen ersten Ausblick auf die Ernte von Tulpen- und Narzissenzwiebeln in diesem Jahr.

Es wird eine prächtige Tulpensaison

Tulpenfeld

Viele wissen es nicht, doch Tulpen sind überwiegend Steppen- und Gebirgspflanzen. Sie wachsen am besten an einem sonnigen, warmen Standort und bevorzugen einen lockeren, durchlässigen Boden. Doch für eine gute Zwiebelernte darf es im Frühjahr auch nicht zu heiß werden. “Die Tulpe mag es sonnig, aber bei Temperaturen über 25 Grad wird es ihr zu heiß und sie stellt ihr Wachstum ein”, erklärt van der Veek. “Solche Tage hatten wir glücklicherweise nicht, denn das Frühjahr war fantastisch schön mit sehr viel Sonne, aber ohne allzu viele heiße Tage.” Natürlich benötigen Tulpen auch Wasser, um gut zu wachsen. Da es längere Zeit jedoch sehr trocken war, mussten die Tulpengärtner stets für einen feuchten Boden sorgen. Die Beregnungsanlagen auf den Feldern waren von frühmorgens bis spätabends im Einsatz. “Es gab auch Blumenzwiebelgärtner, die sich nachts den Wecker gestellt haben, um mal eben auf dem Feld die Beregnungsanlage umzusetzen”, so van der Veek. “Doch die Gärtner tun dies gern, denn Trockenheit bedeutet viel Sonne und Sonne bedeutet für die Blumenzwiebeln viel Energie und gutes Wachstum. Trockenes Wetter sorgt auch für weniger Krankheiten und wenige keimende Unkräuter.” Alles in allem herrschten bisher ideale Bedingungen für eine sehr positive und vielversprechende Ernteerwartung für dieses Jahr. “Die Zwiebeln sehen schön, dick und gesund aus, mit guter Hautqualität und genügend Tochterzwiebeln, die im Herbst erneut gepflanzt werden”, berichtet der Zwiebelblumenexperte und freut sich, denn es braucht eine sehr gute Ernte, um der großen Nachfrage nach Tulpenzwiebeln gerecht zu werden. “Nicht nur beim Gartenliebhaber sind sie sehr populär, sondern auch bei Schnittblumengärtnern weltweit – in den Wintermonaten will schließlich jeder Tulpen für die Vase haben.”

Narzissen fanden das Wetter nicht so lustig

Narzissenzwiebeln

Bei Narzissen sieht es leider etwas anders aus. “Diese Frühjahrsblüher sind nicht so wild auf Sonne und Wärme. Sie benötigen vor allem Wind und Regen für die Bildung guter Zwiebeln. Das sonnige, warme Frühjahr war daher nicht optimal für ihr Wachstum und der Umfang der Narzissenzwiebeln lässt derzeit noch zu wünschen übrig”, erläutert van der Veek. “Die ersten Mini-Narzissen sind schon abgestorben und zeigen ein durchschnittliches Wachstum. Aber für die großen Narzissen ist die Wachstumssaison noch nicht vorbei. Sie haben noch gut vier Wochen Zeit und bis dahin kann sich eine Menge verändern.” Daher erhofft van der Veek für die nächsten Wochen sehnsüchtig ein etwas kühleres Wetter, denn für ein gutes Wachstum der Zwiebeln wären niedrigere Temperaturen ideal. “Die Nachfrage nach Narzissenzwiebeln ist in den letzten Jahren angezogen, deswegen wäre eine gute Ernte wichtig”, führt er aus. Weitere Informationen zu Blumenzwiebeln auf www.fluwel.de.

Auf Blumenzwiebeltour durch die Niederlande

Appeltern, Tulpenland, Theetuin, Keukenhof

Wenn man für jede Gartenpflanze ein passendes Gefühl festlegen wollte, das sie unnachahmlich symbolisieren, wäre es bei den Blumenzwiebeln die Vorfreude. Nachdem sie im Herbst in die Erde kommen, warten wir den ganzen Winter, bis sich im Frühling endlich ihre farbenfrohen Blüten entfalten. Wenn es soweit ist, kann man sich nach den langen, kalten Monaten kaum satt sehen an den gelben Narzissen, an den blauen Traubenhyazinthen und an den Tulpen in ihrer vielfältigen Formen- und Farbenpracht. Wer dieses Spektakel besonders intensiv erleben will, fährt in das Mekka der Blumenzwiebeln: in die Niederlande. Ein besonders umfangreiches Paket für begeisterte Gartenreisende haben wir bei aha! Reisen gesehen: vom 19. bis 23. April 2017 geht es zu den schönsten „Tuinen” (wie Gärten auf Niederländisch heißen), die das blumenzwiebelverrückte Land zu bieten hat.

Über 200 Gärten

De Tuinen van Appeltern

Die fünftägige Tour startet in Europas größtem Schaugartenpark: De Tuinen van Appeltern. Mehr als 200 Schaugärten sind hier von März bis November täglich zu besichtigen. Tulpen, Narzissen und so manch exotische Zwiebelblume machen den Park schon im zeitigen Frühjahr zum Erlebnis. „Er hat seit seiner Gründung vor 20 Jahren einige Nachahmer gefunden, das Original ist jedoch unerreicht und entwickelt sich Jahr für Jahr weiter”, schwärmt Hermann Gröne, der die Reise inhaltlich konzipiert hat und die Gruppe leiten wird. „Wir nehmen uns für die Gärten von Appeltern entsprechend Zeit, um das vielfältige Angebot in Ruhe zu entdecken.”

Die Geschichte der Tulpe

Fluwel's Tulpenland

Neben anderen Schau- und Privatgärten führt die Reise auch in Fluwel‘s Tulpenland. Im hohen Norden Hollands liegt dieser Erlebnispark, in dem Besucher die wechselvolle Geschichte der Tulpe erleben können – von ihrem Ursprung im Himalaya, bis zur Tulpenliebhaberei türkischer Sultane und zum Tulpenfieber wohlhabender niederländischer Kaufleute im 16. Jahrhundert. Unter freiem Himmel mitten zwischen blühenden Tulpenfeldern begeistert das Projekt mit anschaulichen, begeh- und erlebbaren Exponaten. Hier ist zu spüren, wie stark die Zwiebelblumen das Leben der Niederländer und die hiesige Kulturlandschaft geprägt haben. Carlos van der Veek, der Gründer von Fluwel und Tulpenland, wird es sich nicht nehmen lassen, den Gartenreisenden seine riesige Narzissensammlung mit über 2.500 Sorten zu zeigen.

Meisterin der Blumenzwiebeln

Eine der bekanntesten niederländischen Gartendesignerinnen ist Jacqueline van der Kloet. Ihre unverkennbare Handschrift findet sich in vielen Parkanlagen und Gartenschauen, denn die Gartenarchitektin ist international gefragt. Am besten kann man ihre Art, Tulpen, Narzissen und Co. zu pflanzen, verstehen, wenn man ihren Theetuin in Weesp besucht. „Hier können wir erleben, wie die Meisterin ihres Fachs mit Blumenzwiebeln traumhafte Gartenbilder kreiert”, sagt Gröne. Die nächste Station ist der Hortus Bulborum, der Garten der Zwiebeln: eine riesige Sammlung historischer Blumenzwiebeln, die bereits vor 1900 in den Niederlanden kultiviert wurden. Die ältesten stammen aus der Zeit des Tulpenfiebers.

Üppige Blütenmeere

Tulpenfelder

Nicht fehlen darf der Keukenhof bei Lisse – ein großer Schaugarten nur für Blumenzwiebeln. Im Frühling kann man hier die schönsten, neuesten Arten und Sorten in Hülle und Fülle bewundern. Üppige Blütenmeere, intensive Farben und außergewöhnliche Kombinationen locken Besucher aus aller Welt in den Park. Am letzten Tag führt Gröne seine Mitreisenden schließlich nach Flevoland: „Dem Meer abgetrotzt, ist der Polder heute das größte Anbaugebiet für Blumenzwiebeln in den Niederlanden.” Hier warten nicht nur Tulpenfelder, sondern auch ausgesuchte Gärten, die das Bild des reichhaltigen Spektrums niederländischer Blumenzwiebel-Kunst abrunden. Weitere Informationen sind unter www.aha-reisen.de zu finden.

Die besten Blumenzwiebeln für den Garten

Von Experten empfohlen

Prächtige Tulpen, sonnengelbe Narzissen und große Allium-Blütenkugeln – in jedem Jahr kommen neue schöne Zwiebelblumen in den Handel. Viele davon sind jedoch in erster Linie für den Erwerbsanbau von Schnittblumen entwickelt worden. Um festzustellen, welche Pflanzen sich am besten für die Kultur im eigenen Garten eignen, hat die berühmte britische Royal Horticultural Society (RHS) einen „Award of Garden Merit” ins Leben gerufen. Dieses Gütezeichen hilft Gartenbesitzern, beim Kauf die richtige Pflanzenwahl zu treffen. Auch aussichtsreiche Blumenzwiebeln werden bewertet. Für ein objektives Urteil pflanzt die RHS sie in sogenannte trial gardens. In den Versuchsgärten begutachtet sie die Jury, die sich aus führenden internationalen Experten des RHS-Blumenzwiebel-Komitees zusammensetzt. Nur Sorten, die sich herausragend gut für den Garten eignen, erhalten das begehrte Gütezeichen.

Allium 'Globemaster'

„Wir bewerten nicht die Schönheit der Blüte, denn die liegt letztlich im Auge des Betrachters. Es geht vielmehr darum, ob die Zwiebelblumen zuverlässig blühen, robust sind und sich im Garten gut entwickeln”, erklärt Carlos van der Veek, niederländischer Blumenzwiebelspezialist von Fluwel und stolzes Mitglied der Jury. „Mit der Auszeichnung will die RHS den Gartenbesitzern eine Orientierung bieten, mit welchen Blumenzwiebeln sich erfolgreich gärtnern lässt. Hohe Qualität und die Freude an gesunden, vitalen Pflanzen stehen dabei im Mittelpunkt.” In seinem Onlineshop www.fluwel.de gibt van der Veek das Votum der Experten direkt an seine Kunden weiter: Alle Sorten, die den Award of Garden Merit bekommen haben, sind auf den ersten Blick an dem Gütezeichen zu erkennen.

Streifzug durch Zwiebelblumenfelder

Vom Suchen und Finden neuer Blütenschönheiten

Im Frühling verzaubern Krokusse, Narzissen, Hyazinthen, Tulpen und Zierlauch die Gärten und Parks. Im Sommer folgen dann Lilien und Dahlien. Mit Blumenzwiebeln lassen sich rund ums Jahr wunderschöne Blütenträume verwirklichen. Auf beste Qualität setzt Carlos van der Veek. Für seinen Onlineshop Fluwel sucht er jedes Jahr mit viel Aufwand nach neuen Sorten, um noch mehr Vielfalt in das Sortiment zu bringen.

Tulpe 'Peppermint Stick'

Der Niederländer hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Schon sein Vater war ein anerkannter Blumenzwiebelspezialist und hat van der Veek eine riesige Narzissensammlung vermacht. „Wir züchten eigene Sorten, ich kenne aber auch viele Profi-Gärtner, die mir sagen, wenn sie eine neue Schönheit für mich haben. Deshalb fahre ich im Frühling von Hof zu Hof, streife durch die Blumenzwiebelfelder und mache Fotos.” Eine weitere Quelle ist das in England ansässige Bulb Committee, in dem van der Veek Mitglied ist. „In den ‚trial gardens‘ wachsen wunderschöne Zwiebelblumen. Ich besuche sie mehrmals im Jahr, um meine Favoriten auszuwählen.”

‘Double Dee’ und ‘Peppermint Stick’

Wer ihn auf seinem Hof in Nord-Holland besucht, kann seine beeindruckenden Versuchspflanzungen bewundern. Denn bevor es eine neue Sorte in das Sortiment des Fluwel-Shops schafft, testet van der Veek sie mehrere Jahre. So kann er sich mit eignen Augen davon überzeugen, ob eine Sorte wirklich schön, gesund und robust genug ist, um alle Kriterien der Fluwel-Qualität zu erfüllen. „Ich wähle sie mit großer Liebe und Sorgfalt aus, weil ich mir wünsche, dass sie in den Gärten prächtig blühen und viel Freude bereiten.”

Narzisse 'Double Dee'

Dass er den Geschmack seiner Kunden trifft, ist van der Veek sehr wichtig. Besucher, die seine Versuchsfelder ansehen, sind daher herzlich willkommen. Fotografen, Journalisten und auch Kunden – van der Veek hört sich viele Meinungen an und bildet sich anschließend ein Urteil. Auch in diesem Jahr hat der Niederländer neue Sorten in den Shop aufgenommen, zum Beispiel die zweifarbig gefüllte Narzisse ‘Double Dee’, die rot-weiße Tulpe ‘Peppermint Stick’ und der besonders lang blühende Zierlauch Allium giganteum. Gepflanzt werden die Blumenzwiebeln im Herbst, bestellen kann man sie schon jetzt. Die Lieferung erfolgt pünktlich zur Pflanzzeit.

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